Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Einmalig in Niedersachsen: Zentrum für Bildungs- und Unterrichtsforschung

26.01.2001


Ministerium fördert Interdisziplinarität als Wissenschaftsansatz

An der Universität Hildesheim gibt es seit Dezember 2000 offiziell ein institutionalisiertes Zentrum für Bildungs- und Unterrichtsforschung, kurz BUFO. Das Forschungszentrum wird sich vor allem der Erforschung von Grundlagen- und Anwendungsfragen im Bereich der schulischen und außerschulischen Bildung widmen. Bereits seit 1997 wird diese Forschungsperspektive an der Universität Hildesheim entwickelt und Forschungsvorhaben durchgeführt. Die Einrichtung des BUFO gewährt somit die Nachhaltigkeit der Forschungsaktivitäten in diesem Schwerpunkt. Der Antrag an das Ministerium, die Einrichtung eines Zentrums zu fördern, beinhaltete Forschungsprojekte aus allen Fachbereichen der Universität. Dieser interdisziplinäre Ansatz fand jetzt die Zustimmung des Ministeriums und wird mit insgesamt 1,2 Mio. Mark gefördert.

Uni-Präsidentin Dr. Ulla Bosse wertet die Genehmigung des BUFO als wichtigen Erfolg für die Universität Hildesheim im Wettbewerb mit anderen Hochschulen. "Wir haben frühzeitig die Notwendigkeit interdisziplinärer Forschungsansätze in der Bildungswissenschaft erkannt und mit den Fachbereichen diskutiert. Die Empfehlungen der AG Lehrerbildung der Wissenschaftlichen Kommission Niedersachsen, fanden in den Anträgen ebenfalls Berücksichtigung. Das vorausschauende Handeln hat uns einen wichtigen Vorsprung gegenüber den konkurrierenden Hochschulen verschafft und schließlich zum Erfolg geführt" freut sich Bosse.

Mit seiner Entscheidung folgt Wissenschaftsminister Oppermann dem positiven Votum der Wissenschaftlichen Kommission Niedersachsen, die den Antrag vorab geprüft hat. Er betont in seinem Genehmigungsschreiben, dass die Universität Hildesheim mit der Einrichtung des Zentrums die Möglichkeit erhalte, sich zusätzlich zu profilieren. In einem Gespräch mit dem Minister betonte Bosse, dass diese Botschaft angekommen sei. Die Uni werde die angewandte Forschung im Bereich der Lehrerbildung ausbauen und damit neue Wege in Niedersachsen beschreiten. "Das Zentrum wird mehr sein als allein die Bündelung professoraler Forschungstätigkeit einzelner" so Bosse gegenüber dem Minister.

Uni-Präsidentin und Minister waren sich darüber einig, dass die Schaffung erkennbarer Synergieeffekte oberste Maßgabe des interdisziplinär angelegten Forschungspools sein muss. "Zur Etablierung eines funktionierenden Kompetenzzentrums für Lehrerbildung in Niedersachsen seien jedoch Investitionen des Landes notwendig." betonte Bosse. Deutliche Forderungen der Präsidentin, die vom Minister aufgegriffen wurden. "Wir fördern hier gute Ideen und innovative Forschungsansätze," so Oppermann. Die Uni müsse aber in Vorleistung gehen und das Signal, das jetzt mit der Genehmigung gekommen sei, erkennen und die Chance zur Profilierung nutzen.

Prof. Dr. Ernst Cloer wird die Forschungsaktivitäten unter dem Dach des BUFO als Geschäftsführer koordinieren. Vorgesehen ist darüber hinaus die Einsetzung eines Beirats, dessen originäre Aufgabe es sein sollte, die wissenschaftliche Arbeit des Zentrums anzuregen und kritisch zu begleiten. Insgesamt sieben hochrangige Vertreterinnen und Vertreter der Wissenschaft außerhalb Niedersachsens, werden ihm als Mitglieder angehören.

Der bildungswissenschaftliche Schwerpunkt, neben den Informations- und Kommunikationswissenschaften und den Kulturwissenschaften, eine der drei Säulen der Universität Hildesheim, stellt niedersachsenweit ein zukunftsfähiges Konzept der Lehrerbildung dar, und gewinnt vor allem durch die Betonung der interdisziplinären Forschung durch das BUFO an Innovationsfähigkeit.

Kontakt: Prof. Dr. Ernst Cloer, cloer@rz.uni-hildesheim.de

Dr. Iris Klaßen | idw

Weitere Berichte zu: BUFO Forschungsaktivität Lehrerbildung Unterrichtsforschung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Interdisziplinäre Forschung:

nachricht Neues Behandlungsangebot für Tumoren der Knochen und Weichteile
21.02.2020 | Universitätsklinikum Regensburg (UKR)

nachricht Kommunikation und Schutz vor Austrocknung: Schmelzverhalten erklärt biologische Funktion der Wachsschicht von Ameisen
19.02.2020 | Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Interdisziplinäre Forschung >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ultraschnelles Schalten eines optischen Bits: Gewinn für die Informationsverarbeitung

Wissenschaftler der Universität Paderborn und der TU Dortmund veröffentlichen Ergebnisse in Nature Communications

Computer speichern Informationen in Form eines Binärcodes, einer Reihe aus Einsen und Nullen – sogenannten Bits. In der Praxis werden dafür komplexe...

Im Focus: Fraunhofer IOSB-AST und DRK Wasserrettungsdienst entwickeln den weltweit ersten Wasserrettungsroboter

Künstliche Intelligenz und autonome Mobilität sollen dem Strukturwandel in Thüringen und Sachsen-Anhalt neue Impulse verleihen. Mit diesem Ziel fördert das Bundeswirtschaftsministerium ab sofort ein innovatives Projekt in Halle (Saale) und Ilmenau.

Der Wasserrettungsdienst Halle (Saale) und das Fraunhofer Institut für Optronik,
Systemtechnik und Bildauswertung, Institutsteil Angewandte Systemtechnik...

Im Focus: A step towards controlling spin-dependent petahertz electronics by material defects

The operational speed of semiconductors in various electronic and optoelectronic devices is limited to several gigahertz (a billion oscillations per second). This constrains the upper limit of the operational speed of computing. Now researchers from the Max Planck Institute for the Structure and Dynamics of Matter in Hamburg, Germany, and the Indian Institute of Technology in Bombay have explained how these processes can be sped up through the use of light waves and defected solid materials.

Light waves perform several hundred trillion oscillations per second. Hence, it is natural to envision employing light oscillations to drive the electronic...

Im Focus: Haben ein Auge für Farben: druckbare Lichtsensoren

Kameras, Lichtschranken und Bewegungsmelder verbindet eines: Sie arbeiten mit Lichtsensoren, die schon jetzt bei vielen Anwendungen nicht mehr wegzudenken sind. Zukünftig könnten diese Sensoren auch bei der Telekommunikation eine wichtige Rolle spielen, indem sie die Datenübertragung mittels Licht ermöglichen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) am InnovationLab in Heidelberg ist hier ein entscheidender Entwicklungsschritt gelungen: druckbare Lichtsensoren, die Farben sehen können. Die Ergebnisse veröffentlichten sie jetzt in der Zeitschrift Advanced Materials (DOI: 10.1002/adma.201908258).

Neue Technologien werden die Nachfrage nach optischen Sensoren für eine Vielzahl von Anwendungen erhöhen, darunter auch die Kommunikation mithilfe von...

Im Focus: Einblicke in die Rolle von Materialdefekten bei der spin-abhängigen Petahertzelektronik

Die Betriebsgeschwindigkeit von Halbleitern in elektronischen und optoelektronischen Geräten ist auf mehrere Gigahertz (eine Milliarde Oszillationen pro Sekunde) beschränkt. Die Rechengeschwindigkeit von modernen Computern trifft dadurch auf eine Grenze. Forscher am MPSD und dem Indian Institute of Technology in Bombay (IIT) haben nun untersucht, wie diese Grenze mithilfe von Lichtwellen und Festkörperstrukturen mit Defekten erhöht werden könnte, um noch größere Rechenleistungen zu erreichen.

Lichtwellen schwingen mehrere hundert Trillionen Mal pro Sekunde und haben das Potential, die Bewegung von Elektronen zu steuern. Im Gegensatz zu...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Leopoldina-Symposium: „Mission – Innovation“ 2020

21.02.2020 | Veranstaltungen

Gemeinsam auf kleinem Raum - Mikrowohnen

19.02.2020 | Veranstaltungen

Chemnitzer Linux-Tage am 14. und 15. März 2020: „Mach es einfach!“

12.02.2020 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Globale Datenbank für Karstquellenabflüsse

21.02.2020 | Geowissenschaften

Leopoldina-Symposium: „Mission – Innovation“ 2020

21.02.2020 | Veranstaltungsnachrichten

Langlebige Fachwerkbrücken aus Stahl einfacher bemessen

21.02.2020 | Architektur Bauwesen

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics