Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Internet-Auftritte der deutschen Großstädte unter die Lupe genommen

25.10.2002


Wie steht es um die Internet-Auftritte der deutschen Städte? Prof. Dr. Edgar Einemann aus dem Studiengang Informatik/Wirtschaftsinformatik an der Hochschule Bremerhaven hat im Auftrag des Magazins Focus einen umfassenden Test des Internet-Auftritts der 77 größten deutschen Städte durchgeführt.



Ziel der Untersuchung war, den Stand der Internet-Präsenz der Großstädte im September 2002 zu ermitteln und damit zugleich einen empirisch fundierten Beitrag zur Beurteilung der Ist-Situation von eGovernment auf der kommunalen Ebene zu leisten.



Erstmals werden bei einer solchen Untersuchung alle Zahlen detailliert offen gelegt. Die Ergebnisse sind in einem 60-seitigen Report nachzulesen. Auf Basis von über 10.000 Zahlen und einem Bewertungsmodell wurde eine Datenbank mit vielen Standardabfragen entwickelt, die auch die Eingabe eigener Bewertungen und einen Vergleich mit anderen Städten ermöglicht.

Der Internet-City-Test zeigt die große Dynamik der Internet-Entwicklung in der Vergangenheit und in der Zukunft. "An vielen Stellen wird an neuen Möglichkeiten und Optimierungen gearbeitet, es gibt auf viele Stellen verteilte wenige hervorragende Lösungen und große Unterschiede in der Qualität der Angebote zwischen den Städten. Das lässt auch für die Zukunft eine dynamische Weiterentwicklung vermuten, insofern ist die vorliegende Untersuchung einmal mehr eine Momentaufnahme", sagt Professor Dr. Edgar Einemann. Und weiter: "Diese Momentaufnahme zeigt ein eGovernment ante portas: Es gibt zunehmende Öffnungen der staatlichen Verwaltung für Online-Aktivitäten von Bürgern und Wirtschaft, aber lediglich erste Anfänge von wirklich medienbruchfreien Anwendungen. Die Schnelligkeit des Voranschreitens wird nicht nur von den angebotenen Lösungen, sondern auch von der Akzeptanz der digitalen Signaturkarte oder von Reduktionen des Sicherheitsanspruches staatlicher Stellen abhängen."

Jede Stadt wurde auf 139 Indikatoren untersucht, die zu neun Kategorien und fünf Rubriken zusammengefasst wurden. Bewertet wurden insgesamt 59 Indikatoren in der Rubrik "Service für Bürger und Wirtschaft", 27 Indikatoren in der Rubrik "Stadtinformationen und Tourismus", 25 Indikatoren in der Rubrik "Politische Information und Bürgerbeteiligung", 19 Indikatoren in der Rubrik "Wichtige Links" (Kultur, Gesundheit, Links) und neun Indikatoren in der Rubrik "Benutzerfreundlichkeit". Die Bewertung erfolgte mittels Punkte.
Insgesamt werden mit "sehr gut" Bremen (84,2 Prozent der erreichbaren Punkte) und Hamburg (83,1 Prozent) gewertet, mit "richtig gut" Stuttgart, Düsseldorf und Magdeburg. Als "gerade noch gut" einzustufen sind Karlsruhe, Berlin, Dortmund, München, Köln und Mainz. Angesichts der heutigen Möglichkeiten sehr schwache Auftritte (und damit bewertet als "ungenügend") bieten Salzgitter, Recklinghausen, Koblenz und Ingolstadt.

"Nicht zuletzt aufgrund der erheblichen Bemühungen um den Aufbau von Online-Services ist Bremen ein verdienter Testsieger, der auch bei einer ausschließlichen Betrachtung der interaktiven Elemente und der eGovernment-Beiträge auf Platz 1 liegt. Aber Bremen siegt lediglich im Fotofinish. Der hervorragende Auftritt von Hamburg erreicht nahezu die gleiche Punktzahl wie Bremen und liegt immerhin in fünf wichtigen Einzelwertungen auf Platz 1", erklärt Prof. Einemann.


Daniela Krause-Behrens | idw
Weitere Informationen:
http://www.einemann.net/
http://www.hs-bremerhaven.de/

Weitere Berichte zu: Großstadt Indikator Internet-Auftritt

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Immer mehr Fernseh-Zuschauer nutzen einen Second Screen
17.10.2018 | Universität Regensburg

nachricht Ausgefeilte Videotechnologie lenkt von Werbung ab
16.10.2018 | Alpen-Adria-Universität Klagenfurt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Rasende Elektronen unter Kontrolle

Die Elektronik zukünftig über Lichtwellen kontrollieren statt Spannungssignalen: Das ist das Ziel von Physikern weltweit. Der Vorteil: Elektromagnetische Wellen des Licht schwingen mit Petahertz-Frequenz. Damit könnten zukünftige Computer eine Million Mal schneller sein als die heutige Generation. Wissenschaftler der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) sind diesem Ziel nun einen Schritt nähergekommen: Ihnen ist es gelungen, Elektronen in Graphen mit ultrakurzen Laserpulsen präzise zu steuern.

Eine Stromregelung in der Elektronik, die millionenfach schneller ist als heutzutage: Davon träumen viele. Schließlich ist die Stromregelung eine der...

Im Focus: UNH scientists help provide first-ever views of elusive energy explosion

Researchers at the University of New Hampshire have captured a difficult-to-view singular event involving "magnetic reconnection"--the process by which sparse particles and energy around Earth collide producing a quick but mighty explosion--in the Earth's magnetotail, the magnetic environment that trails behind the planet.

Magnetic reconnection has remained a bit of a mystery to scientists. They know it exists and have documented the effects that the energy explosions can...

Im Focus: Eine kalte Supererde in unserer Nachbarschaft

Der sechs Lichtjahre entfernte Barnards Stern beherbergt einen Exoplaneten

Einer internationalen Gruppe von Astronomen unter Beteiligung des Max-Planck-Instituts für Astronomie in Heidelberg ist es gelungen, beim nur sechs Lichtjahre...

Im Focus: Mit Gold Krankheiten aufspüren

Röntgenfluoreszenz könnte neue Diagnosemöglichkeiten in der Medizin eröffnen

Ein Präzisions-Röntgenverfahren soll Krebs früher erkennen sowie die Entwicklung und Kontrolle von Medikamenten verbessern können. Wie ein Forschungsteam unter...

Im Focus: Ein Chip mit echten Blutgefäßen

An der TU Wien wurden Bio-Chips entwickelt, in denen man Gewebe herstellen und untersuchen kann. Die Stoffzufuhr lässt sich dabei sehr präzise dosieren.

Menschliche Zellen in der Petrischale zu vermehren, ist heute keine große Herausforderung mehr. Künstliches Gewebe herzustellen, durchzogen von feinen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Kalikokrebse: Erste Fachtagung zu hochinvasiver Tierart

16.11.2018 | Veranstaltungen

Können Roboter im Alter Spaß machen?

14.11.2018 | Veranstaltungen

Tagung informiert über künstliche Intelligenz

13.11.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Mikroplastik in Kosmetik

16.11.2018 | Studien Analysen

Neue Materialien – Wie Polymerpelze selbstorganisiert wachsen

16.11.2018 | Materialwissenschaften

Anomale Kristalle: ein Schlüssel zu atomaren Strukturen von Schmelzen im Erdinneren

16.11.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics