Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Musik auf Krankenschein gegen Schmerzen

10.09.2010
Mathematisches Modell gibt Aufschluss über emotionalen Kontext

Forscher der University of Glasgow haben einen neuen Ansatz für die Linderung von emotionalen und physischen Schmerzen gefunden. Mit einer innovativen Kombination aus Musikpsychologie und Audio-Engineering konnte das Projekt erstmals genauer ans Licht bringen, wie sich Musik auf die Emotionen überträgt. Die Forschungsergebnisse könnten in Zukunft zu Fortschritten in der Musiktherapie führen.

"Die Einfluss von einem Musikstück auf eine Person ist viel größer als nur der Schluss, dass ein schnelles Stück die Stimmung hebt und ein langsames die Stimmung senkt", erklärt Projektleiter Don Knox gegenüber pressetext. "Musik bringt Emotionen als Resultat vieler Faktoren zum Ausdruck. Dazu gehören Töne, Strukturen und andere Charakteristika eines Musikstückes. Auch Texten kommt eine Bedeutung zu."

Subjektive Faktoren miteinbeziehen

Neben diesen objektiven Bestandteilen spielen auch subjektive Faktoren eine Rolle. Dazu gehöre etwa die Erinnerung daran, wann ein Musikstück das erste Mal gehört wurde und welche Assoziationen mit den Gefühlen von damals hergestellt werden können. "Unsere Forschungsarbeit ist der erste Schritt, der all diese Faktoren miteinbezieht", erklärt der Experte.

Das Forscherteam hat bereits mit Versuchen begonnen. Probanden wurde dabei ein ihnen bisher unbekanntes Musikstück vorgespielt. Dieses mussten sie auf einer Achse nach den Gefühlen, die sie beim Hören hatten, beurteilen. "Das war entscheidend für die Feststellung der persönlichen Präferenzen. In Zukunft werden wir daraus ableiten können, welche Grundvoraussetzungen ein Musikstück erfüllen muss, damit es auch therapeutisch eingesetzt werden kann."

Modell gibt Aufschluss über Kapazitäten

"Das ultimative Ziel ist es ein verlässliches mathematisches Modell zu schaffen, das die verschiedenen Emotionen von Musik zu kommunizieren kann", erklärt der Forscher. "Damit können dann Musikstücke herausgesucht werden, die die jeweilige Stimmung beeinflussen und den emotionalen Erfordernissen entsprechen." Computerprogramme sollen dann in der Lage sein, Musikstücke nach diesen Kriterien auszusuchen.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.gcu.ac.uk

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Interdisziplinäre Forschung:

nachricht Untersuchung der Zellmembran: Forscher entwickeln Stoff, der wichtigen Membranbestandteil nachahmt
25.05.2018 | Westfälische Wilhelms-Universität Münster

nachricht Nanopartikel aus Kläranlagen - vorläufige Entwarnung
02.05.2018 | Universität Siegen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Interdisziplinäre Forschung >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Future electronic components to be printed like newspapers

A new manufacturing technique uses a process similar to newspaper printing to form smoother and more flexible metals for making ultrafast electronic devices.

The low-cost process, developed by Purdue University researchers, combines tools already used in industry for manufacturing metals on a large scale, but uses...

Im Focus: Rostocker Forscher entwickeln autonom fahrende Kräne

Industriepartner kommen aus sechs Ländern

Autonom fahrende, intelligente Kräne und Hebezeuge – dieser Ingenieurs-Traum könnte in den nächsten drei Jahren zur Wirklichkeit werden. Forscher aus dem...

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neue Anwendungen für Mikrolaser in der Quanten-Nanophotonik

20.07.2018 | Physik Astronomie

Need for speed: Warum Malaria-Parasiten schneller sind als die menschlichen Abwehrzellen

20.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Die Gene sind nicht schuld

20.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics