Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neue Forschungsprojekte zur Umweltbeobachtung

04.08.2000


VECHTA. Der Zustand unserer Umwelt steht im

Mittelpunkt zweier neuer Forschungsvorhaben am Institut für Umweltwissenschaften (IUW) der Hochschule Vechta. Beide Projekte werden mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und
Reaktorsicherheit im Auftrag des Umweltbundesamtes durchgeführt.

In einen europäischen Rahmen eingebunden ist das erste der von Prof. Dr. Winfried Schröder geleiteten Projekte. Untersucht werden Schwermetallbelastungen anhand von Bioindikatoren, in diesem Fall von Moosen. Die Datenbasis dazu bilden die Ergebnisse aus einem Moos-Monitoring in den Jahren 1990/91, 1995/96 und 2000/2001.

Das Vorhaben verfolgt drei Ziele, wie Prof. Dr. Schröder erläutert. Zunächst sollen die Schwermetalleinträge in terrestrische Ökosysteme auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland in einem EU-weit harmonisierten Moos-Monitoringnetz mit einem qualitätskontrollierten chemisch-analytischen System erfasst werden. Zudem sollen diese Messdaten statistisch analysiert, kartografisch dargestellt und in einem Geographischen Informationssystem (GIS) verknüpft sowie schließlich Vorschläge zur Optimierung der Moosbeprobung und des Messnetzes erarbeitet werden.

Das Projekt gliedert sich in drei Arbeitsbereiche. Den Bereich Moos-GIS und Statistik bearbeitet eine Arbeitsgruppe am IUW. Die Chemische Moos-Analytik wird von der Landwirtschaftlichen Forschungs- und Untersuchungsanstalt Hameln sowie der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (Hannover) durchgeführt. Die Schlussfolgerungen aus diesen beiden Projektschwerpunkten werden im Bereich Verfahrensoptimierung im IUW gezogen. Die Forschungsergebnisse erscheinen neben einer Druckfassung auch als CD-ROM und im Internet.

Das zweite neue IUW-Forschungsvorhaben überprüft die Tauglichkeit der Instrumente der Umweltbeobachtung auf Bund- und Länderebene. Im Rahmen dieses Projektes entwickeln Prof. Dr. Schröder und seine Mitarbeiter ein EDV-Instrumentarium, mit dem ermittelt werden kann, inwieweit sich die Daten der von Bund und Ländern betriebenen Umweltmessnetze für die Ökologische Umweltbeobachtung eignen.

Zunächst wird ein detaillierter elektronischer Fragebogen zur Erhebung von Informationen über die Ländermessnetze erarbeitet. Insgesamt etwa 800 Fragen sollen den Wissenschaftlern Aufschluss über Messnetzbetreiber und -standorte, Messgrößen und -methoden, Qualitätskontrolle und -sicherung sowie die Archivierung und Zugänglichkeit der Daten geben.

Um die Eignung der vorhandenen Messnetze für die Ökologische Umweltbeobachtung zu klären, wird mittels der so gewonnenen Informationen festgestellt, inwiefern die Messnetze die naturräumliche Struktur der Bundesrepublik Deutschland erfassen. Dazu wird eine Raumgliederung Deutschlands mit einer statistischen Analyse von Flächendaten über Niederschlag, Temperatur, Sonnenscheindauer, Bodenformen, Höhenlagen und potenziell natürliche Vegetation abgeleitet. Die Flächendaten werden wie die Raumgliederung als Karten in einem Geographischen Informationssystem (GIS) verwaltet und mit den Messnetzinformationen verknüpft.

Sven Pieper |

Weitere Berichte zu: Flächendaten IUW Informationssystem Umweltbeobachtung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Interdisziplinäre Forschung:

nachricht Modellierung zeigt optimale Größe für Platin-Katalysatorpartikel Aktivität von Brennstoffzellen-Katalysatoren verdoppelt
03.07.2019 | Technische Universität München

nachricht Autonomes Premiumtaxi sofort oder warten auf den selbstfahrenden Minibus?
14.06.2019 | Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Interdisziplinäre Forschung >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Laser für durchdringende Wellen: Forscherteam entwickelt neues Prinzip zur Erzeugung von Terahertz-Strahlung

Der „Landau-Niveau-Laser“ ist ein spannendes Konzept für eine ungewöhnliche Strahlungsquelle. Er hat das Zeug, höchst effizient sogenannte Terahertz-Wellen zu erzeugen, die sich zum Durchleuchten von Materialen und für die künftige Datenübertragung nutzen ließen. Bislang jedoch scheiterten nahezu alle Versuche, einen solchen Laser in die Tat umzusetzen. Auf dem Weg dorthin ist einem internationalen Forscherteam nun ein wichtiger Schritt gelungen: Im Fachmagazin Nature Photonics stellen sie ein Material vor, das Terahertz-Wellen durch das simple Anlegen eines elektrischen Stroms erzeugt. Physiker des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) waren maßgeblich an den Arbeiten beteiligt.

Ebenso wie Licht zählen Terahertz-Wellen zur elektromagnetischen Strahlung. Ihre Frequenzen liegen zwischen denen von Mikrowellen und Infrarotstrahlung. Sowohl...

Im Focus: A miniature stretchable pump for the next generation of soft robots

Soft robots have a distinct advantage over their rigid forebears: they can adapt to complex environments, handle fragile objects and interact safely with humans. Made from silicone, rubber or other stretchable polymers, they are ideal for use in rehabilitation exoskeletons and robotic clothing. Soft bio-inspired robots could one day be deployed to explore remote or dangerous environments.

Most soft robots are actuated by rigid, noisy pumps that push fluids into the machines' moving parts. Because they are connected to these bulky pumps by tubes,...

Im Focus: Crispr-Methode revolutioniert

Forschende der ETH Zürich entwickelten die bekannte Crispr/Cas-Methode weiter. Es ist nun erstmals möglich, Dutzende, wenn nicht Hunderte von Genen in einer Zelle gleichzeitig zu verändern.

Crispr/Cas ist in aller Munde. Mit dieser biotechnologischen Methode lassen sich in Zellen verhältnismässig einfach und schnell einzelne Gene präzise...

Im Focus: Wie schwingen Atome in Graphen-Nanostrukturen?

Innovative neue Technik verschiebt die Grenzen der Nanospektrometrie für Materialdesign

Um das Verhalten von modernen Materialien wie Graphen zu verstehen und für Bauelemente der Nano-, Opto- und Quantentechnologie zu optimieren, ist es...

Im Focus: Vehicle Emissions: New sensor technology to improve air quality in cities

Researchers at TU Graz are working together with European partners on new possibilities of measuring vehicle emissions.

Today, air pollution is one of the biggest challenges facing European cities. As part of the Horizon 2020 research project CARES (City Air Remote Emission...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Gedanken rasen zum Erfolg: CYBATHLON BCI Series 2019

16.08.2019 | Veranstaltungen

Impfen – Kleiner Piks mit großer Wirkung

15.08.2019 | Veranstaltungen

Internationale Tagung zur Katalyseforschung in Aachen

14.08.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Laser für durchdringende Wellen: Forscherteam entwickelt neues Prinzip zur Erzeugung von Terahertz-Strahlung

16.08.2019 | Physik Astronomie

Solarflugzeug icaré testet elektrische Flächenendantriebe

16.08.2019 | Energie und Elektrotechnik

Neue Überlebensstrategie der Pneumokokken im Zentralnervensystem identifiziert

16.08.2019 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics