Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Investitionen von über 3 Mrd. EUR - rund 10.000 Beschäftigte

25.04.2002


Siemens hat in den vergangenen 10 Jahren insgesamt mehr als 3 Mrd. EUR in den neuen Bundesländern investiert. Damit wurde vor allem der weitere Aufbau und Ausbau hochmoderner Fertigungsstandorte vorangetrieben. Insgesamt beschäftigt das Unternehmen rund 10.000 Mitarbeiter in den neuen Bundesländern, dazu gehören auch rund 900 Ausbildungsplätze. Verbundene Unternehmen hinzugerechnet, sind es insgesamt sogar über 15.000 Arbeitsplätze. Siemens hat als Wirtschaftsfaktor aber noch weitere positive Auswirkungen auf die gesamte Region. Das Unternehmen bezog allein im letzten Geschäftsjahr für rund 1,1 Mrd. EUR Produkte und Dienstleistungen von über 7400 Lieferanten aus den neuen Bundesländern. Durch die regionale Auftragsvergabe sichert Siemens Tausende Arbeitsplätze in meist mittelständischen Unternehmen.

Die Basis für den flächendeckenden Vertrieb, aber auch für Engineering, Montage und Service in den neuen Bundesländern sind die insgesamt 10 Niederlassungen und Geschäftsstellen Rostock, Schwerin, Berlin, Magdeburg, Cottbus, Halle, Leipzig, Dresden, Chemnitz und Erfurt. Darüber hinaus gibt es Siemens-Fertigungsstätten in Greifswald, Nauen, Leipzig, Dresden, Chemnitz, Görlitz, Limbach-Oberfrohna, Mühlhausen, Zwickau, Erfurt und Rudolstadt. Viele davon haben sich zu international anerkannten Kompetenzzentren entwickelt.

Arbeitsgebiet Transportation / Siemens VDO Automotive

Durch die Großserienfertigung von Diesel-Hochdruckeinspritzsystemen konnte der nahe Chemnitz gelegene Standort Limbach-Oberfrohna der Siemens VDO Automotive eine deutliche Expansion verzeichnen. Siemens investiert in Sachsen in so genannte Common Rail Dieseleinspritzsysteme mit Piezo-Technologie, bei der Siemens weltweit führend ist. Der Produktionsstandort mit ca. 840 Mitarbeitern wird zum Siemens Kompetenzzentrum für diese Einspritzsysteme ausgebaut. Die Produktion soll von etwa zwei Millionen Piezo-Injektoren im laufenden Jahr auf vier Millionen Stück im Jahr 2004 verdoppelt werden. In Zwickau, wo rund 250 Mitarbeiter beschäftigt sind, läuft die Cockpit-Fertigung für VW auf Hochtouren. Im thüringischen Werk Mühlhausen mit rund 180 Mitarbeitern werden Drosselklappenregler für Autos hergestellt.

Arbeitsgebiet Information and Communications

Am 1998 neu errichteten Standort Telefonfertigung Leipzig von Siemens Information and Communication Mobile arbeiten über 500 Mitarbeiter. Dort werden hauptsächlich systemgebundene digitale Telefone in Millionenstückzahlen gefertigt, aber auch immer mehr internetfähige Telefone sowie Flachbaugruppen und Zubehörteile, Kunststoffschalen und andere Komponenten für Mobiltelefone.

Der Standort Greifswald von Siemens Information and Communication Networks ist Fertigungsstandort für Netz- und Zugangstechnik, zum Beispiel für die aktuelle Breitbandanschlusstechnik DSL zur Übertragung von Sprache und Daten im Internet sowie für andere zukunftsträchtige Übertragungssysteme. In Greifswald gibt es auch Forschungseinrichtungen für zukünftige Telekommunikationsanwendungen sowie ein weltweites Servicezentrum für Fest- und Mobilfunknetze. Der Standort Greifswald beschäftigt derzeit über 600 Mitarbeiter.

Arbeitsgebiet Automation and Control

Nicht nur bei mittelständischen Kunden in Ostdeutschland hat sich das Werk für Kombinationstechnik Chemnitz als Hersteller von kompletten Automatisierungslösungen einen Namen gemacht. Zu den Geschäftspartnern des Werks zählen heute unter anderem so renommierte Maschinenbaufirmen wie Cincinnati Machine in England, Neos in Schweden oder Mikron in der Schweiz. Rund 15 Prozent seiner Ausrüstungen liefert dieses Siemens-Werk ins Ausland. In der Entwicklungsabteilung in Chemnitz werden Steuerungen für Werkzeugmaschinen und Produktionsautomaten hergestellt. Insgesamt sind in Chemnitz ca. 540 Mitarbeiter tätig.
Im Werk für Niederspannungsschaltanlagen in Böhlitz-Ehrenberg nahe Leipzig fertigen mehr als 270 Mitarbeiter Schaltanlagen für den Einsatz in Industrie, Kraftwerken und Großgebäuden.

Siemens Automation and Drives übernahm 2001 die Firma Remech Sondermaschinenbau bei Saalfeld. Siemens und Remech führten als langjährige Partner gemeinsam bereits eine Vielzahl von Projekten in der Automatisierungs- und Systemtechnik für Automobilmontagewerke durch. Mit dem Übernahme von Remech im letzten Jahr erweitert Siemens sein Angebot an Komplettlösungen für die Fahrzeugindustrie.

Der zu Siemens Building Technologies (SBT) gehörende Standort Mühlhausen entwickelt, fertigt und vertreibt Messgeräte für den Wohnbereich wie beispielsweise Wärme- und Wasserzähler sowie Heizkostenverteiler. Zudem installierte SBT im vergangenen Geschäftsjahr mehrere große Funkanlagen zur Verbrauchskostenerfassung.

Für die Siemens Gebäudetechnik (SGT) Region Ost begannen die Arbeiten am längsten Tunnel Deutschlands, dem Rennsteigtunnel der Autobahn A 71. Siemens verantwortet bei diesem Projekt die Luft-, Verkehrs- und Starkstromtechnik sowie die Sicherheitstechnik in den beiden knapp acht Kilometer langen Röhren. SGT Region Ost realisierte auch die gesamte elektrotechnische Infrastruktur für das VW-Automobilwerk „Gläserne Manufaktur“ in Dresden.

Arbeitsgebiet Power

Das Generatorenwerk Erfurt von Siemens Power Generation (PG) ist weltweites Kompetenzzentrum für die Entwicklung und Herstellung von Generatoren bis 140 Megawatt und Hauptlieferant von Blechkomponenten für noch größere Generatoren nach Mülheim/Ruhr und Charlotte/USA. Im Generatorenwerk Erfurt sind derzeit rund 500 Mitarbeiter beschäftigt. Neben seinen Aufgaben im weltweiten Fertigungsverbund von Siemens PG bietet dieser Standort seine Leistungen auch externen Industriepartnern an. Der japanische Turbinenbauer Hitachi oder General Electric/Nuovo Pignone aus Italien beispielsweise gehören zu den Kunden.

Auch das Werk Görlitz von Siemens PG ist gut ausgelastet und beschäftigt rund 660 Mitarbeiter. Es gehört zum neuen Siemens-Geschäftsgebiet „Industrial Applications“, das aus den Geschäftsaktivitäten der Demag Delaval Group, der Atecs Mannesmann AG sowie dem Industrieturbinen- und Industriekraftwerksgeschäft von Siemens PG hervor gegangen ist. Dieses Geschäftsgebiet konzentriert in Görlitz das Turbosatzgeschäft sowie zum Beispiel Produktion und Service von Dampfturbinen.

Arbeitsgebiet Medical

Der Standort Rudolstadt von Siemens Medical Solutions beheimatet das traditionsreiche Röntgenwerk mit ca. 280 Beschäftigten. Das Werk ist ein international anerkanntes Kompetenzzentrum für Röntgenröhren und liefert seit kurzem auch Röntgenröhren für Computertomographen nach China.

Unternehmen mit Siemens-Beteiligung

Das vielfältige Engagement von Siemens in den neuen Bundesländern ergänzen die mit Siemens verbunden Partnerunternehmen und Joint-Ventures. So hat zum Beispiel die Bosch-Siemens-Hausgeräte GmbH in Nauen (Brandenburg) ein modernes Werk für Wäschetrockner und Toplader-Waschmaschinen. Infineon Technologies hat in den letzten Jahren in Dresden eine der modernsten Chip-Fabriken errichtet und zu einem führenden Zentrum für neue Chip-Fertigungstechnologien ausgebaut.

Karlheinz Groebmair | Für die Wirtschafts und Finanzpr

Weitere Berichte zu: Generator Generatorenwerk Kompetenzzentrum

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Interdisziplinäre Forschung:

nachricht Neue Wege im Kampf gegen die Parkinson-Krankheit: HZDR-Forscher entwickeln Radiotracer für die Differentialdiagnostik
26.02.2020 | Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf

nachricht Neues Behandlungsangebot für Tumoren der Knochen und Weichteile
21.02.2020 | Universitätsklinikum Regensburg (UKR)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Interdisziplinäre Forschung >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wissenschaftler beleuchten aktuellen Stand der Anwendung des Maschinenlernens bei Forschung an aktiven Materialien

Verfahren des Maschinenlernens haben durch die Verfügbarkeit von enormen Datenmengen in den vergangenen Jahren einen großen Zuwachs an Anwendungen in vielen Gebieten erfahren: vom Klassifizieren von Objekten, über die Analyse von Zeitreihen bis hin zur Kontrolle von Computerspielen und Fahrzeugen. In einem aktuellen Review in der Zeitschrift „Nature Machine Intelligence“ beleuchten Autoren der Universitäten Leipzig und Göteborg den aktuellen Stand der Anwendung und Anwendungsmöglichkeiten des Maschinenlernens im Bereich der Forschung an aktiven Materialien.

Als aktive Materialien bezeichnet man Systeme, die durch die Umwandlung von Energie angetrieben werden. Bestes Beispiel für aktive Materialien sind biologische...

Im Focus: Computersimulationen stellen bildlich dar, wie DNA erkannt wird, um Zellen in Stammzellen umzuwandeln

Forscher des Hubrecht-Instituts (KNAW - Niederlande) und des Max-Planck-Instituts in Münster haben entdeckt, wie ein essentielles Protein bei der Umwandlung von normalen adulten humanen Zellen in Stammzellen zur Aktivierung der genomischen DNA beiträgt. Ihre Ergebnisse werden im „Biophysical Journal“ veröffentlicht.

Die Identität einer Zelle wird dadurch bestimmt, ob die DNA zu einem beliebigen Zeitpunkt „gelesen“ oder „nicht gelesen“ wird. Die Signalisierung in der Zelle,...

Im Focus: Bayreuther Hochdruck-Forscher entdecken vielversprechendes Material für Informationstechnologien

Forscher der Universität Bayreuth haben ein ungewöhnliches Material entdeckt: Bei einer Abkühlung auf zwei Grad Celsius ändern sich seine Kristallstruktur und seine elektronischen Eigenschaften abrupt und signifikant. In diesem neuen Zustand lassen sich die Abstände zwischen Eisenatomen mithilfe von Lichtstrahlen gezielt verändern. Daraus ergeben sich hochinteressante Anwendungsmöglichkeiten im Bereich der Informationstechnologien. In der Zeitschrift „Angewandte Chemie – International Edition“ stellen die Wissenschaftler ihre Entdeckung vor. Die neuen Erkenntnisse sind aus einer engen Zusammenarbeit mit Partnereinrichtungen in Augsburg, Dresden, Hamburg und Moskau hervorgegangen.

Bei dem ungewöhnlichen Material handelt es sich um ein Eisenoxid mit der Zusammensetzung Fe₅O₆. In einem Hochdrucklabor des Bayerischen Geoinstituts (BGI),...

Im Focus: Von China an den Südpol: Mit vereinten Kräften dem Rätsel der Neutrinomassen auf der Spur

Studie von Mainzer Physikern zeigt: Experimente der nächsten Generation versprechen Antworten auf eine der aktuellsten Fragen der Neutrinophysik

Eine der spannendsten Herausforderungen der modernen Physik ist die Ordnung oder Hierarchie der Neutrinomassen. Eine aktuelle Studie, an der Physiker des...

Im Focus: High-pressure scientists in Bayreuth discover promising material for information technology

Researchers at the University of Bayreuth have discovered an unusual material: When cooled down to two degrees Celsius, its crystal structure and electronic properties change abruptly and significantly. In this new state, the distances between iron atoms can be tailored with the help of light beams. This opens up intriguing possibilities for application in the field of information technology. The scientists have presented their discovery in the journal "Angewandte Chemie - International Edition". The new findings are the result of close cooperation with partnering facilities in Augsburg, Dresden, Hamburg, and Moscow.

The material is an unusual form of iron oxide with the formula Fe₅O₆. The researchers produced it at a pressure of 15 gigapascals in a high-pressure laboratory...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

CLIMATE2020 – Weltweite Online-Klimakonferenz vom 23. bis 30. März 2020

26.02.2020 | Veranstaltungen

Automatisierung im Dienst des Menschen

25.02.2020 | Veranstaltungen

Genomforschung für den Artenschutz - Internationale Fachtagung in Frankfurt

25.02.2020 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Riesiger 3D-Drucker soll tonnenschwere Getriebeteile aus Stahl fertigen

27.02.2020 | Maschinenbau

Immunologie - Rachenmandeln als Test-Labor

27.02.2020 | Biowissenschaften Chemie

Pestizide erhöhen Risiko für Tropenkrankheit Schistosomiasis / Belastete Gewässer fördern Zwischenwirt des Erregers

27.02.2020 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics