Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Internet-TV nimmt es mit Kabel und Satellit auf

30.11.2005


Fernsehen via Breitband-Internet (IPTV)


Bis 2009 mausert sich IPTV zur ernstzunehmenden Alternative

... mehr zu:
»Geschäftsmodell »IPTV »Kabel

Fernsehen via Internet steckt zurzeit in Europa noch in den Kinderschuhen. Bis 2009 soll das TV-Baby aber einen kräftigen Wachstumsschub bekommen und zur ernstzunehmenden Konkurrenz für Kabel- und Satellitenfernsehen werden. Davon geht die Studie "European IPTV: Mass assessment and forecast to 2009" der beiden Research & Consulting Unternehmen Screen Digest und Goldmedia aus. Demnach wird die Zahl der IPTV-Abonnenten in Europa bis 2009 von derzeit rund 660.000 auf 8,7 Mio. ansteigen. IPTV werde dann ein Zehntel des europäischen Pay-TV-Marktes ausmachen.

"Kabelnetzbetreiber werden in Zukunft die stärksten Konkurrenten der IPTV-Anbieter werden", erkärt Daniel Schmitt im Gespräch mit pressetext. Bisher sind IPTV-Anbieter in Europa meist Telekomunternehmen wie France Telecom und Free Telecom in Frankreich, dem zurzeit führenden IPTV-Makrt mit insgesamt 281.000 Nutzern. Größter europäischer IPTV-Anbieter ist laut Studie das italienische Unternehmen Fastweb mit 190.000 Kunden. Da auch die Kabelnetzbetreiber mit Triple-Play-Angeboten und Video-on-Demand (VOD) auf den Markt drängen, werde sich der Wettbewerb verschärfen. "IPTV steht Kabel um nichts nach", meint Schmitt. In Frankreich werden 40 bis 50 Kanäle via Internet angeboten. Nur bei Satellitenanbietern sei die Programmvielfalt größer. Wenig Angebot gäbe es hingegen im VOD-Bereich.


"Die Angebote von Triple-Play-Bundles kombiniert mit VOD-Diensten sind für Telekommunikationsunternehmen in Zukunft ein wichtiges Geschäftsmodell, auch wenn noch diverse Fragen hinsichtlich der Technik und der Inhalte zu klären sind", so Schmitt. In Europa sind zwei interessante Geschäftsmodelle erkennbar: Entweder die IPTV-Anbieter schnüren ihre eigenen Pakete in Kooperation mit TV-Unternehmen wie "Belgacom" oder sie kooperieren generell als alternative Plattform mit etablierten Pay-TV-Anbietern wie in Frankreich.

"Um wettbewerbsfähig zu bleiben, sehen sich viele traditionelle Pay-TV-Anbieter gezwungen IPTV anzubieten", so Schmitt. Daher werde IPTV im Jahr 2009 einen Anteil von 9,4 Prozent am europäischen Pay-TV-Markt haben, wobei die Studie unter Pay-TV sowohl Premium-Angebote (z.B. Premiere) als auch sonstige TV-bezogene Gebühren (z.B. Kabelgebühr) versteht (nicht jedoch öffentlich-rechtliche Rundfunkgebühren).

"Deuschland ist eher ein Entwicklungsland, wenn es um IPTV geht", meint Schmitt im Gespräch mit pressetext. Das Land tanzt auch aus der Reihe, weil es im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern nur VOD-Dienste, aber kein Broadcasting-Angebot gibt. Goldmedia-Geschäftsführer Klaus Goldhammer rechnet jedoch damit, dass auch in Deutschland "in Kürze entsprechende Angebote auf den Markt kommen". Noch 2006 soll eine Reihe von IPTV-Angeboten starten. Eine umfassende Analyse des deutschen IPTV-Marktes bis 2010 will Goldmedia Anfang 2006 präsentieren.

Erwin Schotzger | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.screendigest.com
http://www.goldmedia.de

Weitere Berichte zu: Geschäftsmodell IPTV Kabel

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Das plastische Gehirn: Bessere Vernetzung von Gehirnarealen durch Training
02.07.2018 | Leibniz-Institut für Wissensmedien

nachricht skip Institut der Hochschule Fresenius und GFOS entwickeln Augmented-Reality-App für die Produktion
27.06.2018 | Hochschule Fresenius

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Im Focus: Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

„Wir haben jetzt ein klares Bild davon, wie das heiße Atomgitter und die kalten magnetischen Spins eines ferrimagnetischen Nichtleiters miteinander ins Gleichgewicht gelangen“, sagt Ilie Radu, Wissenschaftler am Max-Born-Institut in Berlin. Das internationale Forscherteam fand heraus, dass eine Energieübertragung sehr schnell stattfindet und zu einem neuartigen Zustand der Materie führt, in dem die Spins zwar heiß sind, aber noch nicht ihr gesamtes magnetisches Moment verringert haben. Dieser „Spinüberdruck“ wird durch wesentlich langsamere Prozesse abgebaut, die eine Abgabe von Drehimpuls an das Gitter ermöglichen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt in "Science Advances" erschienen.

Magnete faszinieren die Menschheit bereits seit mehreren tausend Jahren und sind im Zeitalter der digitalen Datenspeicherung von großer praktischer Bedeutung....

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Im Focus: First evidence on the source of extragalactic particles

For the first time ever, scientists have determined the cosmic origin of highest-energy neutrinos. A research group led by IceCube scientist Elisa Resconi, spokesperson of the Collaborative Research Center SFB1258 at the Technical University of Munich (TUM), provides an important piece of evidence that the particles detected by the IceCube neutrino telescope at the South Pole originate from a galaxy four billion light-years away from Earth.

To rule out other origins with certainty, the team led by neutrino physicist Elisa Resconi from the Technical University of Munich and multi-wavelength...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

Interdisziplinäre Konferenz: Diabetesforscher und Bioingenieure diskutieren Forschungskonzepte

13.07.2018 | Veranstaltungen

Conference on Laser Polishing – LaP: Feintuning für Oberflächen

12.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

17.07.2018 | Energie und Elektrotechnik

Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

17.07.2018 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics