Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Content-Marketing: In der Praxis angekommen - Studie zu Content-Marketing-Strategien

15.07.2016

Unternehmen bescheinigen dem Content-Marketing ein großes Zukunftspotential, allerdings sind sie mit der Umsetzung der Kampagnen und mit den internen Prozessen noch nicht zufrieden. Auch die Erfolgsmessung steckt noch in den Kinderschuhen. Das sind unter anderem die Ergebnisse einer neuen Studie von Prof. Dr. Hans-Christian Riekhof und Teresa Jacobi von der PFH Private Hochschule Göttingen.

Content-Marketing, also der Weg, mit informierenden, beratenden oder unterhaltenden Inhalten die Zielgruppen anzusprechen, wird branchenübergreifend intensiv diskutiert. Die Studienlage dazu in Deutschland ist allerdings noch recht dünn. Die Untersuchung "Content-Marketing-Strategien in der Unternehmenspraxis" gibt nun Einblicke.


Stellenwert des Content-Marketings in Unternehmen

Grafik: PFH Göttingen


Budget für Content-Marketing

Grafik: PFH Göttingen

An der vorliegenden Studie der PFH Göttingen nahmen 165 Unternehmen teil. Diese haben die Autoren im Zeitraum November 2015 bis Januar 2016 befragt. "Rund die Hälfte der befragten Unternehmen macht Content-Marketing zum festen Bestandteil der Marketingkommunikation. Man kann mit einiger Berechtigung sagen: Content-Marketing ist in der Praxis angekommen", sagt Prof. Dr. Hans-Christian Riekhof, Professor für Internationales Marketing an der PFH.

Die wichtigsten Befunde
In mehr als der Hälfte der befragten Unternehmen ist Content-Marketing bereits zum festen Bestandteil der Unternehmenskommunikation geworden – für 16 Prozent der großen Unternehmen ist es sogar eines der zentralen Elemente der Marketingkommunikation. 52 Prozent der großen Unternehmen geben an, dass Content-Marketing ein sehr hohes Zukunftspotential hat. Allerdings: Nur jedes Fünfte der großen Unternehmen hat dafür ein schriftlich fixiertes, verabschiedetes Strategiekonzept.

In nur einem kleinen Teil der Unternehmen gibt es heute separate Budgets für das Content-Marketing. 80 Prozent der großen Unternehmen und mehr als die Hälfte der mittleren/kleineren Unternehmen sagen aber, dass das Budget dafür zukünftig sehr viel höher oder höher ausfallen wird.

Woher stammen die Ideen für die Stories, von denen das Content-Marketing lebt? Der wichtigste Ideenlieferant ist heute der Bereich Marketing/Sales mit 80 Prozent der Nennungen. Kunden sowie Forschung und Entwicklung werden von jeweils 37 Prozent der Unternehmen genannt – vermutlich liegen hier nicht ausgeschöpfte Potentiale für spannende Geschichten.

Thematisch bestimmen am häufigsten die Produkte das Content-Marketing. Sie stehen mit 71 Prozent der Nennungen an erster Stelle. "Das ist einerseits naheliegend, andererseits besitzen möglicherweise gerade andere Themenbereiche wie Events, Mitarbeiter, Kunden oder auch die Unternehmenswerte ein hohes Potential, um gute und aufmerksamkeitsstarke Stories zu entwickeln", sagt Riekhof.

Erfolgsmessung ist Neuland
Die Erfolgsmessung für Content-Marketing steckt noch in den Kinderschuhen, und auch der Cross-Channel-Effizienzvergleich findet nur in wenigen Unternehmen regelmäßig und standardisiert statt. Die Medialeistung der Content-Marketing-Kampagnen wird in der überwiegenden Mehrheit der Unternehmen weder in Form der Kennzahl Tausend-Kontakt-Preis noch in Form eingesparter Medialeistungen bewertet. Der große wirtschaftliche Vorteil des Content-Marketings wird damit gar nicht systematisch erfasst.

Ob das Content-Marketing tatsächlich zu einem neuen Paradigma für die gesamte Marketinglehre und -praxis werden wird, wie manche Verantwortliche prognostizieren, muss sich in den kommenden Jahren zeigen. "Ein beachtliches Potential dazu hat es offenbar, wie unsere Studie zeigt", resümiert Riekhof.

Die Studie steht zum Download bereit unter www.pfh.de/studien

Methodischer Hintergrund der Studie
Die empirische Untersuchung haben die Autoren mittels eines Fragebogens durchgeführt, der die fünf genannten Bausteine des Content-Marketing-Prozesses aufgreift. Dieser umfasst 24 inhaltliche Fragen sowie weitere acht Fragen zur antwortenden Person und zum befragten Unternehmen. Die Erhebung fand im Zeitraum vom 24. November 2015 bis zum 31. Januar 2016 statt. 1.850 Unternehmensvertreter erhielten den Fragebogen, es haben 165 Unternehmen an der Umfrage teilgenommen. Die Rücklaufquote liegt damit bei 8,9 Prozent. Damit kann und will diese Studie keine Repräsentativität beanspruchen. Gleichwohl zeigt sich bei der Betrachtung der Ergebnisse, dass in den Antworten ein guter Branchenquerschnitt erreicht wurde. Ferner konnten auch Unternehmen der verschiedensten Größenklassen einbezogen werden, so dass sich auch hier erste Einblicke gewinnen lassen.

Weitere Informationen:

http://www.pfh.de/studien - Download der Studie

Peter Diehl | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Warum Alexa, Siri & Co. uns nicht immer verstehen
09.05.2019 | Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

nachricht Kommunikationstechnologien auf dem Prüfstand
05.03.2019 | Universität Paderborn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hohlraum vermittelt starke Wechselwirkung zwischen Licht und Materie

Forschern ist es gelungen, mithilfe eines mikroskopischen Hohlraumes eine effiziente quantenmechanische Licht-Materie-Schnittstelle zu schaffen. Darin wird ein einzelnes Photon bis zu zehn Mal von einem künstlichen Atom ausgesandt und wieder absorbiert. Das eröffnet neue Perspektiven für die Quantentechnologie, berichten Physiker der Universität Basel und der Ruhr-Universität Bochum in der Zeitschrift «Nature».

Die Quantenphysik beschreibt Photonen als Lichtteilchen. Will man ein einzelnes Photon mit einem einzelnen Atom interagieren lassen, stellt dies aufgrund der...

Im Focus: A cavity leads to a strong interaction between light and matter

Researchers have succeeded in creating an efficient quantum-mechanical light-matter interface using a microscopic cavity. Within this cavity, a single photon is emitted and absorbed up to 10 times by an artificial atom. This opens up new prospects for quantum technology, report physicists at the University of Basel and Ruhr-University Bochum in the journal Nature.

Quantum physics describes photons as light particles. Achieving an interaction between a single photon and a single atom is a huge challenge due to the tiny...

Im Focus: Freiburger Forschenden gelingt die erste Synthese eines kationischen Tetraederclusters in Lösung

Hauptgruppenatome kommen oft in kleinen Clustern vor, die neutral, negativ oder positiv geladen sein können. Das bekannteste neutrale sogenannte Tetraedercluster ist der weiße Phosphor (P4), aber darüber hinaus sind weitere Tetraeder als Substanz isolierbar. Es handelt sich um Moleküle aus vier Atomen, deren räumliche Anordnung einem Tetraeder aus gleichseitigen Dreiecken entspricht. Bisher waren neben mindestens sechs neutralen Versionen wie As4 oder AsP3 eine Vielzahl von negativ geladenen Tetraedern wie In2Sb22– bekannt, jedoch keine kationischen, also positiv geladenen Varianten.

Ein Team um Prof. Dr. Ingo Krossing vom Institut für Anorganische und Analytische Chemie der Universität Freiburg ist es gelungen, diese positiv geladenen...

Im Focus: Die schnellste Ameise der Welt - Wüstenflitzer haben kurze Beine, aber eine perfekte Koordination

Silberameisen gelten als schnellste Ameisen der Welt - obwohl ihre Beine verhältnismäßig kurz sind. Daher haben Forschende der Universität Ulm den besonderen Laufstil dieses "Wüstenflitzers" auf einer Ameisen-Rennstrecke ergründet. Veröffentlicht wurde diese Entdeckung jüngst im „Journal of Experimental Biology“.

Sie geht auf Nahrungssuche, wenn andere Siesta halten: Die saharische Silberameise macht vor allem in der Mittagshitze der Sahara und in den Wüsten der...

Im Focus: Fraunhofer FHR zeigt kontaktlose, zerstörungsfreie Qualitätskontrolle von Kunststoffprodukten auf der K 2019

Auf der K 2019, der Weltleitmesse für die Kunststoff- und Kautschukindustrie vom 16.-23. Oktober in Düsseldorf, demonstriert das Fraunhofer-Institut für Hochfrequenzphysik und Radartechnik FHR das breite Anwendungsspektrum des von ihm entwickelten Millimeterwellen-Scanners SAMMI® im Kunststoffbereich. Im Rahmen des Messeauftritts führen die Wissenschaftler die vielseitigen Möglichkeiten der Millimeterwellentechnologie zur kontaktlosen, zerstörungsfreien Prüfung von Kunststoffprodukten vor.

Millimeterwellen sind in der Lage, nicht leitende, sogenannte dielektrische Materialien zu durchdringen. Damit eigen sie sich in besonderem Maße zum Einsatz in...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

13. Aachener Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung – »Collaborate to Innovate: Making the Net Work«

22.10.2019 | Veranstaltungen

Serienfertigung von XXL-Produkten: Expertentreffen in Hannover

22.10.2019 | Veranstaltungen

Digitales-Krankenhaus – wo bleibt der Mensch?

21.10.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

13. Aachener Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung – »Collaborate to Innovate: Making the Net Work«

22.10.2019 | Veranstaltungsnachrichten

Studenten entwickeln einen Koffer, der automatisch auf Schritt und Tritt folgt

22.10.2019 | Innovative Produkte

Chemikern der Universität Münster gelingt Herstellung neuartiger Lewis-Supersäuren auf Phosphor-Basis

22.10.2019 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics