Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

ESS - Milliardenprojekt für Wissenschaft und Wirtschaft

09.04.2002


Nach dem Etappensieg im Düsseldorfer Landtag am 21. März 2002 suchen die Fürsprecher einer neuen Spallations-Neutronenquelle (ESS) am Standort Jülich als nächstes den Kontakt zu den Wirtschaftskreisen des Landes NRW. Am 11. April 2002 informieren Forschungszentrum Jülich und Wissenschaftszentrum Nordrhein-Westfalen im Industrieclub Düsseldorf die heimische Wirtschaft über ihre Chancen beim Zukunftsprojekt ESS. Schirmherr der Veranstaltung ist NRW-Ministerpräsident Wolfgang Clement.

"Um die ESS in Jülich zu realisieren, bedarf es einer Allianz aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik", sagt Prof. Joachim Treusch, Vorstandsvorsitzender des Forschungszentrums Jülich. "Für diese Gemeinschaftsaufgabe wollen wir auf dem Wirtschaftsforum am 11. April 2002 werben." Um Synergie-Effekte zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Politik zu nutzen, laden Forschungszentrum Jülich und Wissenschaftszentrum Nordrhein-Westfalen ein und suchen mit dem Veranstaltungsort "Industrieclub Düsseldorf" die Nähe zur Industrie.

Ziel der Veranstaltung, die am Abend des 11. April 2002 stattfindet, ist es, heimische Unternehmen über die ESS und die Standortbewerbung des Forschungszentrums Jülich zu informieren. Zudem soll die gesamtwirtschaftliche Bedeutung der ESS für Deutschland und Nordrhein-Westfalen erläutert und die Kontaktaufnahme zwischen Wirtschaftsvertretern und Wissenschaftlern erleichtert werden. Rund 150 Vertreter von Firmen, Verbänden und der Politik haben ihre Teilnahme zugesagt.

Ministerpräsident Wolfgang Clement wird als Schirmherr ein Grußwort sprechen. Dann wird das ESS-Projekt von Prof. Richard Wagner, Mitglied des Vorstands des Forschungszentrums Jülich, erläutert. Prof. Rolf Sternberg von der Universität zu Köln wird Stellung zu den regionalwirtschaftlichen Effekten der ESS nehmen. Auf der anschließenden Podiumsdiskussion kommen außerdem Hartmut Krebs, Staatssekretär im Ministerium für Schule, Wissenschaft und Forschung des Landes NRW, Dr. Michael Peiniger, Geschäftsführer der ACCEL Instruments GmbH, Ass. Jürgen Drewes, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handeskammer zu Aachen, und Dipl.-Ing. Uwe Pfister, Leiter der Betriebsdirektion im Forschungszentrum Jülich, zu Wort.

Der Abendveranstaltung am 11. April 2002 ist eine Pressekonferenz am Morgen desselben Tages um 11:00 Uhr im Industrieclub Düsseldorf, Elberfelder Staße 6, vorgeschaltet. Hier werden die Medien vorab von Prof. Treusch und Prof. Wagner, beide Forschungszentrum Jülich, Ministerialrat Dr. Manfred Rebhan vom Ministerium für Schule, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen, Fritz Rötting, Pressesprecher der Industrie- und Handelskammer zu Aachen und Prof. Rolf Sternberg, Wirtschafts- und Sozialgeographisches Institut der Universität zu Köln, informiert.

Mit ihrem Investitionsvolumen von circa 1,4 Milliarden Euro ist die ESS gerade für die nordrhein-westfälische und die deutsche Wirtschaft ein attraktives Projekt. Ihr Bau und Betrieb bietet die Chance für qualifizierte Arbeitsplätze und hochwertige Aufträge für die deutsche Industrie. Es wird erwartet, dass von der Milliardeninvestition neben dem Baugewerbe, dem Handel und diversen Dienstleistungsunternehmen insbesondere die Branchen Maschinenbau, Elektrotechnik und die Computerhersteller profitieren. Auf der Veranstaltung werden auch belastbare Zahlen hinsichtlich der zu erwartenden Arbeitsplätze und Mittelströme genannt.

Die ESS eröffnet den Forschungs- und Entwicklungsabteilungen großer Unternehmen exzellente Forschungsmöglichkeiten. Das durch die ESS gewonnene Wissen fördert den Fortschritt von Schlüsseltechnologien, zum Beispiel der Materialforschung, der Bio- und der Nanotechnologie. Damit wird die ESS die Innovationskraft der Wirtschaft und den Standort Deutschland nachhaltig stärken.

Am 21. März 2002 hatten alle Fraktionen des Landtags Nordrhein-Westfalen den Antrag "Am Standort Jülich eine Spallations-Neutronenquelle für Europa schaffen" einstimmig angenommen. Gabriele Behler, Ministerin für Schule, Wissenschaft und Forschung, hatte in einer Stellungnahme die Einigkeit der Fraktionen bezüglich der ESS begrüßt und das Engagement der Landesregierung für die ESS hervorgehoben. Außerdem verwies sie auf die finanzielle Unterstützung des Jülicher ESS-Projekt-teams durch ihr Ministerium in den Haushaltsjahren 2001, 2002 und 2003.

Peter Schäfer | idw

Weitere Berichte zu: ESS NRW Wissenschaftszentrum

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Interdisziplinäre Forschung:

nachricht Untersuchung der Zellmembran: Forscher entwickeln Stoff, der wichtigen Membranbestandteil nachahmt
25.05.2018 | Westfälische Wilhelms-Universität Münster

nachricht Nanopartikel aus Kläranlagen - vorläufige Entwarnung
02.05.2018 | Universität Siegen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Interdisziplinäre Forschung >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Future electronic components to be printed like newspapers

A new manufacturing technique uses a process similar to newspaper printing to form smoother and more flexible metals for making ultrafast electronic devices.

The low-cost process, developed by Purdue University researchers, combines tools already used in industry for manufacturing metals on a large scale, but uses...

Im Focus: Rostocker Forscher entwickeln autonom fahrende Kräne

Industriepartner kommen aus sechs Ländern

Autonom fahrende, intelligente Kräne und Hebezeuge – dieser Ingenieurs-Traum könnte in den nächsten drei Jahren zur Wirklichkeit werden. Forscher aus dem...

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neue Anwendungen für Mikrolaser in der Quanten-Nanophotonik

20.07.2018 | Physik Astronomie

Need for speed: Warum Malaria-Parasiten schneller sind als die menschlichen Abwehrzellen

20.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Die Gene sind nicht schuld

20.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics