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2,71 Milliarden Euro Online-Werbeumsätze im Jahr 2007

26.09.2007
Trotz Rekordjahr: Medienpolitische Rahmenbedingungen in der Kritik

Die Online-Werbung wächst weiter in einem atemberaubenden Tempo.

Das ist das Fazit des heute auf der Fachmesse OMD in Düsseldorf vorgestellten Report des Online-Vermarkterkreises (OVK) im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. Demnach steigen die Werbeumsätze 2007 auf ein Gesamtvolumen von mindestens 2,71 Milliarden Euro. Einzig die aktuellen Entwicklungen im medienpolitischen Bereich trüben die gute Stimmung der Branche. So sieht der Branchenverband im Ausbau der Online-Aktivitäten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks eine drastische Wettbewerbsverzerrung zu Ungunsten der Privatwirtschaft und fordert daher eine Reform des dualen Rundfunksystems.

Mit den frisch veröffentlichten Zahlen korrigieren die OVK-Experten ihre im Frühjahr getroffene Prognose um rund 180 Millionen Euro nach oben. Den größten Anteil können klassische Werbeformen wie Banner und andere grafische Werbeelemente mit 1,31 Milliarden Euro verbuchen. In die Suchwort-Vermarktung investieren Werbetreibende im laufenden Jahr voraussichtlich 1,19 Milliarden Euro, Affiliate-Netzwerke kommen auf 210 Millionen Euro. Der neue Report kann kostenlos auf den Webseiten des BVDW und des OVK bezogen werden.

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Der OVK-Vorsitzende Paul Mudter sieht die Prognose des Online-Vermarkterkreises ein weiteres Mal mehr als bestätigt und blick zuversichtlich nach vorn: "Alle Vorzeichen deuten derzeit auf ein anhaltendes und überdurchschnittliches Wachstum der Branche."

Zufrieden zeigen sich indes auch die Aussteller der OMD.

Besucherströme in den Gängen und volle Auftragsbücher sorgen für ein äußerst lebhaftes Messegeschehen. "Wir freuen uns, dass wir nach dem großen Sprung, den die OMD im letzten Jahr gemacht hat, noch einmal nachlegen konnten. Noch mehr Besucher und ein Ausstellerrekord sprechen für sich", zieht der OVK-Vize Frank Bachér (eBay Advertising Group GmbH) ein vorläufiges Fazit.

Medienpolitische Rahmenbedingungen trüben gute Stimmung

Sorgen bereiten den Experten indes die medienpolitischen Rahmenbedingungen. So fürchtet BVDW-Präsident Arndt Groth angesichts des jüngsten Urteils des Bundesverfassungsgerichts (BVG) hinsichtlich der Festsetzung der Rundfunkgebühren, eine zunehmende Wettbewerbsverzerrung zu Ungunsten der privatwirtschaftlichen Unternehmen: "Ich kann nur dringend davor warnen, das Urteil als Persilschein für den weiteren Ausbau der Online-Aktivitäten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zu verstehen. Schon das aktuelle Webangebot von ARD und ZDF geht in Art und Umfang über die erforderliche Grundversorgung hinaus", so Arndt Groth. Das gesamte duale Rundfunksystem gehöre vor diesem Hintergrund sowie der anstehenden EU-Fernsehrichtlinie auf den Prüfstand. "Es kann nicht sein, dass einerseits mit Gebührensubventionen die Angebote über den eigentlichen Bedarf hinaus ausgebaut werden und andererseits der Privatwirtschaft immense Kosten für die Speicherung von Verbindungsdaten aufgebürdet werden. Dieses Geld würden die Unternehmen viel lieber in die Weiterentwicklung ihrer Plattformen investieren - das ist eine massive Wettbewerbsverzerrung", kritisiert Arndt Groth.

Weitere Herausforderungen sieht der BVDW in den Bereichen Jugend- und Verbraucherschutz. Die hohen Anforderungen durch den deutschen Gesetzgeber sorgen auch hier nach Einschätzung der Experten für ein Ungleichgewicht im internationalen Vergleich. "Angesichts dieser Rahmenbedingungen kann es kaum verwundern, dass andere Länder wie England, die USA, Dänemark oder die Niederlande dem deutschen Markt noch deutlich voraus sind, was die Online-Werbeinvestitionen pro Nutzer angeht", resümiert Paul Mudter.

Der OVK-Report kann unter www.bvdw.org oder www.ovk.de kostenlos herunter geladen werden.

Über den BVDW:

Der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. ist die Interessenvertretung aller am digitalen Wertschöpfungsprozess beteiligten Unternehmen.

Der BVDW steht im ständigen Dialog mit Politik, Öffentlichkeit und anderen Interessengruppen (Verbraucherorganisationen, andere Branchenverbände etc.), um ergebnisorientiert, praxisnah und effektiv die dynamische Entwicklung der Branche zu unterstützen.

Zudem bietet der BVDW ein Expertennetzwerk, das Unternehmen und Interessierten innerhalb wie außerhalb der Branche schnell und gezielt Antworten auf konkrete Fragestellungen rund um die Lösungen der Digitalen Wirtschaft liefert.

Der BVDW bietet ein umfangreiches Service- und Informationsportfolio für seine Mitgliedsunternehmen. Er hat sich zur Aufgabe gemacht, Effizienz und Nutzen digitaler Technologien transparent zu machen und so den Einsatz in der Gesamtwirtschaft, Gesellschaft und Administration zu fördern.

Über den OVK:

Der Online-Vermarkterkreis (OVK) ist das zentrale Gremium der führenden deutschen Onlinevermarkter und gehört zum Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW). Ziel des gemeinsamen Auftritts ist es, der Gattung Online noch mehr Gewicht im Markt zu verleihen.

Mitglieder des Online-Vermarkterkreises im BVDW sind die Unternehmen Ad2Net, AdLink Internet Media, allesklar.com/meinestadt.de, AOL Deutschland, Bauer Media, Bild.T-Online.de, G+J Electronic Media Sales, GWP online marketing, InteractiveMedia CCSP, IP Deutschland, Lycos Europe, Mairdumont Media, Microsoft Digital Advertising Solutions, mobile.de, netpoint media, Quality Channel, SevenOne Interactive, Scout24 Media, Tomorrow Focus, United Internet Media, Yahoo! Deutschland und Yahoo! Search Marketing.

Björn Kaspring | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.bvdw.org

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