Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Analyse audiovisueller Inhalte

18.08.2010
Mit Hilfe einer automatischen Fehlererkennung und Qualitätsbewertung von Videosequenzen können Filmemacher schon während der Produktion Störungen erkennen. Auf der International Broadcasting Convention IBC in Amsterdam stellen Wissenschaftler außerdem eine automatische Klassifikation für Videos vor.

Typische Fehler, die die Software des Fraunhofer-Instituts für Digitale Medientechnologie IDMT identifiziert, sind etwa die Ausgabe von Mono- statt Stereoton, Vertauschung der Kanäle oder unerwünschte Schwankungen in der Lautstärke. Zudem lassen sich Unschärfen, Standbilder oder auch Über- und Unterbelichtung finden. Im Moment arbeiten die Entwickler daran, dass auch verrauschte Bilder, sichtbare Codierartefakte, eine fehlerhafte 16:9 / 4:3-Umschaltung, Farbverfälschungen oder Synchronitätsprobleme erkannt werden.

Vor allem für Produktionsfirmen bedeutet das automatische Fehler- und Qualitätsmonitoring eine enorme Zeitersparnis beim Sichten von Videomaterial. Arbeitsschritte lassen sich damit automatisieren und Ressourcen einsparen.

Zur IBC präsentieren die Experten des IDMT außerdem eine Technologie zur automatischen Klassifikation von Videomaterial in semantische Kategorien. Die Software analysiert Videos bezüglich bestimmter Eigenschaften wie Genre oder Stimmung. So findet der Fernsehzuschauer auch in einem großen Filmangebot gezielt Videos der Kategorie Thriller. Für Mediatheken und Video-on-Demand-Portale eignet sich die Technologie als Empfehlungssystem für Filme. Auch Sendeanstalten optimieren so ihre Arbeitsabläufe – klassifiziertes Videomaterial lässt sich besser archivieren und schneller finden.

Das Besondere an diesem Analyse- und Empfehlungssystem ist, dass es voll automatisch arbeitet. Statt manuellem Verschlagworten wird durch die semantische Analyse eine automatische Beschreibung von Genre und Stimmung möglich. Neue Suchfunktionalitäten ermöglichen jetzt, sich beispielsweise sein personalisiertes Unterhaltungsprogramm zusammenstellen zu lassen.

Vom 10. bis 14. September zeigen die IDMT-Forscher auf der IBC in Halle 8, Stand C81 wie Software Fehler in Videosequenzen erkennt, die Qualität bewertet und die Videos automatisch klassifiziert.

Dr.-Ing. Uwe Kühhirt | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.fraunhofer.de
http://www.fraunhofer.de/presse/presseinformationen/2010/08/analyse-audiovisueller-inhalte-ibc.jsp

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Das plastische Gehirn: Bessere Vernetzung von Gehirnarealen durch Training
02.07.2018 | Leibniz-Institut für Wissensmedien

nachricht skip Institut der Hochschule Fresenius und GFOS entwickeln Augmented-Reality-App für die Produktion
27.06.2018 | Hochschule Fresenius

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Die Mischung macht‘s: Jülicher Forscher entwickeln schnellladefähige Festkörperbatterie

Mit Festkörperbatterien sind aktuell große Hoffnungen verbunden. Sie enthalten keine flüssigen Teile, die auslaufen oder in Brand geraten könnten. Aus diesem Grund sind sie unempfindlich gegenüber Hitze und gelten als noch deutlich sicherer, zuverlässiger und langlebiger als herkömmliche Lithium-Ionen-Batterien. Jülicher Wissenschaftler haben nun ein neues Konzept vorgestellt, das zehnmal größere Ströme beim Laden und Entladen erlaubt als in der Fachliteratur bislang beschrieben. Die Verbesserung erzielten sie durch eine „clevere“ Materialwahl. Alle Komponenten wurden aus Phosphatverbindungen gefertigt, die chemisch und mechanisch sehr gut zusammenpassen.

Die geringe Stromstärke gilt als einer der Knackpunkte bei der Entwicklung von Festkörperbatterien. Sie führt dazu, dass die Batterien relativ viel Zeit zum...

Im Focus: It’s All in the Mix: Jülich Researchers are Developing Fast-Charging Solid-State Batteries

There are currently great hopes for solid-state batteries. They contain no liquid parts that could leak or catch fire. For this reason, they do not require cooling and are considered to be much safer, more reliable, and longer lasting than traditional lithium-ion batteries. Jülich scientists have now introduced a new concept that allows currents up to ten times greater during charging and discharging than previously described in the literature. The improvement was achieved by a “clever” choice of materials with a focus on consistently good compatibility. All components were made from phosphate compounds, which are well matched both chemically and mechanically.

The low current is considered one of the biggest hurdles in the development of solid-state batteries. It is the reason why the batteries take a relatively long...

Im Focus: Farbeffekte durch transparente Nanostrukturen aus dem 3D-Drucker

Neues Design-Tool erstellt automatisch 3D-Druckvorlagen für Nanostrukturen zur Erzeugung benutzerdefinierter Farben | Wissenschaftler präsentieren ihre Ergebnisse diese Woche auf der angesehenen SIGGRAPH-Konferenz

Die meisten Objekte im Alltag sind mit Hilfe von Pigmenten gefärbt, doch dies hat einige Nachteile: Die Farben können verblassen, künstliche Pigmente sind oft...

Im Focus: Color effects from transparent 3D-printed nanostructures

New design tool automatically creates nanostructure 3D-print templates for user-given colors
Scientists present work at prestigious SIGGRAPH conference

Most of the objects we see are colored by pigments, but using pigments has disadvantages: such colors can fade, industrial pigments are often toxic, and...

Im Focus: Eisen und Titan in der Atmosphäre eines Exoplaneten entdeckt

Forschende der Universitäten Bern und Genf haben erstmals in der Atmosphäre eines Exoplaneten Eisen und Titan nachgewiesen. Die Existenz dieser Elemente in Gasform wurde von einem Team um den Berner Astronomen Kevin Heng theoretisch vorausgesagt und konnte nun von Genfern Astronominnen und Astronomen bestätigt werden.

Planeten in anderen Sonnensystemen, sogenannte Exoplaneten, können sehr nah um ihren Stern kreisen. Wenn dieser Stern viel heisser ist als unsere Sonne, dann...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

LaserForum 2018 thematisiert die 3D-Fertigung von Komponenten

17.08.2018 | Veranstaltungen

Aktuelles aus der Magnetischen Resonanzspektroskopie

16.08.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Oktober 2018

16.08.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

IHP-Technologie darf in den Weltraum fliegen

20.08.2018 | Energie und Elektrotechnik

Eröffnung des neuen Produktionsgebäudes bei Heraeus Medical in Wehrheim

20.08.2018 | Unternehmensmeldung

Universum Studie: Internationalität und Praxisbezug sind Erfolgsfaktoren der ISM

20.08.2018 | Unternehmensmeldung

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics