Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Schleswig-Holstein macht das Internet mobil

13.09.2001


Zehn Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft in Schleswig-Holstein starten Großprojekt zur Erforschung von UMTS-Anwendungen / Staatssekretär Rocca übergibt den Zuwendungsbescheid für das "KompetenzCluster" heute im Original an die FH Flensburg.

Im Senatsraum der FH-Flensburg treffen sich heute Vertreter des Wirtschaftsministeriums, um den offizellen Startschuss für die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten des KompetenzClusters "Personal Messaging" zu geben.

WAP gilt als gescheitert - die Nutzungszahlen sind rückläufig. Der Grund: Die mobilen Services sind wenig anwenderfreundlich und häufig ohne einen erkennbaren persönlichen Nutzen für den Verbraucher. Damit nicht auch der Übertagungsstandard UMTS, für den 2003 der Startschuss fällt, an den Bedürfnissen der Verbraucher vorbei geht, erforscht ein Projekt-Team aus Wirtschaft und Wissenschaft Grundlagen zur mobilen Kommunikation der Zukunft. Das Verbundvorhaben identifiziert die Anwendungsmöglichkeiten der mobilen Services auf User- und Unternehmerseite und entwickelt nutzbringende Dienste für die mobilen Endgeräte der Zukunft wie Handy oder Smart-Phone. Dabei werden sowohl die Bereiche Information und Kommunikation als auch der Vertrieb auf Basis des UMTS-Standards betrachtet. Der besondere Forschungsansatz liegt in der Personalisierung der Services.

Was das Handy der Zukunft kann, welche Services der mobile Mensch auf seinem Kommunikation- und Transaktions-Gerät nutzen möchte und welche Internetanwendungen sich überhaupt für die Übertragung auf mobile Geräte eignen, sind nur einige der Fragestellungen, die das Projekt "Personal Messaging" klären wird. Zudem werden die Auswirkungen des mobilen Geschäfts auf die Volkswirtschaft und die allgemeinen Geschäftsprozesse der verschiedenen Branchen beleuchtet. Mit der Erforschung der persönlichen Aspekte der mobilen Kommunikation soll die Attraktivität dieser neuen Technologie für sämtliche Markteilnehmer erhöht werden. Dadurch werden neben der Informations- und Kommunikationsbranche des Landes Schleswig-Holstein auch andere Branchen nachhaltige Impulse erfahren.

Durch die Bündelung hochschulspezifischer und privatwirtschaftlicher Kompetenzen können die Ansätze der Hochschulen von den beteiligten Unternehmen auf ihre Praxisnähe geprüft und mit der technischen Relevanz versehen, bevor sie wiederum auf Hochschulseite wissenschaftlich untersucht werden.

So bringt beispielsweise die about:media als Content-Haus ihre Kompetenz in Sachen Inhalte für mobile Anwendungen in das Projekt mit ein. Das Unternehmen der sh:z-Gruppe arbeitet daran, verschiedene Inhalte wie etwa Bilder oder auch Videos im Hinblick auf die Kapazitäten der mobilen Endgeräte zu optimieren. Die Ticcon AG lotet die Potenziale des "Mobile Business" aus und entwickelt grundlegende Geschäftsmodelle. Mit strategischen Fragen der Forscher setzen sich die beiden Großunternehmen im Partner-Set Motorola und T-Mobil auseinander. Die KomTel analysiert unter anderem Wechselwirkungen zwischen Handy- und Festnetzten im Telekommunikationsmarkt, während die KIS GmbH die Realisierbarkeit und Optimierungen der Spracheingabe und -ausgabe auf mobilen Endgeräten untersucht.

Das auf 18 Monate angelegte Projekt unter der Leitung von Prof. Dr. Jens H. Fischer wird vom Wirtschaftsministerium Schleswig-Holstein unterstützt und hat einen Gesamtetat von insgesamt 2,4 Millionen Mark. Zehn Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft sind beteiligt, darunter die Ticcon AG als Initiator des Projektes, T-Mobil, Motorola, NordwestLotto, KomTel, die about:media AG, KIS sowie Institute der beiden Flensburger Hochschulen.

Heiko Gregor | ots

Weitere Berichte zu: Endgerät Handy Messaging

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Warum Alexa, Siri & Co. uns nicht immer verstehen
09.05.2019 | Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

nachricht Kommunikationstechnologien auf dem Prüfstand
05.03.2019 | Universität Paderborn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Nachwachsende Zähne

Wissenschaftler*innen der TU Berlin arbeiten an Zähnen aus körpereigenem Material

Haie können es, Krokodile können es, Nagetiere können es und Menschen – theoretisch – auch. Die Rede ist von nachwachsenden Zähnen. Ein Hai muss sich keine...

Im Focus: MOF@SAW oder: Nanobeben und molekulare Schwämmchen zum Wiegen und Trennen winzigster Massen

Augsburger Chemiker und Physiker berichten, wie ihnen die extrem schwierige Trennung von Wasserstoff und Deuterium in einem Gasgemisch gelungen ist.

Dank der hier vor Ort entwickelten und bereits vielfach angewendeten Surface Acoustic Waves-Technologie (SAW) ist die Universität Augsburg international als...

Im Focus: MOF@SAW: Nanoquakes and molecular sponges for weighing and separating tiny masses

Augsburg chemists and physicists report how they have succeeded in the extremely difficult separation of hydrogen and deuterium in a gas mixture.

Thanks to the Surface Acoustic Wave (SAW) technology developed here and already widely used, the University of Augsburg is internationally recognized as the...

Im Focus: Bessere Wärmeleitfähigkeit durch geänderte Atomanordnung

Die Anpassung der Wärmeleitfähigkeit von Materialien ist eine aktuelle Herausforderung in den Nanowissenschaften. Forschende der Universität Basel haben mit Kolleginnen und Kollegen aus den Niederlanden und Spanien gezeigt, dass sich allein durch die Anordnung von Atomen in Nanodrähten atomare Vibrationen steuern lassen, welche die Wärmeleitfähigkeit bestimmen. Die Wissenschaftler veröffentlichten die Ergebnisse kürzlich im Fachblatt «Nano Letters».

In der Elektronik- und Computerindustrie werden die Komponenten immer kleiner und leistungsfähiger. Problematisch ist dabei die Wärmeentwicklung, die durch...

Im Focus: Better thermal conductivity by adjusting the arrangement of atoms

Adjusting the thermal conductivity of materials is one of the challenges nanoscience is currently facing. Together with colleagues from the Netherlands and Spain, researchers from the University of Basel have shown that the atomic vibrations that determine heat generation in nanowires can be controlled through the arrangement of atoms alone. The scientists will publish the results shortly in the journal Nano Letters.

In the electronics and computer industry, components are becoming ever smaller and more powerful. However, there are problems with the heat generation. It is...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Ein Schlüsselelement der Umwelt: Phosphor

22.07.2019 | Veranstaltungen

Testzone für die KI-gestützte Produktion

18.07.2019 | Veranstaltungen

„World Brain Day“ zum Thema Migräne: individualisierte Therapie statt Schmerzmittelübergebrauch

18.07.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Molekulare Maschinen mit Lichtantrieb

23.07.2019 | Physik Astronomie

Gendefekt liefert Hinweise auf die Krankheitsentstehung von ALS

23.07.2019 | Biowissenschaften Chemie

Nachwachsende Zähne

23.07.2019 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics