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Wo das gute Trinkwasser herkommt

30.04.2002


KompetenzZentrum Wasser Berlin startet im Mai 2002 neues Forschungsprojekt zur Berliner Trinkwassergewinnung



Gutes Trinkwasser ist eine der wichtigsten Ressourcen weltweit. In vielen Städten und Ländern treten Probleme in der Trinkwasserversorgung der Bevölkerung auf, bedingt durch Ausbeutung des Grundwassersystems oder durch hohe Verschmutzung des Oberflächenwassers und/oder des Grundwassers. Das KompetenzZentrum Wasser startet im Mai 2002 ein interdisziplinäres Forschungsprojekt namens NASRI - Natural and Artificial Systems for Recharge and Infiltration, das sich mit der Trinkwassergewinnung in Berlin beschäftigen wird.



Beteiligt sind an diesem Projekt die Technische Universität Berlin, die Freie Universität Berlin, das Umweltbundesamt, die Humboldt-Universität zu Berlin und das Institut für Gewässerkunde und Binnenfischerei (IGB). Das Projekt "NASRI" soll im Mai 2005 beendet sein. Finanziert wird es von den Berliner Wasserbetrieben und Vivendi Water.

Die an dem Forschungsprojekt beteiligten Wissenschaftler werden die chemischen Reaktionen im Boden genauer untersuchen, die zur Reinigung des in Berlin verbrauchten Wassers führen. Geplant ist darüber hinaus die Entwicklung von Modellen und Richtlinien, die zur Verbesserung existierender Anlagen oder zur Einrichtung neuer Anlagen weltweit genutzt werden sollen.

Eine in Berlin seit mehr als hundert Jahren genutzte Methode, Grundwasser als Trinkwasser zu nutzen aber nicht zu übernutzen, ist die Uferfiltration und künstliche Grundwasseranreicherung. Im Prinzip wird See- oder Flusswasser gezwungen, in den Untergrund zu infiltrieren. Nach einer Untergrundpassage wird es dann durch Brunnen der Berliner Wasserbetriebe gefördert. Aus diesem Grund sind die Brunnengalerien der Berliner Wasserbetriebe entlang des Ufers in unmittelbarer Nähe der Seen und Flüsse errichtet worden. Diese Veränderung von Seewasser zu Trinkwasser geht durch eine Vielzahl von Reinigungsmechanismen vonstatten, die im Grundwasserleiter natürlich ablaufen. Ein ähnliches System stellt die künstliche Grundwasseranreicherung dar. In diesem Fall wird Seewasser über Pumpen in Sickerbecken gepumpt. Das Wasser versickert in den Boden und wird in einiger Entfernung wieder durch die Trinkwasserbrunnen entnommen. Das Prinzip ist jedoch das gleiche wie bei der Uferfiltration.

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern Diplom-Geologin Birgit Fritz, KompetenzZentrum Wasser Berlin, Tel.: 030/53653-814, E-Mail: birgit.fritz@kompetenz-wasser.de oder Stephanie Rinck-Pfeiffer, Kom-petenzZentrum Wasser Berlin, Tel.: 030/314-53653-808, E-Mail: stephanie.rinck-pfeiffer@kompetenz-wasser.de

Ramona Ehret | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-berlin.de/forschung/IFV/wasser/engl/en_home.htm

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