Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Daheim und unterwegs "lernsehen" - per iPod oder IP-TV

29.02.2008
Innovatives Wissen nicht nur jederzeit sondern auch überall komfortabel aufnehmen zu können - dabei hilft eine vom Hasso-Plattner-Institut entwickelte E-Learning-Technologie. Sie trägt den Namen "Tele-TASK" und wird auf der CeBIT am HPI-Stand in Halle 9 C08 präsentiert. TASK steht dabei für Tele-Teaching Anywhere Solution KIT.

Die Potsdamer Informatik-Wissenschaftler rund um Institutsleiter Prof. Christoph Meinel stellen seit dem Sommer 2007 Podcasts thematisch abgeschlossener Vorlesungs-Abschnitte ins Internet (www.tele-task.de). Sie zeigen neben dem Vortragenden auch dessen Bildschirm- oder Tafel-Präsentation. "Das geschieht dank einer neuen Bild-im-Bild-Technik.

Wir haben sie auf das kleine Display des iPods und anderer mobiler Video-Abspielgeräte wie PDA oder Mobiltelefon angepasst", berichtet Institutsleiter Prof. Christoph Meinel. Bislang ist bei herkömmlichen Lernvideopodcasts stets ein Informationsverlust in Kauf zu nehmen, weil lediglich Bilder vom Redner selbst oder dessen Folien plus seine Sprache übertragen werden.

Wer sich die Potsdamer Podcasts aus dem Internet auf sein kleines, mobiles Abspielgerät lädt, kann sie dann im Bus, im Wartezimmer oder draußen im Park anschauen - immer, wenn Zeit und Lust dazu da sind. Es handelt sich um einzelne, thematisch abgeschlossene Abschnitte von Informatik
... mehr zu:
»IP-TV »Podcast

vorlesungen. "Dadurch ist es möglich, daheim und unterwegs den Lernstoff sehr gezielt auszuwählen, beispielsweise für die Wiederholung", betont E-Learning-Pionier Meinel. Es ist also nicht mehr unbedingt notwendig, ein komplettes 90-Minuten-Video herunter zu laden. Folge: Das Lernen wird schneller.

Die Potsdamer "Tele-Teacher" rund um Prof. Meinel setzten bei der Entwicklung auf Standards und frei verfügbare Software. "Wir greifen einfach das Signal der Grafikkarte ab und konvertieren es für die Übertragung ins Internet. Damit ist unser Tele-Task-System weder von bestimmten Betriebssystemen noch von einer bestimmten Präsentationssoftware abhängig", erklärt der Professor für Internet-Technologien und -Systeme das Konzept. Rund 1000 Informatik-Vorlesungen, Übungen und sonstige Präsentationen sind mittlerweile über die HPI-Plattform www.tele-task.de für jeden kostenlos nutzbar - live oder zeitversetzt. Für diese moderne Form des elektronischen Fernstudiums muss der PC- oder Laptop-Nutzer lediglich den kostenlosen Real Player installiert haben und über eine Internetverbindung verfügen. Jetzt gibt es den gleichen Komfort auch bei der Podcast-Nutzung.

Ein weiteres Projekt, das vom Hasso-Plattner-Institut auf der CeBIT präsentiert wird, ist das neue "tele-task-TV". "Unser komfortables Überall-Lernangebot geht über die Gruppe der Nutzer hinaus, die die Inhalte am Computer oder auf einem mobilen Videoplayer ansehen. Man nennt sie 'Lean forward'-Nutzer", erläutert Institutsdirektor Meinel. Künftig will sein Team Informatik-Inhalte für den großen Fernseher im Wohnzimmer aufbereiten und über IP-TV aussenden. "Mit diesem Lern-Fernsehen im Internet erreicht man auch den 'Lean-Back-User', also Menschen, die sich auf der Couch entspannen, aber noch etwas für Ihre Bildung tun wollen. Fernsehen wird also zum Lernsehen", betont Meinel.

Derzeit erforschen die Potsdamer Wissenschaftler zudem, wie man per semantischer Suche die Stellen in solchen Lehrvideos finden kann, in denen auf spezielle Themen eingegangen wird: "Derzeit arbeiten wir an einer automatischen Vergabe von Schlagworten für einzelne thematische Einheiten von Lehrveranstaltungen", erläutert Prof. Meinel. Diese neue Webanwendung, die in Kürze online geht, soll dem Benutzer als Ergebnis von Suchanfragen zu bestimmten Stichwörtern beispielsweise ein Paket von Vorlesungsabschnitten bereitstellen, das die gewünschten Inhalte liefert und seine Fragen prägnant und umfassend beantwortet. Außerdem werden sich Benutzer einen persönlichen Zugang erstellen können, um zu jeder Vorlesung individuelle Notizen hinzuzufügen und diese zu speichern.

Hintergrund Tele-Teaching-System Tele-Task

Das gesamte System, das vom HPI vertrieben wird, ist in einem Schuhkarton-großen Rechner realisiert, an den der Präsentationslaptop und eine Videokamera angeschlossen werden. So lassen sich nicht nur Tagungen, Symposien, Vorträge oder auch Firmenmeetings mit minimalem Aufwand aufzeichnen und direkt übertragen - es ist auch spielend einfach, etwa für die Einführung von neuen Computeranwendungen Lernvideos zu produzieren, die die Anwendung direkt auf dem Monitor präsentieren. Außerdem ermöglicht das System, direkt nach Ende der Präsentation eine CD-ROM oder DVD mit der Aufzeichnung zu brennen. Bereits über 9 Millionen Mal wurde bisher auf den tele-TASK-Server zugegriffen.

Hans-Joachim Allgaier | idw
Weitere Informationen:
http://www.tele-task.de
http://www.hpi-web.de

Weitere Berichte zu: IP-TV Podcast

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Das plastische Gehirn: Bessere Vernetzung von Gehirnarealen durch Training
02.07.2018 | Leibniz-Institut für Wissensmedien

nachricht skip Institut der Hochschule Fresenius und GFOS entwickeln Augmented-Reality-App für die Produktion
27.06.2018 | Hochschule Fresenius

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Im Focus: Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

„Wir haben jetzt ein klares Bild davon, wie das heiße Atomgitter und die kalten magnetischen Spins eines ferrimagnetischen Nichtleiters miteinander ins Gleichgewicht gelangen“, sagt Ilie Radu, Wissenschaftler am Max-Born-Institut in Berlin. Das internationale Forscherteam fand heraus, dass eine Energieübertragung sehr schnell stattfindet und zu einem neuartigen Zustand der Materie führt, in dem die Spins zwar heiß sind, aber noch nicht ihr gesamtes magnetisches Moment verringert haben. Dieser „Spinüberdruck“ wird durch wesentlich langsamere Prozesse abgebaut, die eine Abgabe von Drehimpuls an das Gitter ermöglichen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt in "Science Advances" erschienen.

Magnete faszinieren die Menschheit bereits seit mehreren tausend Jahren und sind im Zeitalter der digitalen Datenspeicherung von großer praktischer Bedeutung....

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Europaweit erste Patientin mit neuem Hybridgerät zur Strahlentherapie behandelt

19.07.2018 | Medizintechnik

Waldrand oder mittendrin: Das Erbgut von Mausmakis unterscheidet sich je nach Lebensraum

19.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Automatisiertes Befüllen von Regalen im Einzelhandel

19.07.2018 | Verkehr Logistik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics