Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Telematik in der Praxis

27.09.2001


Diplomand Friedrich Sperr (r) im Gespräch mit Interessenten


Diplomand Friedrich Sperr


Moderne Handys können nicht nur zum Versenden von SMS genutzt werden. Die neuen internetfähigen WAP (Wireless Application Protocol) Handys ermöglichen auch die Übertragung wichtiger technischer Parameter zum Steuern von Maschinen. Derzeit sind Prof. Dr. Uwe Berger, Dipl. Ingenieur Martin Österle und Friedrich Sperr von der FH Aalen mit Siemens und E-Plus in Deutschland unterwegs, um die Fernüberwachung und -wartung einer Maschine an der FH Aalen mittels Handy vorzuführen. Möglich geworden ist diese Fernsteuerung von Maschinen über große Distanzen hinweg durch ein verbessertes Leistungsvermögen der Handys. Neue Techniken wie GPRS (General Packet Radio Service) oder HSCSD (High-Speed Circuit-Switched Data) erlauben eine bis zu sechsfach größere Übertragungsrate der Daten. Die hier erreichte Geschwindigkeit von 57,6 kbit/sec wird zwar von UMTS (Universal Mobile Telecommunications Systems) mit 2 Mbit/sec weit übertroffen, doch kann dieses nur als Prototyp gezeigt werden, da UMTS noch nicht zur fehlerfreien Serienreife entwickelt ist. Der telematische Zugriff auf die Maschinen im Automatisierungslabor der FH Aalen erfolgt im Rahmen der Virtuellen Hochschule Baden-Württemberg: In sogenannten `Virtuellen Labors’ werden neuartige Konzepte und Möglichkeiten der Ingenieursausbildung in die Praxis umgesetzt. Aalener Studierende der Mechatronik und der Fertigungstechnik unterstützen dieses Projekt mit ihren Diplomarbeiten. Einer von ihnen ist Friedrich Sperr. "Ein gewisser Zweifel am Erfolg begleitete zeitweise meine Diplomarbeit schon", räumt der Student der Fertigungstechnik ein. Einen Grund sieht er im Neuigkeitsgrad der Thematik, der es bedingt, dass nur wenig Erfahrungen auf diesem Gebiet vorliegen und es so gut wie keine Fachliteratur dazu gibt. "Man ist auf sich allein gestellt und muss sich durchbeißen", resümiert Sperr seinen Weg hin zur Präsentation der Ergebnisse. Diese Ergebnisse sind aber in einem solchen Grade erfreulich, dass sie erst die Roadshow zur Demonstration der Telematik ermöglichten. "Sperr ist es während seiner Arbeit gelungen, die Antwortzeiten der Diagnoseprogramme auf ein Zwanzigstel des Standards zu reduzieren und zugleich die Betriebssicherheit beträchtlich zu steigern", bescheinigt Prof. Dr. Berger dem jetzt vor seinem Abschluss stehenden Ingenieur der Fertigungstechnik.

Kontakt: Prof. Dr. Uwe Berger Tel. 07361/576-245  Uwe.Berger@fh-aalen.de

Dr. Marc Dressler | idw

Weitere Berichte zu: Fertigungstechnik Handy Ingenieur Telematik

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Forschungsprojekt VidUX: Verbesserte User Experience beim Video-Streaming
04.03.2020 | Hochschule RheinMain

nachricht Mehr Fokus und Komfort am Telefonarbeitsplatz
21.02.2020 | Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie IDMT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Belle II liefert erste Ergebnisse: Auf der Suche nach dem Z‘-Boson

Vor ziemlich genau einem Jahr ist das Belle II-Experiment angelaufen. Jetzt veröffentlicht das renommierte Journal Physical Review Letters die ersten Resultate des Detektors. Die Arbeit befasst sich mit einem neuen Teilchen im Zusammenhang mit der Dunklen Materie, die nach heutigem Kenntnisstand etwa 25 Prozent des Universums ausmacht.

Seit etwa einem Jahr nimmt das Belle II-Experiment Daten für physikalische Messungen. Sowohl der Elektron-Positron-Beschleuniger SuperKEKB als auch der...

Im Focus: Belle II yields the first results: In search of the Z′ boson

The Belle II experiment has been collecting data from physical measurements for about one year. After several years of rebuilding work, both the SuperKEKB electron–positron accelerator and the Belle II detector have been improved compared with their predecessors in order to achieve a 40-fold higher data rate.

Scientists at 12 institutes in Germany are involved in constructing and operating the detector, developing evaluation algorithms, and analyzing the data.

Im Focus: Wenn Ionen an ihrem Käfig rütteln

In vielen Bereichen spielen „Elektrolyte“ eine wichtige Rolle: Sie sind bei der Speicherung von Energie in unserem Körper wie auch in Batterien von großer Bedeutung. Um Energie freizusetzen, müssen sich Ionen – geladene Atome – in einer Flüssigkeit, wie bspw. Wasser, bewegen. Bisher war jedoch der präzise Mechanismus, wie genau sie sich durch die Atome und Moleküle der Elektrolyt-Flüssigkeit bewegen, weitgehend unverstanden. Wissenschaftler*innen des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung haben nun gezeigt, dass der durch die Bewegung von Ionen bestimmte elektrische Widerstand einer Elektrolyt-Flüssigkeit sich auf mikroskopische Schwingungen dieser gelösten Ionen zurückführen lässt.

Kochsalz wird in der Chemie auch als Natriumchlorid bezeichnet. Löst man Kochsalz in Wasser lösen sich Natrium und Chlorid als positiv bzw. negativ geladene...

Im Focus: When ions rattle their cage

Electrolytes play a key role in many areas: They are crucial for the storage of energy in our body as well as in batteries. In order to release energy, ions - charged atoms - must move in a liquid such as water. Until now the precise mechanism by which they move through the atoms and molecules of the electrolyte has, however, remained largely unknown. Scientists at the Max Planck Institute for Polymer Research have now shown that the electrical resistance of an electrolyte, which is determined by the motion of ions, can be traced back to microscopic vibrations of these dissolved ions.

In chemistry, common table salt is also known as sodium chloride. If this salt is dissolved in water, sodium and chloride atoms dissolve as positively or...

Im Focus: Den Regen für Hydrovoltaik nutzen

Wassertropfen, die auf Oberflächen fallen oder über sie gleiten, können Spuren elektrischer Ladung hinterlassen, so dass sich die Tropfen selbst aufladen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung (MPI-P) in Mainz haben dieses Phänomen, das uns auch in unserem Alltag begleitet, nun detailliert untersucht. Sie entwickelten eine Methode zur Quantifizierung der Ladungserzeugung und entwickelten zusätzlich ein theoretisches Modell zum besseren Verständnis. Nach Ansicht der Wissenschaftler könnte der beobachtete Effekt eine Möglichkeit zur Energieerzeugung und ein wichtiger Baustein zum Verständnis der Reibungselektrizität sein.

Wassertropfen, die über nicht leitende Oberflächen gleiten, sind überall in unserem Leben zu finden: Vom Tropfen einer Kaffeemaschine über eine Dusche bis hin...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Aachener Werkzeugmaschinen-Kolloquium AWK’21 findet am 10. und 11. Juni 2021 statt

06.04.2020 | Veranstaltungen

Interdisziplinärer Austausch zum Design elektrochemischer Reaktoren

03.04.2020 | Veranstaltungen

13. »AKL – International Laser Technology Congress«: 4.–6. Mai 2022 in Aachen – Lasertechnik Live bereits früher!

02.04.2020 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Belle II liefert erste Ergebnisse: Auf der Suche nach dem Z‘-Boson

07.04.2020 | Physik Astronomie

Festkörperphysik: Vorhersage der Quantenphysik experimentell nachgewiesen

07.04.2020 | Physik Astronomie

Wie Serotonin die Kommunikation im Gehirn ausbalanciert

07.04.2020 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics