Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Internet-PC wird zum zentralen Medium für Jugendliche

29.05.2008
Die Lieblingsmusik hören, Videos oder Serien anschauen - das Internet ist für Jugendliche nicht mehr nur ein Medium, mit dem sie sich informieren oder mit anderen kommunizieren.

Unterhaltungsangebote im Internet gehören für Jugendliche ebenso zum Medienalltag. Damit macht der Internet-PC 'alte' Medien für Jugendliche zunehmend überflüssig. Das ist ein Ergebnis der soeben abgeschlossenen dritten Welle der Langzeitstudie "Medienkonvergenz Monitoring" der Professur für Medienpädagogik und Weiterbildung der Universität Leipzig.

Die aktuellen Ergebnisse basieren auf einer Onlinebefragung von mehr als 5.000 Jugendlichen im Alter von zwölf bis 19 Jahren. Einerseits wurde ihre Nutzung der multifunktionalen Medien Computer, Internet und Handy untersucht, andererseits, wie die Jugendlichen ihr Interesse für Musik, Computerspiele, Filme und Fernsehsendungen über verschiedene Medien hinweg verfolgen. Dabei macht das Monitoring deutlich: Der Internet-PC verdrängt 'alte'

Medien wie die Stereoanlage oder den Discman. Wenn Jugendliche heute Musik hören, dann hören sie meist MP3-Dateien - sei es mit dem PC oder mit mobilen Playern - oder sie greifen gleich auf das Internet zu: 78 Prozent der befragten Jugendlichen hören zum Beispiel Musik oft am PC, während nur 36 Prozent oft den CD-Player zum Musikhören nutzen.

Besonders beliebt bei den Jugendlichen sind Onlinevideos auf Portalen wie YouTube, Clipfish oder MyVideo. 92 Prozent der befragten Jugendlichen haben sich schon einmal im Internet Videos angeschaut, fast 40 Prozent geben an, dies oft zu tun. Dabei konsumieren die Jugendlichen auf Videoportalen eben nicht nur Videos, die von den Nutzer selbst produziert wurden (wie private Spaßvideos), sondern auch Inhalte der 'alten' Massenmedien. Musikvideos schauen sich zum Beispiel zwei Drittel der musikinteressierten Jugendlichen im Netz an. Videos zu Filmen nutzt jeder zweite Filminteressierte. Für die Jugendlichen ist dabei wichtig, dass sie sich ihr 'Programm' ganz individuell zusammenstellen können, in dem sie zum Beispiel ihre Lieblingsvideos und -lieder in Playlisten abspeichern oder nach neuen, spannenden Videos suchen.

Alle weiteren Ergebnisse der dritten Welle des Medienkonvergenz Monitoring können unter www.medienkonvergenz-monitoring.de abgerufen werden.

Das Medienkonvergenz Monitoring beobachtet seit fünf Jahren die Entwicklung der Medienkonvergenz, das heißt, das Zusammenwachsen von vormals getrennten Medienbereichen und Übertagungswegen. Im Mittelpunkt steht dabei die Relevanz dieser Entwicklung für Jugendliche. Das Langzeitprojekt der Professur für Medienpädagogik und Weiterbildung der Universität Leipzig unter der Leitung von Prof. Bernd Schorb wird von der Sächsischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (SLM) gefördert. Kathrin Ruther

Weitere Informationen:
Professur für Medienpädagogik und Weiterbildung
Jan Keilhauer, Maren Würfel, Matthias Kießling
Telefon: 0341 97-35888
E-Mail: redaktion-memo@uni-leipzig.de

Sandra Hasse | Universität Leipzig
Weitere Informationen:
http://www.medienkonvergenz-monitoring.de
http://www.uni-leipzig.de/presse

Weitere Berichte zu: Internet-PC Medienkonvergenz Medienpädagogik

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Sichere Datenübertragung mit Ultraschall am Handy: neue Methode zur Nahfeldkommunikation
21.11.2019 | Fachhochschule St. Pölten

nachricht Gesundheits-App als Fitness-Coach für Familien
21.11.2019 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Cheers! Maxwell's electromagnetism extended to smaller scales

More than one hundred and fifty years have passed since the publication of James Clerk Maxwell's "A Dynamical Theory of the Electromagnetic Field" (1865). What would our lives be without this publication?

It is difficult to imagine, as this treatise revolutionized our fundamental understanding of electric fields, magnetic fields, and light. The twenty original...

Im Focus: Hochgeladenes Ion bahnt den Weg zu neuer Physik

In einer experimentell-theoretischen Gemeinschaftsarbeit hat am Heidelberger MPI für Kernphysik ein internationales Physiker-Team erstmals eine Orbitalkreuzung im hochgeladenen Ion Pr9+ nachgewiesen. Mittels einer Elektronenstrahl-Ionenfalle haben sie optische Spektren aufgenommen und anhand von Atomstrukturrechnungen analysiert. Ein hierfür erwarteter Übergang von nHz-Breite wurde identifiziert und seine Energie mit hoher Präzision bestimmt. Die Theorie sagt für diese „Uhrenlinie“ eine sehr große Empfindlichkeit auf neue Physik und zugleich eine extrem geringe Anfälligkeit gegenüber externen Störungen voraus, was sie zu einem einzigartigen Kandidaten zukünftiger Präzisionsstudien macht.

Laserspektroskopie neutraler Atome und einfach geladener Ionen hat während der vergangenen Jahrzehnte Dank einer Serie technologischer Fortschritte eine...

Im Focus: Highly charged ion paves the way towards new physics

In a joint experimental and theoretical work performed at the Heidelberg Max Planck Institute for Nuclear Physics, an international team of physicists detected for the first time an orbital crossing in the highly charged ion Pr⁹⁺. Optical spectra were recorded employing an electron beam ion trap and analysed with the aid of atomic structure calculations. A proposed nHz-wide transition has been identified and its energy was determined with high precision. Theory predicts a very high sensitivity to new physics and extremely low susceptibility to external perturbations for this “clock line” making it a unique candidate for proposed precision studies.

Laser spectroscopy of neutral atoms and singly charged ions has reached astonishing precision by merit of a chain of technological advances during the past...

Im Focus: Ultrafast stimulated emission microscopy of single nanocrystals in Science

The ability to investigate the dynamics of single particle at the nano-scale and femtosecond level remained an unfathomed dream for years. It was not until the dawn of the 21st century that nanotechnology and femtoscience gradually merged together and the first ultrafast microscopy of individual quantum dots (QDs) and molecules was accomplished.

Ultrafast microscopy studies entirely rely on detecting nanoparticles or single molecules with luminescence techniques, which require efficient emitters to...

Im Focus: Wie Graphen-Nanostrukturen magnetisch werden

Graphen, eine zweidimensionale Struktur aus Kohlenstoff, ist ein Material mit hervorragenden mechanischen, elektronischen und optischen Eigenschaften. Doch für magnetische Anwendungen schien es bislang nicht nutzbar. Forschern der Empa ist es gemeinsam mit internationalen Partnern nun gelungen, ein in den 1970er Jahren vorhergesagtes Molekül zu synthetisieren, welches beweist, dass Graphen-Nanostrukturen in ganz bestimmten Formen magnetische Eigenschaften aufweisen, die künftige spintronische Anwendungen erlauben könnten. Die Ergebnisse sind eben im renommierten Fachmagazin Nature Nanotechnology erschienen.

Graphen-Nanostrukturen (auch Nanographene genannt) können, je nach Form und Ausrichtung der Ränder, ganz unterschiedliche Eigenschaften besitzen - zum Beispiel...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Analyse internationaler Finanzmärkte

10.12.2019 | Veranstaltungen

QURATOR 2020 – weltweit erste Konferenz für Kuratierungstechnologien

04.12.2019 | Veranstaltungen

Die Zukunft der Arbeit

03.12.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neue Hefe-Spezies in Braunschweig entdeckt

12.12.2019 | Biowissenschaften Chemie

Humane Papillomviren programmieren ihre Wirtszellen um und begünstigen so die Hautkrebsentstehung

12.12.2019 | Medizin Gesundheit

Urbane Gärten: Wie Agrarschädlinge von Städten profitieren

12.12.2019 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics