Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Immer mehr Fernseh-Zuschauer nutzen einen Second Screen

17.10.2018

Regensburger Medieninformatiker untersuchen Nutzungsverhalten

Immer mehr Zuschauer haben ein Smart TV-Gerät und nutzen während des Fernsehens einen Second Screen, also einen zweiten Bildschirm beispielsweise am Smartphone, Tablet oder Laptop. Wenn Smart TVs und andere Geräte sinnvoll zusammenspielen, profitiert der Nutzer von den Vorteilen beider Bildschirme, beispielsweise, indem das Smartphone als intuitiv bedienbare Fernbedienung genutzt wird.


Die Studie liefert Ergebnisse, die helfen, nutzerfreundliche Second Screen Apps zu entwickeln.

MEKmedia GmbH – Zur ausschließlichen Verwendung im Rahmen der Berichterstattung zu dieser Pressemitteilung

Hierzu bedarf es spezieller Second-Screen-Anwendungen. Ein Team um Prof. Dr. Christian Wolff, Lehrstuhl für Medieninformatik der Universität Regensburg, hat mit der MEKmedia GmbH, einem Technologieunternehmen im Bereich Smart TV, eine Studie zum Thema Second Screen durchgeführt.

Ziel der Studie war es, ein optimiertes Bedienkonzept für Second-Screen-Anwendungen zu entwickeln. Neben Erkenntnissen zum Nutzungsverhalten und zur Aufmerksamkeitslenkung in Second-Screen-Anwendungen wurden Design Guidelines für interaktive Second Screen Apps sowie eine heuristische Checkliste für nutzerfreundliche Second-Screen-Anwendungen erstellt.

Prof. Dr. Christian Wolff und Valentin Lohmüller, M. Sc., wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Medieninformatik, brachten in die Nutzungsverhalten-Studie ihre Kompetenz im Bereich User Experience ein. Sie stellten mit der Methode einer sogenannten Cultural Probe bei über 96 Prozent aller Fernsehevents die Nutzung eines Second Screens fest.

„Obwohl fast alle Zuschauer ihr Handy beim Fernsehen benutzten, taten es die wenigsten, um mit dem TV-Inhalt zu interagieren, sondern eher, um nebenbei zu chatten oder um in sozialen Netzwerken teilzunehmen“, berichtet Prof. Wolff. Viele Nutzer wünschen sich aber Funktionen zum direkten Mitspielen, Diskutieren oder zur Anzeige von Informationen zum laufenden TV-Programm auf dem Handy.

Angebote und nutzerfreundliche Apps hierzu gibt es noch wenig. Außerdem ist die Steuerung mit der Fernbedienung oftmals umständlich und bei komplexen Prozessen wie Einkäufen oder Reservierungen nahezu unmöglich. MEKmedia hat das Potenzial hinter dieser Problematik früh erkannt. Es fehlte an einer universell einsetzbaren Technologie, einer Multiplattformlösung, mit der TV-Apps auf dem Fernseher durch mobile Endgeräte benutzerfreundlich und herstellerunabhängig gesteuert werden können.

„Unsere These lautet: Das Handy wird die Fernbedienung der Zukunft“, so MEKmedia-Geschäftsführer Matthias Moritz. Die Studie liefert nun Ergebnisse, die helfen, nutzerfreundliche Second Screen Apps zu entwickeln, mit denen zugleich der Smart TV intuitiv und einfach angesteuert werden kann. MEKmedia hat diese Erkenntnisse bereits bei Second Screen Apps für die Automobilbranche umgesetzt.

Die Ergebnisse und die heuristische Checkliste für Second Screen Apps aus dem Projekt stellen Prof. Wolff und MEKmedia auf einem eigenen Panel auf den Medientagen München 2018 vor, am 25. Oktober um 17.30 Uhr.

Über MEKmedia
Die MEKmedia GmbH ist führender Technologiepartner im Smart TV Business. Das 2007 gegründete Unternehmen programmiert, implementiert und hostet Smart TV-Applikationen für alle Smart TV-Plattformen. Mit TV Apps produziert MEKmedia neue Formate für die Unternehmens- und Markenkommunikation und setzt Inhalte auf dem TV-Gerät in fernsehoptimierter Darstellung um. Außerdem erledigt das in Furth im Wald (Bayern) ansässige Unternehmen für Kunden das gesamte administrative Management und die Logistik rund um das Thema Smart TV.

Wissenschaftliche Ansprechpartner:

Prof. Dr. Christian Wolff
Lehrstuhl für Medieninformatik
Universität Regensburg
Telefon: 0941 943-3386
E-Mail: christian.wolff@ur.de

Christina Glaser | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Berichte zu: Apps Fernbedienung Handy Medieninformatik Screen Smart Smartphone TV-Gerät Tablet mobile Endgeräte

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Ausgefeilte Videotechnologie lenkt von Werbung ab
16.10.2018 | Alpen-Adria-Universität Klagenfurt

nachricht Erstes Kreuzfahrtschiff mit Fraunhofer 3D-Sound
05.09.2018 | Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie IDMT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Rasende Elektronen unter Kontrolle

Die Elektronik zukünftig über Lichtwellen kontrollieren statt Spannungssignalen: Das ist das Ziel von Physikern weltweit. Der Vorteil: Elektromagnetische Wellen des Licht schwingen mit Petahertz-Frequenz. Damit könnten zukünftige Computer eine Million Mal schneller sein als die heutige Generation. Wissenschaftler der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) sind diesem Ziel nun einen Schritt nähergekommen: Ihnen ist es gelungen, Elektronen in Graphen mit ultrakurzen Laserpulsen präzise zu steuern.

Eine Stromregelung in der Elektronik, die millionenfach schneller ist als heutzutage: Davon träumen viele. Schließlich ist die Stromregelung eine der...

Im Focus: UNH scientists help provide first-ever views of elusive energy explosion

Researchers at the University of New Hampshire have captured a difficult-to-view singular event involving "magnetic reconnection"--the process by which sparse particles and energy around Earth collide producing a quick but mighty explosion--in the Earth's magnetotail, the magnetic environment that trails behind the planet.

Magnetic reconnection has remained a bit of a mystery to scientists. They know it exists and have documented the effects that the energy explosions can...

Im Focus: Eine kalte Supererde in unserer Nachbarschaft

Der sechs Lichtjahre entfernte Barnards Stern beherbergt einen Exoplaneten

Einer internationalen Gruppe von Astronomen unter Beteiligung des Max-Planck-Instituts für Astronomie in Heidelberg ist es gelungen, beim nur sechs Lichtjahre...

Im Focus: Mit Gold Krankheiten aufspüren

Röntgenfluoreszenz könnte neue Diagnosemöglichkeiten in der Medizin eröffnen

Ein Präzisions-Röntgenverfahren soll Krebs früher erkennen sowie die Entwicklung und Kontrolle von Medikamenten verbessern können. Wie ein Forschungsteam unter...

Im Focus: Ein Chip mit echten Blutgefäßen

An der TU Wien wurden Bio-Chips entwickelt, in denen man Gewebe herstellen und untersuchen kann. Die Stoffzufuhr lässt sich dabei sehr präzise dosieren.

Menschliche Zellen in der Petrischale zu vermehren, ist heute keine große Herausforderung mehr. Künstliches Gewebe herzustellen, durchzogen von feinen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Kalikokrebse: Erste Fachtagung zu hochinvasiver Tierart

16.11.2018 | Veranstaltungen

Können Roboter im Alter Spaß machen?

14.11.2018 | Veranstaltungen

Tagung informiert über künstliche Intelligenz

13.11.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Mikroplastik in Kosmetik

16.11.2018 | Studien Analysen

Neue Materialien – Wie Polymerpelze selbstorganisiert wachsen

16.11.2018 | Materialwissenschaften

Anomale Kristalle: ein Schlüssel zu atomaren Strukturen von Schmelzen im Erdinneren

16.11.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics