Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

"Das wichtigste in der Musik steht nicht in den Noten..."

15.03.2006


...sagte bereits Ende des 19 Jahrhunderts der österreichische Dirigent und Komponist Gustav Mahler. Zwei Jahrhunderte später hat dieses Zitat nach wie vor seine Gültigkeit. Darum treffen sich Ensembles und Dozenten aus der ganzen Welt um zu lehren, zu lernen und ihr Können in Konzerten zu präsentieren. Dafür sind sie oft weite Strecken mit Bahn oder dem Flugzeug unterwegs.



Im Rahmen des "Tag des eLearning 2006" am 13. März 2006 auf der CeBIT präsentierte OFFIS gemeinsam mit der European Chamber Music Academy (ECMA), dem Institut für Hörtechnik und Audiologie der Fachhochschule Oldenburg / Ostfriesland / Wilhelmshaven sowie dem Hannoverschen Forschungszentrum L3S das Projekt "ECMA mit ELAN", Fernunterricht mittels Videokonferenzsystemen in einer Live-Demonstration. Das Projektziel: Unsummen an Reisekosten zu sparen indem sich der Dozent an einem Ort befindet, das zu unterrichtende Ensemble an einem anderen - einer anderen Stadt oder auch einem anderen Land. Beide sind dank moderner Videokonferenztechnik miteinander verbunden.



Prof. Hatto Beyerle, künstlerischer Leiter der ECMA und Professor an der Hochschule für Musik und Theater Hannover, führte vor rund 360 Besuchern auf der CeBIT die spektakuläre Live-Demonstration durch. Er unterrichtete von der Bühne der NordLB-Halle während die Musiker, das polnische Quarrel Quartett, via Internet zugeschaltet wurden. Natürlich ist die Technik noch weiterentwicklungsbedürftig und verlangte daher etliches an Vorbereitung von den Initiatoren. Dennoch wurde anhand der Live-Demonstration deutlich, das es machbar ist: Denn die große Herausforderung bei dem Projekt ist die Audioqualität.

Das Spiel des Quarrel Quartetts übertrugen sechs Mikrophone. Vier Einzel- und zwei Raum-Mikros, deren Aufnahmen zusammengeführt der Qualität des Hörfunkstandards entsprachen, der per Audio-Protokoll übertragen wurde. Das Problem der Echoübertragung ließ sich durch eine Entkoppelung der Räume und durch die Verwendung von Headsets vermeiden. Darüber hinaus war die Kamera von Beyerle auf Augenhöhe so eingerichtet, dass während der Stunde Augenkontakt zwischen ihm und den Schülern gewährleistet war.

"Ich vergesse vollkommen, dass ich über ein Medium unterrichte." betonte Hatto Beyerle im Anschluss. "Wir konzentrieren uns ganz auf die Musik."

Jochen Meyer, Bereichsleiter Multimedia und Internet-Informationsdienste von OFFIS, fügt hinzu: "Erfolgreich angewandt, kann diese Technologie als Ergänzung zum vor Ort Unterricht für Ensembles erhebliche Reisekosten sparen." Prof. Beyerle bekommt dank "ECMA mit ELAN" die Möglichkeit ohne Ortswechsel, potenzielle Musikstudenten aus aller Herren Länder einzustufen und auf Aufnahmeprüfungen vorzubereiten.

Gefördert wird "ECMA mit ELAN" durch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur.

Ansprechpartner für direkte Rückfragen der Redaktion:
Jochen Meyer, OFFIS Bereichsleiter Multimedia und Internet-Informationsdienste (MI)
Büro: Tel. (04 41) 97 22-185, Fax (04 41) 97 22 - 102, E-Mail: meyer@offis.de

Britta Müller | idw
Weitere Informationen:
http://www.offis.de/mi/index.php
http://www.ecma-music.com
http://www.hoertechnik-audiologie.de

Weitere Berichte zu: Bereichsleiter ELAN Live-Demonstration

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Warum Alexa, Siri & Co. uns nicht immer verstehen
09.05.2019 | Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

nachricht Kommunikationstechnologien auf dem Prüfstand
05.03.2019 | Universität Paderborn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: MPSD-Team entdeckt lichtinduzierte Ferroelektrizität in Strontiumtitanat

Mit Licht lassen sich Materialeigenschaften nicht nur messen, sondern auch verändern. Besonders interessant sind dabei Fälle, in denen eine fundamentale Eigenschaft eines Materials verändert werden kann, wie z.B. die Fähigkeit, Strom zu leiten oder Informationen in einem magnetischen Zustand zu speichern. Ein Team um Andrea Cavalleri vom Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie in Hamburg, hat nun Lichtimpulse aus dem Terahertz-Frequenzspektrum benutzt, um ein nicht-ferroelektrisches Material in ein ferroelektrisches umzuwandeln.

Ferroelektrizität ist ein Zustand, in dem die Atome im Kristallgitter eine bestimmte Richtung "aufzeigen" und dadurch eine makroskopische elektrische...

Im Focus: MPSD team discovers light-induced ferroelectricity in strontium titanate

Light can be used not only to measure materials’ properties, but also to change them. Especially interesting are those cases in which the function of a material can be modified, such as its ability to conduct electricity or to store information in its magnetic state. A team led by Andrea Cavalleri from the Max Planck Institute for the Structure and Dynamics of Matter in Hamburg used terahertz frequency light pulses to transform a non-ferroelectric material into a ferroelectric one.

Ferroelectricity is a state in which the constituent lattice “looks” in one specific direction, forming a macroscopic electrical polarisation. The ability to...

Im Focus: Konzert der magnetischen Momente

Forscher aus Deutschland, den Niederlanden und Südkorea haben in einer internationalen Zusammenarbeit einen neuartigen Weg entdeckt, wie die Elektronenspins in einem Material miteinander agieren. In ihrer Publikation in der Fachzeitschrift Nature Materials berichten die Forscher über eine bisher unbekannte, chirale Kopplung, die über vergleichsweise lange Distanzen aktiv ist. Damit können sich die Spins in zwei unterschiedlichen magnetischen Lagen, die durch nicht-magnetische Materialien voneinander getrennt sind, gegenseitig beeinflussen, selbst wenn sie nicht unmittelbar benachbart sind.

Magnetische Festkörper sind die Grundlage der modernen Informationstechnologie. Beispielsweise sind diese Materialien allgegenwärtig in Speichermedien wie...

Im Focus: Schwerefeldbestimmung der Erde so genau wie noch nie

Forschende der TU Graz berechneten aus 1,16 Milliarden Satellitendaten das bislang genaueste Schwerefeldmodell der Erde. Es liefert wertvolles Wissen für die Klimaforschung.

Die Erdanziehungskraft schwankt von Ort zu Ort. Dieses Phänomen nutzen Geodäsie-Fachleute, um geodynamische und klimatologische Prozesse zu beobachten....

Im Focus: Determining the Earth’s gravity field more accurately than ever before

Researchers at TU Graz calculate the most accurate gravity field determination of the Earth using 1.16 billion satellite measurements. This yields valuable knowledge for climate research.

The Earth’s gravity fluctuates from place to place. Geodesists use this phenomenon to observe geodynamic and climatological processes. Using...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Doc Data – warum Daten Leben retten können

14.06.2019 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - August 2019

13.06.2019 | Veranstaltungen

Künstliche Intelligenz in der Materialmikroskopie

13.06.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

German Innovation Award für Rittal VX25 Schaltschranksystem

14.06.2019 | Förderungen Preise

Fraunhofer SCAI und Uni Bonn zeigen innovative Anwendungen und Software für das High Performance Computing

14.06.2019 | Messenachrichten

Autonomes Premiumtaxi sofort oder warten auf den selbstfahrenden Minibus?

14.06.2019 | Interdisziplinäre Forschung

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics