Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neue WIPO-Richtlinie gefährdet Tausende von Websites

08.05.2001


Internet-Domains, die Bezeichnungen von Ländern, Regionen und Gemeinden enthalten, werden künftig möglicherweise ihren bisherigen Besitzern entrissen und neu verteilt. Darauf weist der internationale
Domain-Dienstleister 1GlobalPlace AG (Wiesbaden) hin. Die Umverteilungen wären jedenfalls die Konsequenzen einer Neufassung der Domainnamen-Streitrichtlinie UDRP (Uniform Domain-Name Dispute-Resolution Policy), wie sie derzeit die Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) erarbeitet. Voraussetzung ist allerdings, dass die für die Domain-Vergabe zuständige ICANN (Internet Corporation for Assigned Names and Numbers) der WIPO-Empfehlung folgt. "ICANN ist an die WIPO-Vorgabe, die bis Sommer vorliegen soll, nicht gebunden", betont 1GlobalPlace-Vorstand Tobias Wann.

Betroffen wären vor allem viele inoffizielle Tourismus-Websites, die - wie zum Beispiel France.com - den Namen eines Landes oder einer Region tragen. Für gravierender hält 1GlobalPlace-Chef Tobias Wann "die Signalwirkung, dass das Domain-Recht weit über den bisher geltenden Maßstab des eingetragenen Warenzeichens hinaus geht". So erwägt die WIPO nach Informationen von 1GlobalPlace auch, die Namen internationaler Vertragsorganisationen, bestimmte Bezeichnungen pharmazeutischer Substanzen, Handelsnamen ohne Warenzeichenrechte und sogar Personennamen als "schützenswertes Gut im Sinne der Domain-Vergabe" zu behandeln.

1GlobalPlace-Chef Tobias Wann beklagt: "Das internationale Domain-Recht ist heute schon so kompliziert, dass die wenigsten Firmen in der Lage sind, ihre eigenen Domain-Interessen weltweit zu schützen. Sollten die jüngsten WIPO-Vorschläge tatsächlich in Kraft treten, wäre der Domain-Dschungel noch schwerer zu durchschauen." Für das eigene Geschäft wäre das allerdings von Vorteil, räumt Tobias Wann ein: "Selbst große Konzerne betrauen uns mit ihrer internationalen Domain-Verwaltung, weil das Thema in ihrer eigenen Rechtsabteilung zu viele Ressourcen beanspruchen würde", sagt der 1GlobalPlace-Chef.

1GlobalPlace ist ein weltweit führender Anbieter für das Management internationaler Internet-Domains. Über den Internet-Dienstleister können Unternehmen Domain-Namen ("www.firma.com") in mehr als 150 Ländern registrieren lassen. In den ca. 100 Ländern mit restriktiver Domain-Vergabe, darunter sieben der zehn führenden Industrienationen, unternimmt 1GlobalPlace alle für die Registrierung erforderlichen Maßnahmen - von der Eintragung eines Warenzeichens in Portugal über die Gründung einer Firma in Spanien bis hin zum Hosting vor Ort in China. Darüber hinaus übernimmt 1GlobalPlace bei Bedarf den Rückkauf bereits vergebener Domains. Der Besitz der Domains stellt in allen Branchen die Grundlage für eine weltweite Markenführung im Internet-Zeitalter dar. Sechs der zehn bekanntesten Internetmarken nutzen die Dienste von 1GlobalPlace.

Weitere Informationen:
1GlobalPlace AG,
Friedrichstraße 10,
65185 Wiesbaden,
Fon: 0611-30 876-0
Fax: 0611-30876-50,
E-Mail: info@1globalplace.de,
Web: www.1globalplace.de

Presse: Tobias Wann,
Fon: 0611-30 876-10,
E-Mail: twann@1globalplace.com

PR-Agentur: Dripke.Wolf.Weissenbach.
Fon: 0611/973150,
E-Mail: team@dripke.de

Internet World Interview:
E-Mail: team@dripke.de
oder Fax 0611/719290

ots |

Weitere Berichte zu: 1GlobalPlace Domain-Name Domain-Recht ICANN

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Das plastische Gehirn: Bessere Vernetzung von Gehirnarealen durch Training
02.07.2018 | Leibniz-Institut für Wissensmedien

nachricht skip Institut der Hochschule Fresenius und GFOS entwickeln Augmented-Reality-App für die Produktion
27.06.2018 | Hochschule Fresenius

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Future electronic components to be printed like newspapers

A new manufacturing technique uses a process similar to newspaper printing to form smoother and more flexible metals for making ultrafast electronic devices.

The low-cost process, developed by Purdue University researchers, combines tools already used in industry for manufacturing metals on a large scale, but uses...

Im Focus: Rostocker Forscher entwickeln autonom fahrende Kräne

Industriepartner kommen aus sechs Ländern

Autonom fahrende, intelligente Kräne und Hebezeuge – dieser Ingenieurs-Traum könnte in den nächsten drei Jahren zur Wirklichkeit werden. Forscher aus dem...

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neue Anwendungen für Mikrolaser in der Quanten-Nanophotonik

20.07.2018 | Physik Astronomie

Need for speed: Warum Malaria-Parasiten schneller sind als die menschlichen Abwehrzellen

20.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Die Gene sind nicht schuld

20.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics