Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Nanoschicht-Produktion erreicht industrielle Marktreife / Entwicklungssprung in der Oberflächentechnik

11.04.2002


Starnberger zeigt auf Hannover Messe 2002 (Halle 27, Stand G 16) die revolutionäre Lösung für Antihaftprobleme, Korrosionsschutz und Kunststoffaktivierung

Nanofinish(R) - neue Technologie funktioniert bei Schüttgut, feinstrukturierten 3D-Teilen, vormontierten Baugruppen

Der Teflon-Pionier Starnberger bringt zur Hannover Messe 2002 eine revolutionäre Oberflächentechnik auf den Markt. Mit dem neuen Nanofinish(R)-Verfahren können ganze Baugruppen hochindustriell mit Antihaft- bzw. Korrosionsschutz-Schichten belegt werden. Es eignet sich für die Veredelung von Aluminium, Spritzgusswerkzeugen und Druckwalzen genauso wie für die Oberflächenbehandlung von optischen und medizinischen Instrumenten, Elektronikteilen, Stählen, Glas und Keramik.

Die neue Technologie wird nach Überzeugung der Starnberger Beschichtungen GmbH, Landsberg am Lech, auch im Bereich der Aktivierung von Kunststoffoberflächen neue Möglichkeiten eröffnen. Nanoaktivierung(R) kann Schüttgut genauso wie feinstrukturierte 3D-Teile und die verschiedensten Kunststoffmaterialien mit dünnsten Spezialschichten überziehen, damit sie haftvermittelnde Eigenschaften erhalten und Kleber oder Lacke besser halten.

Nach vierjähriger Forschungs- und Entwicklungsarbeit gemeinsam mit der Fraunhofer-Gesellschaft erreicht die neue Oberflächentechnologie jetzt Marktreife. Starnberger hat bereits erste Bemusterungen im industriellen Maßstab für Kunden aus den Automobilzuliefer- und Elektronikbranchen realisiert. Das Landsberger Unternehmen, das vor 40 Jahren mit der Einführung von Teflon auf dem europäischen Markt bereits Pionierarbeit leistete, setzt sich mit Nanofinish(R) erneut an die technologische Spitze der Oberflächenveredelung.

Im Unterschied zur bisherigen Beschichtungstechnik mit PTFE-artigen Materialien wie Teflon lassen sich mit Nanofinish(R) maßgenaue Applikationen erreichen. Die hochwertigen organischen Deckschichten können mit einer Stärke von 10 bis 2000 Nanometern auf beliebigen Formen aufgetragen werden. Der Prozess läuft bei Raumtemperatur unter einer speziellen Druck- und Gas-Umgebung ab. Dadurch wird das Beschichtungsgut weder chemisch noch thermisch belastet.

In den bisherigen Tests und Bemusterungen wurden aus Sicht des Unternehmens sensationelle Werte erzielt. Mit Nanofinish(R) werden unterwanderungsstabile Dünnschichten erzeugt, die auch bei Einfluss von Chemikalien, Lösungsmitteln oder aggressiven Ölen und pH-Werten zwischen 2 und 12 langfristig beständig bleiben. Die transparenten, vereinzelt regenbogenfarbigen Schichten sind bis zu Temperaturen von 350 Grad C stabil und erweisen sich auch gegenüber UV-Licht robust. Selbst in der Medizintechnik und Lebensmittelverarbeitung kann die Technologie verwendet werden.

Anwendungsgebiete für Nanofinish(R) sieht Starnberger überall dort, wo spezifische Antihaft-Bedingungen sowie schmutz-, öl- und fettabweisende Eigenschaften gefragt sind. Ebenso eignet sich das Verfahren zur Herstellung von ultradünnen Korrosionsschutzschichten, haftvermittelnden, hydrophoben, hydrophilen und oleophoben Schichten sowie Permeationssperrschichten. Die besonderen haftvermittelnden Eigenschaften der neuen Aktivierung von Kunststoffoberflächen können das bisher in der Industrie verwendete Corona- und Flammaktivieren teilweise ersetzen.

Die Starnberger Beschichtungen GmbH führt das Nanofinish(R)-Verfahren als exclusiver Dienstleister und Lohnbeschichter im deutschsprachigen Raum ein. Auf der Hannover Messe 2002 feiert die neue Technologie Weltpremiere. Starnberger präsentiert sich in Halle 27, Stand G 16.

Wolfgang Keller | ots
Weitere Informationen:
http://www.starnberger.de

Weitere Berichte zu: Beschichtung Nanofinish Oberflächentechnik

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Interdisziplinäre Forschung:

nachricht Damit auch kleine Unternehmen von der Digitalisierung profitieren
16.08.2018 | Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig

nachricht Verformung mit Fingerspitzengefühl
13.08.2018 | Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Interdisziplinäre Forschung >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Farbeffekte durch transparente Nanostrukturen aus dem 3D-Drucker

Neues Design-Tool erstellt automatisch 3D-Druckvorlagen für Nanostrukturen zur Erzeugung benutzerdefinierter Farben | Wissenschaftler präsentieren ihre Ergebnisse diese Woche auf der angesehenen SIGGRAPH-Konferenz

Die meisten Objekte im Alltag sind mit Hilfe von Pigmenten gefärbt, doch dies hat einige Nachteile: Die Farben können verblassen, künstliche Pigmente sind oft...

Im Focus: Color effects from transparent 3D-printed nanostructures

New design tool automatically creates nanostructure 3D-print templates for user-given colors
Scientists present work at prestigious SIGGRAPH conference

Most of the objects we see are colored by pigments, but using pigments has disadvantages: such colors can fade, industrial pigments are often toxic, and...

Im Focus: Eisen und Titan in der Atmosphäre eines Exoplaneten entdeckt

Forschende der Universitäten Bern und Genf haben erstmals in der Atmosphäre eines Exoplaneten Eisen und Titan nachgewiesen. Die Existenz dieser Elemente in Gasform wurde von einem Team um den Berner Astronomen Kevin Heng theoretisch vorausgesagt und konnte nun von Genfern Astronominnen und Astronomen bestätigt werden.

Planeten in anderen Sonnensystemen, sogenannte Exoplaneten, können sehr nah um ihren Stern kreisen. Wenn dieser Stern viel heisser ist als unsere Sonne, dann...

Im Focus: Magnetische Antiteilchen eröffnen neue Horizonte für die Informationstechnologie

Computersimulationen zeigen neues Verhalten von Antiskyrmionen bei zunehmenden elektrischen Strömen

Skyrmionen sind magnetische Nanopartikel, die als vielversprechende Kandidaten für neue Technologien zur Datenspeicherung und Informationsverarbeitung gelten....

Im Focus: Unraveling the nature of 'whistlers' from space in the lab

A new study sheds light on how ultralow frequency radio waves and plasmas interact

Scientists at the University of California, Los Angeles present new research on a curious cosmic phenomenon known as "whistlers" -- very low frequency packets...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

LaserForum 2018 thematisiert die 3D-Fertigung von Komponenten

17.08.2018 | Veranstaltungen

Aktuelles aus der Magnetischen Resonanzspektroskopie

16.08.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Oktober 2018

16.08.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Bionik im Leichtbau

17.08.2018 | Verfahrenstechnologie

Klimafolgenforschung in Hannover: Kleine Pflanzen gegen große Wellen

17.08.2018 | Biowissenschaften Chemie

HAWK-Ingenieurinnen und -Ingenieure entwickeln die leichteste 9to-LKW-Achse ihrer Art

17.08.2018 | Messenachrichten

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics