Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Handy-Manie - Vom Statussymbol zum Alltagsgegenstand

09.02.2005


"Dürfte ich bei Ihnen mal telefonieren?" Diese früher häufig gestellte Frage hört man immer weniger. Denn mittlerweile hat es (fast) jeder, das Handy. Am meisten ringelt’s in Luxemburg. Dort kommen auf 100 Einwohner 120 Mobilfunkverträge. Deutschland liegt mit knapp 80 Verträgen im EU-Durchschnitt.


Dabei sind die Zeiten, in denen man unterwegs auf Telefonzellen oder die Hilfsbereitschaft anderer angewiesen war, bei weitem nicht so lange her wie es heute scheinen mag. Vor gerade einmal zehn Jahren, 1995, kamen in Deutschland nach Angaben des europäischen Statistikamts Eurostat auf 100 Einwohner weniger als fünf Mobiltelefone. Bis zum Jahr 2003 hat sich ihre Zahl auf fast 80 pro 100 Einwohner erhöht. Keine Wirtschaftsbranche der jüngeren Geschichte kann solche Wachstumsraten vorweisen.

Und es ist nicht einmal gesagt, dass der Markt bereits vollauf gesättigt wäre: Abgesehen von den technologischen Innovationen, die den Kauf eines Neu-Handys immer attraktiv erscheinen lassen, zeigt sich im europäischen Vergleich auch, dass die Zahl der Mobilfunkverträge sogar die Zahl der Einwohner eines Landes übertreffen kann. Dies ist im Herzogtum Luxemburg der Fall, wo auf 100 Einwohner mehr als 120 Mobilfunkverträge bzw. vorbezahlte Telefonkarten kommen.


Handy-Verteilung im europäischen Vergleich

Noch Handy-begeisterter als die Deutschen sind auch Schweden (98 pro 100), Italien (96) und die Tschechische Republik (95). Mit unseren tschechischen Nachbarn hat sich das einzige osteuropäische, der EU erst im vergangenen Jahr beigetretene Land in die Top-Riege der Mobiltelefonierer katapultiert. Die anderen "neuen Länder" zieren in der am Montag von Eurostat veröffentlichten Statistik die unteren Positionen. Die wenigsten Ringtones erschallen in Polen. Von 100 Einwohnern haben dort im Jahr 2003 lediglich 45 einen Vertrag mit einem Mobilfunkbetreiber geschlossen. Da das Land mit 25 Prozent (von 2002 auf 2003) jedoch enorme Wachstumsraten aufweist, ist zu erwarten, dass die ganze Europäische Union demnächst flächendeckend mit Mobiltelefonen ausgestattet sein wird.

"Verlierer" der Handy-Manie sind im Übrigen die Festnetzanschlüsse, auf die manche wohl dank ihres mobilen Begleiters mittlerweile gerne verzichten. Gerade in Osteuropa scheinen viele ihren Festnetzanschluss gegen ein Handy auszutauschen. So hat beispielsweise Litauen von 2002 auf 2003 11 Prozent an Festnetzanschlüssen eingebüßt.

EU-weit hält das Festnetz jedoch noch: in allen 25 Mitgliedstaaten gingen die Anschlüsse im gleichen Zeitraum nur leicht um 0,3 Prozent zurück.

| Tiscali GmbH
Weitere Informationen:
http://www.tiscali.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Das plastische Gehirn: Bessere Vernetzung von Gehirnarealen durch Training
02.07.2018 | Leibniz-Institut für Wissensmedien

nachricht skip Institut der Hochschule Fresenius und GFOS entwickeln Augmented-Reality-App für die Produktion
27.06.2018 | Hochschule Fresenius

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Farbeffekte durch transparente Nanostrukturen aus dem 3D-Drucker

Neues Design-Tool erstellt automatisch 3D-Druckvorlagen für Nanostrukturen zur Erzeugung benutzerdefinierter Farben | Wissenschaftler präsentieren ihre Ergebnisse diese Woche auf der angesehenen SIGGRAPH-Konferenz

Die meisten Objekte im Alltag sind mit Hilfe von Pigmenten gefärbt, doch dies hat einige Nachteile: Die Farben können verblassen, künstliche Pigmente sind oft...

Im Focus: Color effects from transparent 3D-printed nanostructures

New design tool automatically creates nanostructure 3D-print templates for user-given colors
Scientists present work at prestigious SIGGRAPH conference

Most of the objects we see are colored by pigments, but using pigments has disadvantages: such colors can fade, industrial pigments are often toxic, and...

Im Focus: Eisen und Titan in der Atmosphäre eines Exoplaneten entdeckt

Forschende der Universitäten Bern und Genf haben erstmals in der Atmosphäre eines Exoplaneten Eisen und Titan nachgewiesen. Die Existenz dieser Elemente in Gasform wurde von einem Team um den Berner Astronomen Kevin Heng theoretisch vorausgesagt und konnte nun von Genfern Astronominnen und Astronomen bestätigt werden.

Planeten in anderen Sonnensystemen, sogenannte Exoplaneten, können sehr nah um ihren Stern kreisen. Wenn dieser Stern viel heisser ist als unsere Sonne, dann...

Im Focus: Magnetische Antiteilchen eröffnen neue Horizonte für die Informationstechnologie

Computersimulationen zeigen neues Verhalten von Antiskyrmionen bei zunehmenden elektrischen Strömen

Skyrmionen sind magnetische Nanopartikel, die als vielversprechende Kandidaten für neue Technologien zur Datenspeicherung und Informationsverarbeitung gelten....

Im Focus: Unraveling the nature of 'whistlers' from space in the lab

A new study sheds light on how ultralow frequency radio waves and plasmas interact

Scientists at the University of California, Los Angeles present new research on a curious cosmic phenomenon known as "whistlers" -- very low frequency packets...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

LaserForum 2018 thematisiert die 3D-Fertigung von Komponenten

17.08.2018 | Veranstaltungen

Aktuelles aus der Magnetischen Resonanzspektroskopie

16.08.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Oktober 2018

16.08.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Bionik im Leichtbau

17.08.2018 | Verfahrenstechnologie

Klimafolgenforschung in Hannover: Kleine Pflanzen gegen große Wellen

17.08.2018 | Biowissenschaften Chemie

HAWK-Ingenieurinnen und -Ingenieure entwickeln die leichteste 9to-LKW-Achse ihrer Art

17.08.2018 | Messenachrichten

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics