Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Pop-Up-Blocker fördern TV-Spots im Web

19.01.2004


Online-Publisher testen Fernsehwerbung im Internet



Der Vormarsch von Pop-Up-Blockern fördert die Experimentierfreude US-amerikanischer Online-Publisher. Die Ankündigung von Microsoft, auf Wunsch zahlreicher User auch dem Internet Explorer eine Blocker-Funktion hinzuzufügen, stößt bei Publishern und Werbern auf Besorgnis. Der User untergrabe mit seiner Entscheidung gegen Pop-Ups gleichzeitig das Modell des Gratis-Internets, berichtet die New York Times (NYT). Da aber am Wunsch der User kein Weg vorbei führt, starten mehrere Websites in den USA, darunter MSN, ESPN und Lycos, einen sechswöchigen Test, mit dem der TV-Werbespot den Sprung ins Internet schaffen soll.

... mehr zu:
»ForMaT »NYT »Pop-Up-Blocker »Pop-up »Website »Werbespot


"Mit dem Format können Werber die Internet-User nun mit dergleichen Wirkung wie im Fernsehen erreichen", ist Dick Hopple überzeugt. Er ist Chairman und CEO des New Yorker Werbeunternehmens Unicast, das die Software für den Test entwickelt hat. Im Gegensatz zu früheren Video-Formaten sollen die Online-Spots 30 Vollbilder pro Sekunde abspielen und so TV-Qualität bieten. Die Werbespots werden für den User unsichtbar geladen während er die jeweilige Website besucht. Wenn der User die Seite wieder verlässt, wird der Spot auf der gesamten Bildschirm-Oberfläche abgespielt. Dabei umgeht die Software die gefürchteten Pop-Up-Blocker. Mit einer Skip-Funktion kann der User den Werbefilm unterbrechen und sofort zur nächsten Website weitersurfen.

Die Online-Publisher wollen das neue Format zunächst sehr sparsam einsetzen. Die auf individuelle Computer versendeten Werbungen können so limitiert werden, dass z.B. ein User einen Spot auf einer bestimmten Webseite nur einmal täglich zu sehen bekommt. Bis Ende Februar sollen so 100 Mio. Werbespots ausgeliefert werden. 50 bis 75 Mio. davon werden sich die User auch ansehen, hofft Unicast. Sollte das neue Online-Werbeformat ein Erfolg werden, könnte es zu einem würdigen Nachfolger des bei den Usern unbeliebten, aber aus Sicht der Publisher erfolgreichen Pop-Ups heranwachsen. Für die Publisher ist es laut NYT vor allem wegen dem Preis von 35 Dollar pro 1.000 versendete Werbespots lukrativ. Der durchschnittliche Preis für Online-Werbung pro 1.000 User liegt demnach in den USA bei zehn Dollar pro 1.000 Zuseher.

Die Verwendung von Pop-Up-Blockern nimmt rasant zu. Laut einer Untersuchung des Online-Werbers AdvertismentBanners.com haben rund 20 bis 25 Prozent der US-User einen Pop-Up-Blocker aktiviert, berichtet die NYT. Das sind doppelt so viele User wie noch ein Jahr zuvor. In Österreich hat eine Erhebung des IAB-Austria im Vorjahr ergeben, dass rund drei bis fünf Prozent der User Pop-Ups blockieren. Eine neue standardisierte Technik des IAB-Austria garantiert den Werbekunden, dass sie nur für Pop-Ups zahlen, die sich auch tatsächlich öffnen. Der sinkenden Effektivität des Formats angesichts des Vormarsches von Pop-Up-Blockern dürfte dies aber nicht entgegensteuern.

Erwin Schotzger | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.unicast.com
http://www.advertisementbanners.com

Weitere Berichte zu: ForMaT NYT Pop-Up-Blocker Pop-up Website Werbespot

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Das plastische Gehirn: Bessere Vernetzung von Gehirnarealen durch Training
02.07.2018 | Leibniz-Institut für Wissensmedien

nachricht skip Institut der Hochschule Fresenius und GFOS entwickeln Augmented-Reality-App für die Produktion
27.06.2018 | Hochschule Fresenius

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Im Focus: Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

„Wir haben jetzt ein klares Bild davon, wie das heiße Atomgitter und die kalten magnetischen Spins eines ferrimagnetischen Nichtleiters miteinander ins Gleichgewicht gelangen“, sagt Ilie Radu, Wissenschaftler am Max-Born-Institut in Berlin. Das internationale Forscherteam fand heraus, dass eine Energieübertragung sehr schnell stattfindet und zu einem neuartigen Zustand der Materie führt, in dem die Spins zwar heiß sind, aber noch nicht ihr gesamtes magnetisches Moment verringert haben. Dieser „Spinüberdruck“ wird durch wesentlich langsamere Prozesse abgebaut, die eine Abgabe von Drehimpuls an das Gitter ermöglichen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt in "Science Advances" erschienen.

Magnete faszinieren die Menschheit bereits seit mehreren tausend Jahren und sind im Zeitalter der digitalen Datenspeicherung von großer praktischer Bedeutung....

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Europaweit erste Patientin mit neuem Hybridgerät zur Strahlentherapie behandelt

19.07.2018 | Medizintechnik

Waldrand oder mittendrin: Das Erbgut von Mausmakis unterscheidet sich je nach Lebensraum

19.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Automatisiertes Befüllen von Regalen im Einzelhandel

19.07.2018 | Verkehr Logistik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics