Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

PROMETHEUS - Das verteilte digitale Bildarchiv für Forschung und Lehre

03.05.2001


Am Kunstgeschichtlichen Seminar der Humboldt-Universität wird seit dem 1. April 2001 das im Rahmen des Programms "Neue Medien in der Bildung" vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte
Verbundprojekt "PROMETHEUS - Das verteilte digitale Bildarchiv für Forschung und Lehre" eingeführt. Das Verbundprojekt PROMETHEUS, in dem das Kunstgeschichtliche Seminar einer von mehreren Projektpartnern ist, wird für drei Jahre vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit 3,2 Mio. Mark unterstützt.

Neue Medien in der Bildung

Ziel des Projekts ist die Erstellung einer netzbasierten Wissensplattform für die Fächer Archäologie, Kunstgeschichte und Designgeschichte, die das Potential digitaler Bildverarbeitung und -archivierung für Forschung und Lehre in diesem Bereich nutzen und erproben wird. In Zusammenarbeit mit Informatikern, Mediendesignern und Mediendidaktikern entsteht ein System, das zum einen verteilte digitale Bildarchive zusammenführt und zum anderen durch eine virtuelle Lehr- und Lernumgebung die herkömmliche Lehre ergänzt und die Möglichkeiten zum Selbststudium verbessert.

An der Umsetzung von PROMETHEUS beteiligen sind die Humboldt-Universität zu Berlin, die Hochschule Anhalt in Dessau/Köthen, die Justus-Liebig-Universität in Gießen sowie die Universität zu Köln. Die Projektleitung und Projektkoordinierung liegt am Kunsthistorischen Institut in Köln.

PROMETHEUS versteht sich als ein konzeptuell offenes System, in dem bewusst keine Empfehlung für eine bestimmte Datenbank ausgesprochen wird, die jedes Institut auf einem hausinternen Server und in einer eigenen Bilddatenbank aufbaut. Vielmehr ist gerade die Pluralität an Objektdatenbanken erwünscht. PROMETHEUS verfolgt ein offenes Konzept, an das zukünftig neue Lernmodule von allen Teilnehmern angefügt werden können. So wird eine Vielfalt an berufsqualifizierenden Ausbildungsmöglichkeiten in Bezug auf Digitalisierung und Datenbankpflege an den Universitäten gefördert.
In Berlin gehen unter der Projektleitung von Ingeborg Reichle die Bilddatenbank IMAGO und die Datenbank Virtuelle Kunst in PROMETHEUS ein. Die Datenbank Virtuelle Kunst, die seit 1998 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert wird, versucht interaktive Installationen der virtuellen, genetischen und Telepräsenzkunst nach einem neuartigen Datenmodell zu dokumentieren. Die Bilddatenbank IMAGO (Diathek) ist seit 1995 im Aufbau. Sie wird den gesamten Bestand der Diathek des Kunstgeschichtlichen Seminars erfassen und stellt ein komfortables Recherche-Tool für Studierende und Lehrende zur Auffindung von Abbildungen bereit.

In einem Jahr soll das System von Studierenden und Lehrenden evaluiert werden und weitere Partner in das Projekt einbeziehen. Ein Höchstmaß an Nutzerfreundlichkeit und Akzeptanz ist das Ziel. Am Ende der ersten drei Projektjahre wird das System als Open-Source unter den GNU Public License Bestimmungen zur Verfügung stehen. Das Vorhaben fühgt sich in zahlreiche Projekte zu Multimedia in Forschung und Lehre am Berliner Kunstgeschichtlichen Seminar ein.

Informationen: Ingeborg Reichle M.A., Kunstgeschichtliches Seminar der HU, Tel. (030) 2093-4301, Ingeborg.Reichle@culture.hu-berlin.de

Weitere Informationen finden Sie im WWW:

Heike Zappe | idw

Weitere Berichte zu: Bildarchiv Bilddatenbank Kunstgeschichtlich PROMETHEUS

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Interdisziplinäre Forschung:

nachricht Wie beeinflusst bioaktives Glas Immunzellen?
17.06.2020 | Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

nachricht Was kann die Schifffahrt von der Hirnforschung lernen?
10.06.2020 | Technische Universität Dresden

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Interdisziplinäre Forschung >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektrische Spannung aus Elektronenspin – Batterie der Zukunft?

Forschern der Technischen Universität Ilmenau ist es gelungen, sich den Eigendrehimpuls von Elektronen – den sogenannten Elektronenspin, kurz: Spin – zunutze zu machen, um elektrische Spannung zu erzeugen. Noch sind die gemessenen Spannungen winzig klein, doch hoffen die Wissenschaftler, auf der Basis ihrer Arbeiten hochleistungsfähige Batterien der Zukunft möglich zu machen. Die Forschungsarbeiten des Teams um Prof. Christian Cierpka und Prof. Jörg Schumacher vom Institut für Thermo- und Fluiddynamik wurden soeben im renommierten Journal Physical Review Applied veröffentlicht.

Laptop- und Handyspeicher der neuesten Generation nutzen Erkenntnisse eines der jüngsten Forschungsgebiete der Nanoelektronik: der Spintronik. Die heutige...

Im Focus: Neue Erkenntnisse über Flüssigkeiten, die ohne Widerstand fließen

Verlustfreie Stromleitung bei Raumtemperatur? Ein Material, das diese Eigenschaft aufweist, also bei Raumtemperatur supraleitend ist, könnte die Energieversorgung revolutionieren. Wissenschaftlern vom Exzellenzcluster „CUI: Advanced Imaging of Matter“ an der Universität Hamburg ist es nun erstmals gelungen, starke Hinweise auf Suprafluidität in einer zweidimensionalen Gaswolke zu beobachten. Sie berichten im renommierten Magazin „Science“ über ihre Experimente, in denen zentrale Aspekte der Supraleitung in einem Modellsystem untersucht werden können.

Es gibt Dinge, die eigentlich nicht passieren sollten. So kann z. B. Wasser nicht durch die Glaswand von einem Glas in ein anderes fließen. Erstaunlicherweise...

Im Focus: The spin state story: Observation of the quantum spin liquid state in novel material

New insight into the spin behavior in an exotic state of matter puts us closer to next-generation spintronic devices

Aside from the deep understanding of the natural world that quantum physics theory offers, scientists worldwide are working tirelessly to bring forth a...

Im Focus: Im Takt der Atome: Göttinger Physiker nutzen Schwingungen von Atomen zur Kontrolle eines Phasenübergangs

Chemische Reaktionen mit kurzen Lichtblitzen filmen und steuern – dieses Ziel liegt dem Forschungsfeld der „Femtochemie“ zugrunde. Mit Hilfe mehrerer aufeinanderfolgender Laserpulse sollen dabei atomare Bindungen punktgenau angeregt und nach Wunsch aufgespalten werden. Bisher konnte dies für ausgewählte Moleküle realisiert werden. Forschern der Universität Göttingen und des Max-Planck-Instituts für biophysikalische Chemie in Göttingen ist es nun gelungen, dieses Prinzip auf einen Festkörper zu übertragen und dessen Kristallstruktur an der Oberfläche zu kontrollieren. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Nature erschienen.

Das Team um Jan Gerrit Horstmann und Prof. Dr. Claus Ropers bedampfte hierfür einen Silizium-Kristall mit einer hauchdünnen Lage Indium und kühlte den Kristall...

Im Focus: Neue Methode führt zehnmal schneller zum Corona-Testergebnis

Forschende der Universität Bielefeld stellen beschleunigtes Verfahren vor

Einen Test auf SARS-CoV-2 durchzuführen und auszuwerten dauert aktuell mehr als zwei Stunden – und so kann ein Labor pro Tag nur eine sehr begrenzte Zahl von...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Intensiv- und Notfallmedizin: „Virtueller DIVI-Kongress ist ein Novum für 6.000 Teilnehmer“

08.07.2020 | Veranstaltungen

Größte nationale Tagung für Nuklearmedizin

07.07.2020 | Veranstaltungen

Corona-Apps gegen COVID-19: Nationalakademie Leopoldina veranstaltet internationales virtuelles Podiumsgespräch

07.07.2020 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Satellitendaten zeigen Ausmaß der Dürresommer 2018 und 2019

10.07.2020 | Geowissenschaften

Grundlagen der Funktionen von Glutaredoxin-Proteinen im Eisenstoffwechsel und der Signalübertragung aufgeklärt

10.07.2020 | Medizin Gesundheit

Künstliche Intelligenz für die Notfallmedizin

10.07.2020 | Informationstechnologie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics