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Abkühlung des globalen Werbemarkts für 2007 erwartet

04.12.2006
Online bald stärker als traditionelle Medien

Analysten des Finanzberaterunternehmens Merrill Lynch sowie der Werbeagenturen ZenithOptimedia und GroupM sagen für 2007 einen Rückgang der Ausgaben am weltweiten und US-Werbemarkt voraus. Verlagerungen in neue Medien wie das Internet und die Fragmentierung der Zielgruppen werden als Ursachen für das verlangsamte Wachstum angegeben, heißt es im Wall Street Journal. Angeheizt werden die wachsenden Online-Werbeausgaben laut den Analysten von Werbung auf Online-Video- und Social-Networking-Sites. Traditionelle Medien leiden unter zunehmendem Preisdruck, der vom Internet, das neue, günstigere Werbemöglichkeiten bietet, und den traditionellen Medien, die alternative Wege gehen, erzeugt wird.

Auch in Deutschland geht der Trend 2007 deutlich in Richtung Internetwerbung. "Die Werbebudgets werden nicht erhöht, stattdessen suchen die Werber nach effizienten Werbemöglichkeiten, die das Internet bieten kann", sagt Norman Wagner, Director Marketing und Sales der Thomson Media Control, gegenüber pressetext. In der Regel würden deutsche Unternehmen 80 Prozent des Werbebudgets in traditionelle Medien und 20 Prozent in Onlinewerbung investieren. Von mindestens einem Unternehmen sei Wagner bekannt, dass dieses Verhältnis im kommenden Jahr genau umgekehrt werde.

Die rasant wachsenden US-Ausgaben bei Onlinewerbung würden sich 2007 laut Merrill Lynch und GroupM etwas abkühlen, sollen aber im zweistelligen Bereich bleiben. ZenithOptimedia hingegen sagt hier einen Anstieg der Ausgaben von 25 Prozent in diesem Jahr auf 29 Prozent für 2007 voraus. Dennoch bleiben die globalen Werbeanteile der Onlinemedien weiterhin gering und belaufen sich für 2006 Schätzungen zu Folge auf 5,8 Prozent. Bis 2009 sollen die Anteile auf zehn Prozent ansteigen, so ZenithOptimedia. Fernsehen hält 37 Prozent an den weltweiten Werbeausgaben.

Im Rahmen der Anpassung von Werbestrategien setzen US-Kabel-TV-Betreiber zunehmend auf lokale Werber, die traditionell die Domäne von Radiosendern und Zeitungen sind. Gemeinsam mit dem Internet führe diese Konkurrenz zu vernünftigeren Preismodellen, so das Urteil einer Mitarbeiterin von Merrill Lynch. Traditionelle Medien wie TV und Zeitungen werden laut den Prognosen entweder ein schwaches Wachstum oder Rückgänge bei den Werbeeinnahmen verzeichnen. ZenithOptimedia prognostiziert bei den TV-Werbeausgaben in den USA ein schwaches Wachstum von 0,5 Prozent für das kommende Jahr im Vergleich zu geschätzten 5,4 Prozent 2006. Weltweit verliere das Fernsehen weiterhin an Anteilen, so Steve King, Geschäftsführer von ZenithOptimedia weltweit. Auch die US-Zeitungen müssen mit einem gebremsten Wachstum bei den Werbeausgaben rechnen, das von 2,5 Prozent 2006 auf zwei Prozent im kommenden Jahr sinken soll.

Linda Osusky | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.ml.com
http://www.groupm.com
http://www.zenithoptimedia.com

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