Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Langzeitstudie: Deutsche verbringen 7,5 Stunden täglich mit Medien

22.11.2001


Mit TimeBudget veröffentlicht SevenOne Media die aktuellen Ergebnisse einer Studie, die das Mediennutzungsverhalten der Bundesbürger genau unter die Lupe nimmt. Da sich die Veränderungen durch den fundamentalen Wandel im Mediensystem nicht durch eine einmalige Untersuchung feststellen lassen, ist TimeBudget als Langzeituntersuchung angelegt: Seit 1999 befragt das Forschungsinstitut forsa jeden Sommer eine repräsentative Zahl von Deutschen im Alter zwischen 14 und 49 Jahren (insgesamt 2487 Personen) zu relevanten Aspekten ihres Mediennutzungsverhaltens. Die Ergebnisse der drei Wellen sind jetzt verfügbar. Die Analyse erforscht unter anderem die Themenkompetenz der Medien, Themeninteressen der Nutzer sowie Parallelnutzung oder Verzichtbarkeit der Medien. Es ist die erste Studie, die solche Entwicklungen über mehrere Jahre hinweg verlässlich nachzeichnet und Hinweise auf die zukünftigen Trends gibt.

Mediennutzung: großer Gewinner Internet Insgesamt verbringt jeder Deutsche zwischen 14 und 49 Jahren jeden Tag etwa 7,5 Stunden mit der Nutzung von Medien (1999 waren es noch 6,5 Stunden). Davon entfällt der Löwenanteil auf Fernsehen (153 Minuten) und das Begleitmedium Radio (169 Minuten). Danach folgen Bücher (32 Minuten) und das Internet (30 Minuten). Für Zeitungen wendet der Durchschnittsbürger 24 Minuten auf, für Zeitschriften 15 Minuten. Die größten Zuwachsraten bei der Nutzung hat das Internet, das 1999 im Schnitt nur neun Minuten pro Tag genutzt wurde und damit um 21 Minuten zulegt hat. TV und Radio verzeichnen leichte Nutzungszuwächse, während die Nutzung der Printmedien stabil bleibt.

Reichweite: 100 Prozent über TV bei den Jüngeren Fernsehen und Radio sind die Medien mit der höchsten Reichweite. 97 Prozent aller Bundesbürger (14-49) sind über das Fernsehen zu erreichen, bei den 14- bis 29-Jährigen sind es knapp 100 Prozent. Das Radio erreicht mit 93 Prozent (14-49) ähnliche Werte. Die Printmedien haben an Reichweite verloren. Während 1999 noch 92 Prozent angaben, zumindest selten eine Zeitung zu lesen, sind es heute nur noch 88 Prozent. Die Zeitschriften sind im selben Zeitraum von 73 Prozent auf 65 Prozent abgefallen.

Der große Gewinner ist das Internet. Innerhalb der vergangenen drei Jahre hat sich die Zahl der Surfer in Deutschland mehr als verdoppelt: 1999 waren 8,2 Millionen Menschen zwischen 14 und 49 Jahren "drin", heute sind es 20,8 Millionen. Nach wie vor überwiegt der männliche Anteil mit 57 Prozent.

TV führend bei Nachrichten, Sport, Wetter und Politik Neben Nutzungsdauer und Reichweite untersucht TimeBudget, welche Themen den Bundesbürgern in den verschiedenen Medien wichtig sind. Dabei stellte sich heraus, dass für Nachrichten, Sport, Wetter und Politik Fernsehen das Medium der ersten Wahl ist. Bei Verkehrsinformationen und Musik schalten die Deutschen (14-49) zuerst das Radio ein. Lokales und Wirtschaftsnachrichten suchen sie bei den Tageszeitungen. Im Internet sind die wichtigsten Themen Reisen und Musik (hinter Radio und TV). In diesen Kernkompetenzen macht das Internet vor allem den Zeitschriften Konkurrenz.

Fernsehen und Radio auf der Beliebtheitsskala vorn Bei der Frage nach dem beliebtesten Medium steht das Fernsehen nach wie vor an erster Stelle. Die Frage nach dem totalen Verzicht auf ein Medium fällt ebenso deutlich zu Gunsten von TV aus. Zwei von fünf Deutschen zwischen 14 und 49 Jahren würden sich im Zweifel für das Fernsehen entscheiden, oder anders ausgedrückt: Über 40 Prozent der Bundesbürger wollen nicht auf das Fernsehen verzichten, das Radio nennen 20 Prozent. Das Internet liegt mit 17 Prozent bereits an dritter Stelle. Zeitungen bezeichnen rund zehn Prozent als das Medium, das sie am wenigsten entbehren könnten.

Daniel Haberfeld, Leiter Forschung bei SevenOne Media: "Im Gegensatz zu anderen Studien, die zu lange Abstände zwischen den Untersuchungszeitpunkten haben, nur einen Zeitpunkt messen oder ihre Daten aus verschiedenen Quellen zusammentragen, zeichnet TimeBudget die Entwicklung der Mediennutzung über mehrere Jahre nach. So können wir der Werbewirtschaft erstmals Daten bieten, die die aktuelle Nutzung zum jeweiligen Befragungszeitraum tatsächlich abbilden."

Katja Pichler | ots

Weitere Berichte zu: Mediennutzungsverhalten Medium Reichweite TimeBudget

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Virtual Reality soll wissenschaftliche Zusammenarbeit unterstützen
05.12.2018 | Hochschule Albstadt-Sigmaringen

nachricht CATS: LOEWE-Forschungsprojekt zu Chatbot-Systemen im Personalrecruiting startet
29.11.2018 | Hochschule RheinMain

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Klassisches Doppelspalt-Experiment in neuem Licht

Internationale Forschergruppe entwickelt neue Röntgenspektroskopie-Methode basierend auf dem klassischen Doppelspalt-Experiment, um neue Erkenntnisse über die physikalischen Eigenschaften von Festkörpern zu gewinnen.

Einem internationalen Forscherteam unter Führung von Physikern des Sonderforschungsbereichs 1238 der Universität zu Köln ist es gelungen, eine neue Variante...

Im Focus: Ten-year anniversary of the Neumayer Station III

The scientific and political community alike stress the importance of German Antarctic research

Joint Press Release from the BMBF and AWI

The Antarctic is a frigid continent south of the Antarctic Circle, where researchers are the only inhabitants. Despite the hostile conditions, here the Alfred...

Im Focus: Ultra ultrasound to transform new tech

World first experiments on sensor that may revolutionise everything from medical devices to unmanned vehicles

The new sensor - capable of detecting vibrations of living cells - may revolutionise everything from medical devices to unmanned vehicles.

Im Focus: Fliegende optische Katzen für die Quantenkommunikation

Gleichzeitig tot und lebendig? Max-Planck-Forscher realisieren im Labor Erwin Schrödingers paradoxes Gedankenexperiment mithilfe eines verschränkten Atom-Licht-Zustands.

Bereits 1935 formulierte Erwin Schrödinger die paradoxen Eigenschaften der Quantenphysik in einem Gedankenexperiment über eine Katze, die gleichzeitig tot und...

Im Focus: Flying Optical Cats for Quantum Communication

Dead and alive at the same time? Researchers at the Max Planck Institute of Quantum Optics have implemented Erwin Schrödinger’s paradoxical gedanken experiment employing an entangled atom-light state.

In 1935 Erwin Schrödinger formulated a thought experiment designed to capture the paradoxical nature of quantum physics. The crucial element of this gedanken...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Smarte Sensorik für Mobilität und Produktion 4.0 am 07. Februar 2019 in Oldenburg

18.01.2019 | Veranstaltungen

16. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

17.01.2019 | Veranstaltungen

Erstmalig in Nürnberg: Tagung „HR-Trends 2019“

17.01.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neues Material soll Grenzen der Silicium-Elektronik überwinden

21.01.2019 | Energie und Elektrotechnik

water meets....Future - Abwasser nachhaltig nutzen

21.01.2019 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Inbetriebnahme eines 3D-Bewegungssimulators am "kunststoffcampus bayern“ in Weißenburg

21.01.2019 | Verkehr Logistik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics