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Krisenmanagement bei Katastrophen

02.08.2012
Europäisches Forschungsprojekt CRISMA entwickelt Simulationswerkzeug für Krisenszenarien

40 Forscher, Techniker und Anwender aus 17 europäischen Institutionen trafen sich Anfang Juni 2012 am Fraunhofer IAO in Stuttgart im Rahmen des europäischen Projekts CRISMA.

Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Behörden, Feuerwehr und Rettungskräfte mit Hilfe von Modellierungs- und Simulationslösungen optimal auf Krisen, große Verkehrsunfälle oder Naturkatastrophen vorbereitet werden können.

Erdbeben oder Überflutungen können große Gebiete betreffen und erfordern zeitgleich unter erschwerten Bedingungen zahlreiche Maßnahmen zum Schutz von Menschen, Gebäuden und Infrastrukturen. Auch Chemieunfälle, Waldbrände oder Großschadenslagen bei Großveranstaltungen stellen die Organisationen, die eine solche Krise bewältigen müssen, vor immense Herausforderungen.

Das EU-Projekt CRISMA (Modelling crisis management for improved action and preparedness) hat das Ziel, die betroffenen Behörden auf allen föderalen Ebenen sowie öffentliche und private Hilfeleistungsstrukturen durch praktikable und verlässliche Simulierungswerkzeuge bei der Vorbereitung auf solche Krisen zu unterstützen und somit die Sicherheit der Bürger in Europa zu verbessern. Dies ermöglicht eine ressortübergreifende Betrachtung bei komplexen Szenarien unter Berücksichtigung der jeweiligen organisationsspezifi schen Besonderheiten.

Für die Planung, in Trainingssituationen, zur Begleitung bei Übungen oder zur Nachbereitung realer Ereignisse sollen dafür Informationen über den Verlauf von Katastrophen sowie mögliche Entscheidungen und Maßnahmen zur Katastrophenbewältigung übersichtlich zur Verfügung gestellt werden. Um die Folgen möglicher Maßnahmen in Krisenszenarien besser einschätzen zu können, entwickeln die Projektpartner spezielle Modellierungs- und Simulationstechnologien. Diese unterstützen die beteiligten Behörden bei der Ausarbeitung effizienter Hilfsmaßnahmen wie z. B. der Optimierung des Ressourcenmanagements innerhalb der beteiligten privaten und öffentlichen Hilfeleistungsstrukturen.

Das Fraunhofer IAO ist in CRISMA für die Koordination der Anwenderanforderungen zuständig. Dies umfasst z.B. die zu betrachtenden Krisenszenarien oder die Entscheidungskriterien. Zudem entstehen am Fraunhofer IAO Modelle zur Entscheidungsunterstützung sowie Konzepte für die anwendungsfreundlichen Benutzerführungen. Die Simulationsergebnisse überprüfen die Experten des Fraunhofer IAO in Deutschland anhand von räumlich übertragbaren Szenarien zusammen mit weiteren deutschen Partnern.

Ansprechpartner :

Fraunhofer IAO, Dr. Wolf Engelbach
Telefon +49 711 970-2128
wolf.engelbach@iao.fraunhofer.de
Weitere Informationen :
www.crismaproject.eu
www.swm.iao.fraunhofer.de/Themenfelder/it_zivile_sicherheit.jsp

Claudia Garád | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.iao.fraunhofer.de

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