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Bionik: Von der Natur für die Technik lernen

29.01.2002


Schmutzabweisende Lotusblätter, das Münchener Olympia-Zeltdach, laufende Roboter: Einige Beispiele für Bionik-Forschungsprojekte an der TU Darmstadt, bei denen Ingenieurwissenschaftler und Biologen voneinander lernen. An der TUD wird derzeit daran gearbeitet, Bionik zu einem Forschungsschwerpunkt auszubauen.

  • Lässt sich das fast vollständige Abperlen von Schmutzwasser an Lotusblättern auch technisch realisieren? - Forscher an der TUD um Prof. Dr.-Ing. Cameron Tropea sind dabei, diese Frage zu beantworten. Dieser sogenannte "Lotus-Effekt" ist zwar noch nicht völlig erklärt, doch erste selbst reinigende Lacke sind bereits im Handel.
  • Lassen sich Effizienz und Eleganz von Spinnennetzen und anderen Naturbauten in menschlicher Architektur nachbauen? - Ja, das Münchener Olympiastadion des TUD-Architekten Prof. Dr. Günther Behnisch ist der bekannteste Beweis.
  • Was haben das Laufen von Robotern, Tieren und Menschen gemeinsam? - Der TUD-Informatiker Prof. Dr. Oskar von Stryk versucht diese Frage zu beantworten, indem das Laufen im Computer simuliert wird.

Seit Leonardo da Vincis Studien über den Vogelflug und schon vorher ist die Natur für Erfinder, Konstrukteure und Ingenieure immer wieder Vorbild gewesen. Ansatz der Bionik ist es, einerseits Prinzipien und Prozesse der Natur für die Technik nutzbar zu machen und andererseits die Natur mit Methoden der Technik besser verstehen zu können. Die sich abzeichnenden ökonomischen und auch ökologischen Chancen sind vielversprechend.

Obwohl die Bionik weltweit boomt, steckt sie in Deutschland bisher in den Kinderschuhen. Während an anderen deutschen Forschungseinrichtungen bionische Forschungsansätze teils sogar zurückgefahren werden, wird die Bionik an der TU Darmstadt verstärkt. Angestrebt wird deshalb eine breite interdisziplinäre Zusammenarbeit der mit Bionik befassten Forschergruppen an der TU Darmstadt, für die aufgrund der vorhandenen vielfältigen Forschungsrichtungen und des starken Interesses ideale Voraussetzungen gegeben sind.

Im Rahmen eines ganztägigen Workshops am Montag, dem 18. Februar 2002 an der TU Darmstadt wird erkundet, welche bionischen Qualifikationen und Interessen an der TUD vorhanden sind. Die Teilnehmer des Workshops kommen aus den verschiedensten Fachgebieten von Architektur und Biologie über Maschinenbau und Bauingenieurwesen bis hin zu Informatik und Philosophie.

Diplom-Volkswirtin Sabine Gerbau | idw
Weitere Informationen:
http://www.sla.maschinenbau.tu-darmstadt.de/veranstaltungen/bionik/bionik.ger.htm

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