Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Computersystem Caesar ersetzt Fußballtrainer

10.07.2006
Spielerprofile und Taktikvorgaben bald softwarebasiert

Wissenschaftler der TU München haben ein Computersystem entwickelt, das die Analyse eines Fußballspiels wesentlich erleichtern soll. Das auf den Namen Caesar getaufte Programm wertet das empfangene TV-Signal aus und digitalisiert alle relevanten Kameradaten. Im Idealfall erhält das System durchgehend Bilder von mehreren Kameras, die in die computerbasierte Analyse einfließen. Durch die virtualisierte Darstellung aller Aktionen lässt sich die Spielabfolge aus allen Blickwinkeln nachträglich darstellen. Die genaue Positionsbestimmung der Spieler zu jedem Zeitpunkt des Spiels kann zum Erstellen von Spielerprofilen verwendet werden.


Caesar übernimmt Traineraufgaben (Foto: tum.de)

"Die lückenlose Positionsbestimmung der Spieler ist der wichtigste Ausgangspunkt, um eine Spielanalyse durchzuführen", erklärt Projektleiter Michael Beetz von der Fakultät für Informatik der TU München im Gespräch mit pressetext. "Die durch Caeser vorgenommene Auswertung der Daten gibt Hinweise zum Verhalten von Spielern und Mannschaften während eines oder mehrerer Spiele. So können Situationen klassifiziert und die Effektivität des Spiels unter die Lupe genommen werden", so Beetz weiter. Fachliche Unterstützung bei der Entwicklung des Programms erhalten die Wissenschaftler vom Lehrstuhl für Sportwissenschaften in Augsburg.

Beetz zufolge befindet sich das Programm derzeit noch im Forschungsstadium. "Natürlich gibt es Interesse von Trainern, TV-Stationen und Sportexperten. Diese wollen aber in erster Linie ein fertiges Produkt haben", ortet Beetz noch Hürden für die unmittelbare kommerzielle Nutzung. Ganz neue Anwendungsgebiete kann sich hingegen Bernd Radig, ebenfalls Professor am Institut für Informatik und Projektkoordinator, vorstellen: "Bislang fallen bei der Übertragung von Fußballspielen auf ein Handy enorme Datenmengen an. Würden nur die Positionsdaten der Spieler und des Balls ins Netz eingespeist werden, wäre die Bandbreite erheblich reduziert". Im mobilen Endgerät könnten diese Daten dann visualiert werden, wobei der Fußballfan kaum einen Unterschied zum Fernsehbild feststellen würde, ist Radig überzeugt.

Martin Stepanek | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.tum.de
http://ias.cs.tum.edu/projects/caesar/
http://www.sport.uni-augsburg.de

Weitere Berichte zu: Computersystem Fußballtrainer Positionsbestimmung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Interdisziplinäre Forschung:

nachricht Biegen ohne zu brechen - Wie Insekten ihre Umgebung ertasten
10.09.2018 | Hochschule Bremen

nachricht Faden-Kunst aus Roboterhand
10.09.2018 | Technische Universität Wien

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Interdisziplinäre Forschung >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kupfer-Aluminium-Superatom

Äußerlich sieht der Cluster aus 55 Kupfer- und Aluminiumatomen aus wie ein Kristall, chemisch hat er jedoch die Eigenschaften eines Atoms. Das hetero-metallische Superatom, das Chemikerinnen und Chemiker der Technischen Universität München (TUM) hergestellt haben, schafft die Voraussetzung für die Entwicklung neuer, kostengünstiger Katalysatoren.

Chemie kann teuer sein. Zum Reinigen von Abgasen beispielsweise benutzt man Platin. Das Edelmetall dient als Katalysator, der chemische Reaktionen...

Im Focus: Hygiene im Handumdrehen – mit neuem Netzwerk „CleanHand“

Das Fraunhofer FEP beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit der Entwicklung von Prozessen und Anlagen zur Reinigung, Sterilisation und Oberflächenmodifizierung. Zur Bündelung der Kompetenzen vieler Partner wurde im Mai 2018 das Netzwerk „CleanHand“ zur Entwicklung von Systemen und Technologien für saubere Oberflächen, Materialien und Gegenstände ins Leben gerufen. Als Partner von „CleanHand“ präsentiert das Fraunhofer FEP im Rahmen der Messe parts2clean, vom 23.-25. Oktober 2018, in Stuttgart, am Stand der Fraunhofer-Allianz Reinigungstechnik (Halle 5, Stand C31), das Netzwerk sowie aktuelle Forschungsschwerpunkte des Institutes im Bereich Hygiene und Reinigung.

Besonders um die Hauptreisezeiten gehen vermehrt Testberichte und Studien über die Reinheit von europäischen Raststätten, Hotelbetten und Freibädern durch die...

Im Focus: Hygiene at your fingertips with the new CleanHand Network

The Fraunhofer FEP has been involved in developing processes and equipment for cleaning, sterilization, and surface modification for decades. The CleanHand Network for development of systems and technologies to clean surfaces, materials, and objects was established in May 2018 to bundle the expertise of many partnering organizations. As a partner in the CleanHand Network, Fraunhofer FEP will present the Network and current research topics of the Institute in the field of hygiene and cleaning at the parts2clean trade fair, October 23-25, 2018 in Stuttgart, at the booth of the Fraunhofer Cleaning Technology Alliance (Hall 5, Booth C31).

Test reports and studies on the cleanliness of European motorway rest areas, hotel beds, and outdoor pools increasingly appear in the press, especially during...

Im Focus: Neue Therapien bei Gefäßerkrankungen

Auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Angiologie (DGA) vom 12. bis 15. September in Münster stellten Gefäßspezialisten aus ganz Deutschland die neuesten Therapien bei Gefäßerkrankungen vor. Vor allem in den Bereichen periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) und venöse Verschlusskrankheiten wie die Tiefe Venenthrombose (TVT) gibt gute Neuigkeiten für die Patienten. Viele der 720 Gefäßspezialisten, die an der Jahrestagung teilnahmen, stellten neueste Studienergebnisse vor.

Millionen Menschen leiden in Deutschland unter Gefäßerkrankungen, allein rund fünf Millionen unter der „Schaufensterkrankheit“, medizinisch periphere...

Im Focus: Wie Magnetismus entsteht: Elektronen stärker verbunden als gedacht

Wieso sind manche Metalle magnetisch? Diese einfache Frage ist wissenschaftlich gar nicht so leicht fundiert zu beantworten. Das zeigt eine aktuelle Arbeit von Wissenschaftlern des Forschungszentrums Jülich und der Universität Halle. Den Forschern ist es zum ersten Mal gelungen, in einem magnetischen Material, in diesem Fall Kobalt, die Wechselwirkung zwischen einzelnen Elektronen sichtbar zu machen, die letztlich zur Ausbildung der magnetischen Eigenschaften führt. Damit sind erstmals genaue Einblicke in den elektronischen Ursprung des Magnetismus möglich, die vorher nur auf theoretischem Weg zugänglich waren.

Für ihre Untersuchung nutzten die Forscher ein spezielles Elektronenmikroskop, das das Forschungszentrum Jülich am Elettra-Speicherring im italienischen Triest...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Fachkonferenz "Automatisiertes und autonomes Fahren"

25.09.2018 | Veranstaltungen

4. BF21-Jahrestagung „Car Data – Telematik – Mobilität – Fahrerassistenzsysteme – Autonomes Fahren – eCall – Connected Car“

21.09.2018 | Veranstaltungen

Forum Additive Fertigung: So gelingt der Einstieg in den 3D-Druck

21.09.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Bisher unbekannter Mechanismus der Blut-Hirn-Schranke entdeckt

25.09.2018 | Biowissenschaften Chemie

Suche nach Grundwasser im Ozean - Neues deutsch-maltesisches Forschungsprojekt gestartet

25.09.2018 | Geowissenschaften

Auf dem Weg zur Prothese der Zukunft

25.09.2018 | Energie und Elektrotechnik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics