Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Konvergenz der drahtlosen Netze

08.09.2004


UMA-Standard ermöglicht Übergang zwischen GSM und WLAN



Unter dem Begriff "Unlicensed Mobile Access" (UMA) wird ein Standard entwickelt, der den nahtlosen Übergang von laufenden Verbindungen zwischen GSM/GPRS, WLAN und Bluetooth ermöglicht. Das UMA-Konsortium erfährt breiteste Unterstützung aus der Industrie, unter anderem von Nokia, Siemens, Alcatel, Ericsson und Motorola. Mit den ersten Handys und mobilen Endgeräten nach UMA-Standard wird schon 2005 gerechnet.

... mehr zu:
»Endgerät »Konvergenz »UMA-Standard »UMa »WLAN


Durch UMA wird die Brücke geschlagen zwischen den zentral verwalteten, komplexen Mobilfunknetzen und den drahtlosen Zugangs-Technologien wie WLAN und ab nächstes Jahr auch WiMAX. Wenn Handys und andere portable Endgeräte frei zwischen den verschiedenen Netztypen wechseln können, ist ein entscheidender Schritt in Richtung der zukünftigen Mobilfunk-Netze der vierten Generation gemacht. Omar Khorshed, Vorstandschef der Düsseldorfer acoreus AG, sieht UMA als einen Meilenstein bei der Konvergenz der heute getrennten Dienste: "Es sind ja nicht nur die verschiedenen drahtlosen Protokolle, die das Endgerät mit den Basisstationen verbinden. Hinter WLAN und GSM etwa stecken völlig verschiedene Netztypen mit jeweils eigener Logik. Wenn über den UMA-Standard der reibungslose Wechsel zwischen verschiedenen Netztypen möglich ist, kann sich das Endgerät je nach Verfügbarkeit und Bedarf das passende Netz aussuchen, sowohl für Datentransport wie auch für die Telefonie". Besonders in Verbindung mit Voice over IP (VoIP) erwartet Khorshed von UMA neue Impulse für innovative TK-Dienste.

Nicht zuletzt die Hersteller und Netzbetreiber im Mobilfunk haben großes Interesse am UMA-Standard. Sie können dabei die Netzintelligenz im GSM-Kernnetz halten, aber brauchen GSM oder UMTS nicht mehr für den Zugang des Endgerätes. Auch ein entsprechend vernetzter WLAN-Hotspot kann durch UMA ein Handy mit der Netzwerklogik des Mobilfunknetzes versorgen. Diese "unlizensierten" Netze, wie sie von UMA im Unterschied zu den GSM-Netzen genannt werden, werden mit hohen Bandbreiten und niedrigen Betriebskosten besonders in Innenstädten und anderen, hochfrequentierten Lokationen auch den drahtlosen Internetzugang ermöglichen. Die Vision eines portablen, multimedialen Endgerätes, in der Art eines leistungsfähigen Smartphones, das je nach Standort und Anwendung verschiedene Zugangsnetze benutzt, ist nicht mehr fern.

Erste Mobilfunkgeräte, die WLAN unterstützen, sind bereits auf dem Markt, erlauben aber noch nicht den transparenten Wechsel zwischen verschiedenen Netztypen. Das wird mit der Implementierung des UMA-Standards möglich - zur völligen Konvergenz zwischen Mobilfunk und Festnetz fehlt nur noch die IP-Telefonie. Insider erwarten, dass sich schon in wenigen Jahren die Kommunikation massiv ändern wird. "Die Art des Zugangsverfahrens und Zugangsprotokolls wird für den Dienst unwichtig. Ob mobil oder an einer Anschlussdose, der Anwender wird seine Telefonie-, Multimedia- und Datendienste überall nutzen können. Nur die verfügbaren Bandbreiten und die Preise werden sich je nach Netztyp unterscheiden", erläutert Khorshed. Investitionen in teure und aufwändige Netztypen wie UMTS werden damit aber zunehmend fragwürdiger, da sie keine wirklichen Alleinstellungsmerkmale gegenüber dem Multi-Netz-Anschluss bieten.

Gunnar Sohn | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.umatechnology.org/index.htm
http://www.acoreus.de

Weitere Berichte zu: Endgerät Konvergenz UMA-Standard UMa WLAN

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Das plastische Gehirn: Bessere Vernetzung von Gehirnarealen durch Training
02.07.2018 | Leibniz-Institut für Wissensmedien

nachricht skip Institut der Hochschule Fresenius und GFOS entwickeln Augmented-Reality-App für die Produktion
27.06.2018 | Hochschule Fresenius

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Future electronic components to be printed like newspapers

A new manufacturing technique uses a process similar to newspaper printing to form smoother and more flexible metals for making ultrafast electronic devices.

The low-cost process, developed by Purdue University researchers, combines tools already used in industry for manufacturing metals on a large scale, but uses...

Im Focus: Rostocker Forscher entwickeln autonom fahrende Kräne

Industriepartner kommen aus sechs Ländern

Autonom fahrende, intelligente Kräne und Hebezeuge – dieser Ingenieurs-Traum könnte in den nächsten drei Jahren zur Wirklichkeit werden. Forscher aus dem...

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neue Anwendungen für Mikrolaser in der Quanten-Nanophotonik

20.07.2018 | Physik Astronomie

Need for speed: Warum Malaria-Parasiten schneller sind als die menschlichen Abwehrzellen

20.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Die Gene sind nicht schuld

20.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics