Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bundesweit einmaliger Studiengang: Qualifikation im Bereich Medienrecht schließt Marktlücke

26.04.2002


Universität Mainz und Mainzer Medieninstitut e.V. unterzeichnen Kooperationsvertrag / Weitere Profilierung der Medienwissenschaften

Die Kooperation zwischen der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und dem Mainzer Medieninstitut e.V. schließt eine Marktlücke. Ziel dieser Zusammenarbeit ist es, im Rahmen eines zweisemestrigen Weiterbildungsstudienganges Absolventen rechtswissenschaftlicher oder geeigneter anderer Hochschulstudiengänge im Bereich Medienrecht zu qualifizieren. Denn während der Europäisierung des Rechts durch zahlreiche Aufbau- und Weiterbildungsstudiengänge bereits Rechnung getragen wurde, gab es bisher noch keine vergleichbare Weiterbildung auf dem Gebiet Medienrecht. "Diese Lücke soll der Studiengang als neues - und bundesweit bisher einziges - Angebot einer umfassenden Ausbildung im Medienrecht schließen", erklärt der Präsident der Johannes Gutenberg-Universität Mainz,
Univ.-Prof. Dr. Jörg Michaelis, im Rahmen der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages, "zudem freut es mich ganz besonders, dass wir mit diesem Weiterbildungsstudiengang zu einer weiteren Profilierung der medienwissenschaftlichen Fächer an unserer Universität wie auch des Medienstandortes Mainz beitragen."

Im Zeitalter der Informationsgesellschaft ist die Medienbranche von einem enormen Wachstum und weit reichenden technischen Innovationen geprägt. Multimediakompetenz ist deshalb ein Muss für viele Berufszweige. Die sich ständig wandelnde Medienlandschaft und die Konvergenz der Medien stellt immer mehr auch die Medienordnung auf den Prüfstand. Neue Geschäftsbereiche und -wege sowie der erleichterte Zugang zu Massenmedien und Kommunikationswegen für die Endverbraucher werfen neue Rechtsfragen auf, die mit den herkömmlichen Regelungswerken nicht oder nur unzureichend zu beantworten sind. Das Medienrecht durchdringt inzwischen sehr viele Rechtsgebiete. Nicht nur Presserecht, Rundfunkrecht und das sogenannte Recht der neuen Medien regulieren den Medienbereich, sondern auch die allgemeinen Rechtsgebiete wie Verfassungs-, Verwaltungs- und Strafrecht sowie Urheber-, Wettbewerbs- und Kartellrecht. "Die Medien befinden sich national und international in einem Geflecht von Regelungswerken, die oftmals nur sehr enge Handlungsspielräume lassen", so der Vorsitzende des Mainzer Medieninstituts e.V. Chef der Staatskanzlei und Staatssekretär, Klaus Rüter, "Medienpolitik sowohl in der Geschäftspolitik als auch in der Gestaltungspolitik kann nur machen, wer dieses Geflecht versteht."

Mit der wachsenden Bedeutung medienrechtlicher Fragestellungen entsteht folglich ein erhöhter Bedarf an Juristen und Mitarbeitern, die über spezielle medienrechtliche Qualifikationen verfügen. Trotz seiner immer größer werdenden Bedeutung ist das Medienrecht jedoch an den meisten Universitäten auf einzelne Veranstaltungen beschränkt. "Mit dem Weiterbildungsstudiengang Medienrecht verfügt die Johannes Gutenberg-Universität Mainz über ein in ganz Deutschland einmaligen Angebot", bestätigt der Direktor des Mainzer Medieninstituts, Prof. Dr. Dieter Dörr, "wir schließen eine Lücke, die von allen Rundfunkveranstaltern und Medienunternehmen seit langem empfunden wurde."

Praxisnahe Qualifikation
Durch Kombination von wissenschaftlicher und unternehmerischer Sichtweise werden fundierte Kenntnisse gerade auch im Hinblick auf die sich ständig entwickelnde Medienlandschaft vermittelt. Denn der Studiengang versteht sich nicht als rein akademische Ausbildung, sondern als praxisnahe Ergänzung und Vertiefung bereits erworbener Rechtskenntnisse oder Berufserfahrungen in diesem Bereich. Wegen der umfassenden Behandlung sowohl privatrechtlicher als auch öffentlich-rechtlicher Rechtsgebiete ist er gleichermaßen für Beschäftigte in Unternehmen, Kanzleien sowie Medieneinrichtungen geeignet.

Der Weiterbildungsstudiengang richtet sich vor allem an Absolventen der rechts- bzw. wirtschaftswissenschaftlichen Fakultäten, die Kenntnisse in den verschiedenen Bereichen des Medienrechts erwerben oder vertiefen wollen. Auch Berufstätigen, die bereits seit einigen Jahren im Medienbereich tätig sind, bietet der Studiengang eine Aktualisierung ihres Wissens auf dem sich ständig wandelnden und fortentwickelnden Rechtsgebiet. Um Referendaren und jungen Berufstätigen zu ermöglichen, den Studiengang berufsbegleitend zu absolvieren, wird ein Großteil der Lehrveranstaltungen als Blockunterricht angeboten.

Der Studienaufbau und die Inhalte
Das Studium vermittelt neben den Grundlagen in den wichtigsten Bereichen des Medienrechts auch Einblicke in Randbereiche und behält den Praxisbezug immer im Auge. Dabei werden auch kommunikations- und politikwissenschaftliche sowie journalistische und publizistische Aspekte in den Studiengang integriert. Das Studium dauert zwei Semester und umfasst mindestens 15 verschiedene Lehrveranstaltungen. Für die Teilnahme wird eine Studiengebühr von 1500 Euro pro Semester erhoben. Für Teilnehmer, die den Studiengang berufsbegleitend über mehrere Semester strecken, kann diese entsprechend gemindert, in Härtefällen auch erlassen werden.

Weitere Informationen:
Univ.-Professor Dr. Dieter Dörr
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Direktor des Mainzer Medieninstituts
Kaiserstraße 32, 55116 Mainz
Tel.: 06131/1449250
Fax: 06131/1449260
E-Mail: info@mainzer-medieninstitut.de

Petra Giegerich | idw

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Erstes Kreuzfahrtschiff mit Fraunhofer 3D-Sound
05.09.2018 | Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie IDMT

nachricht Kleines Gehäuse, großer Klang, klare Sprache
31.08.2018 | Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie IDMT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Erstmals gemessen: Wie lange dauert ein Quantensprung?

Mit Hilfe ausgeklügelter Experimente und Berechnungen der TU Wien ist es erstmals gelungen, die Dauer des berühmten photoelektrischen Effekts zu messen.

Es war eines der entscheidenden Experimente für die Quantenphysik: Wenn Licht auf bestimmte Materialien fällt, werden Elektronen aus der Oberfläche...

Im Focus: Scientists present new observations to understand the phase transition in quantum chromodynamics

The building blocks of matter in our universe were formed in the first 10 microseconds of its existence, according to the currently accepted scientific picture. After the Big Bang about 13.7 billion years ago, matter consisted mainly of quarks and gluons, two types of elementary particles whose interactions are governed by quantum chromodynamics (QCD), the theory of strong interaction. In the early universe, these particles moved (nearly) freely in a quark-gluon plasma.

This is a joint press release of University Muenster and Heidelberg as well as the GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt.

Then, in a phase transition, they combined and formed hadrons, among them the building blocks of atomic nuclei, protons and neutrons. In the current issue of...

Im Focus: Der Truck der Zukunft

Lastkraftwagen (Lkw) sind für den Gütertransport auch in den kommenden Jahrzehnten unverzichtbar. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Technischen Universität München (TUM) und ihre Partner haben ein Konzept für den Truck der Zukunft erarbeitet. Dazu zählen die europaweite Zulassung für Lang-Lkw, der Diesel-Hybrid-Antrieb und eine multifunktionale Fahrerkabine.

Laut der Prognose des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur wird der Lkw-Güterverkehr bis 2030 im Vergleich zu 2010 um 39 Prozent steigen....

Im Focus: Extrem klein und schnell: Laser zündet heißes Plasma

Feuert man Lichtpulse aus einer extrem starken Laseranlage auf Materialproben, reißt das elektrische Feld des Lichts die Elektronen von den Atomkernen ab. Für Sekundenbruchteile entsteht ein Plasma. Dabei koppeln die Elektronen mit dem Laserlicht und erreichen beinahe Lichtgeschwindigkeit. Beim Herausfliegen aus der Materialprobe ziehen sie die Atomrümpfe (Ionen) hinter sich her. Um diesen komplexen Beschleunigungsprozess experimentell untersuchen zu können, haben Forscher aus dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) eine neuartige Diagnostik für innovative laserbasierte Teilchenbeschleuniger entwickelt. Ihre Ergebnisse erscheinen jetzt in der Fachzeitschrift „Physical Review X“.

„Unser Ziel ist ein ultrakompakter Beschleuniger für die Ionentherapie, also die Krebsbestrahlung mit geladenen Teilchen“, so der Physiker Dr. Thomas Kluge vom...

Im Focus: Bio-Kunststoffe nach Maß

Zusammenarbeit zwischen Chemikern aus Konstanz und Pennsylvania (USA) – gefördert im Programm „Internationale Spitzenforschung“ der Baden-Württemberg-Stiftung

Chemie kann manchmal eine Frage der richtigen Größe sein. Ein Beispiel hierfür sind Bio-Kunststoffe und die pflanzlichen Fettsäuren, aus denen sie hergestellt...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

12. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

20.09.2018 | Veranstaltungen

Gesundheitstipps und ein virtueller Tauchgang zu Korallenriffen

20.09.2018 | Veranstaltungen

Internationale Experten der Orthopädietechnik tagen in Göttingen

19.09.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Bei Depressionen ist Hirnregion zur Stresskontrolle vergrößert

20.09.2018 | Biowissenschaften Chemie

12. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

20.09.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Was Einstein noch nicht wusste

20.09.2018 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics