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UMTS - von der Vision zur Realisierung

14.03.2002


  • BITKOM-Mitglieder präsentieren UMTS-Geräte, -Dienste und -Anwendungen auf der CeBIT 2002
  • Auch Politik muss Beitrag zur Förderung von UMTS leisten
  • Neue Studie zu UMTS-Diensten

Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) hat zum CeBIT-Auftakt den hohen Stellenwert von UMTS auf dieser weltgrößten ITK-Messe unterstrichen. BITKOM erteilt der anhaltenden Schwarzmalerei mancher Analysten zu UMTS eine deutliche Absage. Viel wichtiger sei, die Rahmenbedingungen der Mobilkommunikationsbranche in Deutschland entscheidend zu verbessern. Peter Wagner, Mitglied des BITKOM-Hauptvorstands, forderte die Politik auf, alle Beteiligten an einen Tisch zu rufen, um gemeinsame Strategien zu entwickeln, mit denen der UMTS-Markt möglichst schnell angeschoben und Hindernisse beseitigt werden können. Wagner: „Netzbetreiber, Hersteller, Anbieter von Diensten und Politik müssen zusammen an einem Strang ziehen.“ Es sei nicht hinnehmbar, dass die Regierung knapp 51 Mrd. Euro für die Lizenzen einstreiche, danach die Branche mit den Auswirkungen allein lasse und obendrein auf kommunaler Ebene der Aufbau der erforderlichen Infrastruktur behindert würde. Anstatt sich wie aktuell um die Verteilung der Lizenzeinnahmen vor dem Bundesverfassungsgericht zu streiten, sollte man sich darauf verständigen, mit welchen Maßnahmen die Entwicklung und Verbreitung von UMTS-Diensten gefördert werden können. Die im BITKOM organisierten Unternehmen haben bereits ihre Bereitschaft zu einem konstruktiven Dialog signalisiert. Nun sei es an der Politik dieses Gesprächsangebot aufzugreifen.

Gerade im kommunalen Bereich können zahlreiche Dienste auf Grundlage so genannter Location Based Services angeboten werden. Interaktive Verkehrs- und Parkleitsysteme, Informationssysteme des ÖPNV, Touristinformationssysteme mit direktem Zugriff für mobile Nutzer sind nur einige Beispiele. Auf Basis von des Standards GPRS sind in der Wirtschaft bereits viele Angebote entstanden, die den Weg für UMTS bereiten und schnell von den erweiterten Möglichkeiten von UMTS profitieren können. Bund, Länder, Kommunen und kommunale Betriebe sollten hier nicht hinten anstehen. Vor allem die öffentlichen Verwaltungen und Betriebe sollten dabei nach BITKOM-Ansicht eine Vorreiterrolle bei der Einführung und Nutzung der Dienste übernehmen. Staatliche Investitionen in diesem Bereich würden nicht nur dafür sorgen, dass ein Teil der annähernd 51 Milliarden Euro, die der Branche bei der Auktion entzogen wurden, wieder zurück fließen, sondern zugleich Deutschlands Position im Standortwettbewerb der Zukunft verbessern. Zudem sind sie ein Gewinn für das Gemeinwesen und es können erhebliche Einsparpotenziale in den Kommunen realisiert werden.

Die diesjährige CeBIT ist laut Wagner ein Schaufenster der UMTS-Möglichkeiten. Auf vielen Messeständen kann die UMTS-Welt schon vor dem eigentlichen Netzstart erlebt werden: vom selbstgeführten UMTS-Telefonat, Multimedia Messaging Services (MMS), Videostreaming bis zu mobilen Intranet- und Internet-Access. Wagner: „UMTS ist bereits heute mehr als eine Vision“.

Dies belegen auch Zahlen zu UMTS-Diensten, die Dr. Bernd Eylert, Chairman des UMTS-Forums, vorstellte. Im UMTS-Forum sind Hersteller, Netzbetreiber, Diensteanbieter und Regierungsorganisationen zusammengeschlossen, die auf globaler Basis an der Entwicklung von UMTS arbeiten. Bereits heute verwenden in den GSM-Netzen immer mehr Nutzer ihr Handy nicht ausschließlich zum Telefonieren. Neben SMS kommt Spielen, die auf das Handy geladen werden können, eine wachsende Bedeutung zu. Mobile Infotainment, also die Kombination von Information und Unterhaltung, wird bei UMTS schon zu Beginn eine herausragende Rolle spielen und soll in 2005 von ¾ aller UMTS-Teilnehmer genutzt werden. Der SMS-Nachfolger Multimedia Messaging Service wird sowohl im privaten wie auch im Business Bereich ein weiteres Standbein bilden und von bald jedem zweiten Teilnehmer genutzt werden. Der mobile Zugriff auf Firmennetze und der mobile Internetzugang werden an Bedeutung gewinnen. Während in 2005 nach aktuellen Berechnungen erst gut jeder dritte UMTS-Teilnehmer diesen Dienst nutzen wird, soll es in 2010 mehr als jeder zweite sein. Die Analysen des UMTS-Forum gehen davon aus, dass 2005 weltweit ca. 100 Millionen Teilnehmer mit UMTS telefonieren. Bis 2010 soll sich diese Zahl mit 630 Millionen UMTS-Nutzern mehr als versechsfacht haben.

Iris Köpke | Presseinfo

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