Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Internet-Nutzung wird durch neues Prognose-Modell schneller gemacht

28.08.2001


Ein Wissenschaftler des Instituts für Telematik hat eine mathematische Methode entwickelt, um die bevorstehende Nutzung von Internet-Seiten vorherzusagen. Dadurch könnten Wartezeiten beim Aufruf von Inhalten im weltweiten Computernetz erheblich vermindert werden, sagte der Trierer Informatiker Dr. Ernst-Georg Haffner (34) bei der Vorstellung seines Verfahrens.

Auf Basis der mathematisch berechneten Nutzungswahrscheinlichkeit werden Server im Internet künftig in der Lage sein, aufwendige Rechenoperationen und Datenübermittlung bereits vorzunehmen, bevor der Anwender überhaupt die Seiten abruft. "Der einzelne Internet-Nutzer hat dann den Vorteil kürzerer Antwortzeiten, ohne dass andere Teilnehmer gleichzeitig Leistungseinbußen hinnehmen müssten", betonte Haffner, der jetzt mit einer Doktorarbeit zum sogenannten "Request Prediction"-Verfahren an der Universität Trier promovierte. Ferner sei es möglich, dass ein Computer bestimmte Daten schon abhole, bevor der Anwender mit seiner eigentlichen Internet-Sitzung beginne.

Das Modell des Trierer Telematik-Spezialisten bezieht in die Vorausberechnung der Internet-Nutzung unter anderem Zufälligkeits-Faktoren, mittlere Anforderungshäufigkeiten, Umfang und Anteil von teilweise vorhersagbaren Elementen einer Benutzersitzung sowie Kostenaspekte ein. Auch der Zeitablauf und das Altern von Datensätzen gehen in das Verfahren zur Prognose des Abrufs von Internet-Inhalten ein. Dr. Ernst-Georg Haffner fand zudem heraus, dass die "Request Prediction" mathematisch und methodisch erstaunliche Gemeinsamkeiten hat mit der automatischen Erzeugung von Vorschlägen zur sogenannten "Verlinkung" von Internet-Inhalten durch Redaktionssysteme.

Das Internet ist Forschungs- und Entwicklungsschwerpunkt des Trierer Instituts für Telematik. Die als eingetragener Verein verfasste gemeinnützige und universitätsnahe Einrichtung ist in ihrer Ausrichtung in Deutschland einmalig. Nach nur drei Jahren Arbeit kann sie schon auf zwei Patente, drei Promotionen und 70 Fachbeiträge zu internationalen Konferenzen verweisen. Unter der Leitung von Professor Christoph Meinel (47) entwickelt das mit der Fraunhofer-Gesellschaft verbundene Spitzenforschungs-Institut anwenderfreundliche und praxistaugliche Hightech-Lösungen.

Prof. Dr. sc. nat. Chris Meinel | ots
Weitere Informationen:
http://www.ti.fhg.de/

Weitere Berichte zu: Internet-Inhalt Internet-Nutzung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Das plastische Gehirn: Bessere Vernetzung von Gehirnarealen durch Training
02.07.2018 | Leibniz-Institut für Wissensmedien

nachricht skip Institut der Hochschule Fresenius und GFOS entwickeln Augmented-Reality-App für die Produktion
27.06.2018 | Hochschule Fresenius

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Im Focus: Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

„Wir haben jetzt ein klares Bild davon, wie das heiße Atomgitter und die kalten magnetischen Spins eines ferrimagnetischen Nichtleiters miteinander ins Gleichgewicht gelangen“, sagt Ilie Radu, Wissenschaftler am Max-Born-Institut in Berlin. Das internationale Forscherteam fand heraus, dass eine Energieübertragung sehr schnell stattfindet und zu einem neuartigen Zustand der Materie führt, in dem die Spins zwar heiß sind, aber noch nicht ihr gesamtes magnetisches Moment verringert haben. Dieser „Spinüberdruck“ wird durch wesentlich langsamere Prozesse abgebaut, die eine Abgabe von Drehimpuls an das Gitter ermöglichen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt in "Science Advances" erschienen.

Magnete faszinieren die Menschheit bereits seit mehreren tausend Jahren und sind im Zeitalter der digitalen Datenspeicherung von großer praktischer Bedeutung....

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

Interdisziplinäre Konferenz: Diabetesforscher und Bioingenieure diskutieren Forschungskonzepte

13.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vernetzte Beleuchtung: Weg mit dem blinden Fleck

18.07.2018 | Energie und Elektrotechnik

BIAS erhält Bremens größten 3D-Drucker für metallische Luffahrtkomponenten

18.07.2018 | Verfahrenstechnologie

Verminderte Hirnleistung bei schwachem Herz

18.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics