Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Russische Forscher: Magnetfeld beeinflusst Erbgut

30.09.2002


Korrelation zwischen Umweltgiften und Erbgutveränderungen bestätigt


Nach Ansicht russischer Forscher gibt es Hinweise, dass Veränderungen im menschlichen Erbgut mit Schwankungen des Erdmagnetfeldes zusammenhängen. Zu diesem Schluss kommen Forscher der Russischen Akademie der Wissenschaften. Die Forscher haben 30 Jahre lang Abweichungen der menschlichen Chromosomen gesammelt, berichtet der Moskauer Wissenschaftsdienst "Informnauka".

Das Forscherteam um Victor Oraevskii hat Daten über Abweichungen in menschlichen Chromosomen in verschiedenen Gegenden der ehemaligen Sowjetunion gesammelt. Die Wissenschaftler unterschieden dabei zwischen Menschen, die in sauberer, gesunder Umgebung lebten und arbeiteten, und Menschen, die durch ihren Beruf oder ihre Wohngegend Kontakt mit giftigen Substanzen hatten. Wie erwartet fanden die Forscher bei letzteren mehr spontane Veränderungen im Erbgut. Doch bei der Auswertung der Daten zeigte sich ein weiterer interessanter Zusammenhang: Alle viereinhalb Jahre kam es zu einem Anstieg von Mutationen. Da dieser Effekt in beiden Gruppen zu beobachten war, vermuteten die Wissenschaftler dahinter eine andere Ursache. Die Lösung glauben sie nun im Magnetfeld der Erde gefunden zu haben. Nach den Forschungsergebnissen stieg zu Zeiten, in denen sich das Magnetfeld stark veränderte, also etwa alle viereinhalb Jahre, auch die Häufigkeit der Mutationen deutlich an.


Unter Forschern ist es nach wie vor umstritten, ob das relativ schwache Magnetfeld der Erde tatsächlich einen deutlichen Einfluss auf lebende Organismen haben kann. Es gibt zwar mehrere Studien, die auf solche Effekte hindeuten. Welche Mechanismen jedoch dabei genau wirken, ist bislang unklar, berichtet die Nachrichtenagentur ddp.

Wolfgang Weitlaner | pte.online
Weitere Informationen:
http://www.informnauka.ru

Weitere Berichte zu: Abweichung Chromosom Erbgut Magnetfeld Mutation

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Interdisziplinäre Forschung:

nachricht Krankheitserreger im Visier
09.10.2018 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

nachricht Wie überleben Nervenzellen? Forschungsteam versucht den Zelltod zu stoppen
04.10.2018 | DFG-Forschungszentrum für Regenerative Therapien TU Dresden

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Interdisziplinäre Forschung >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Rasende Elektronen unter Kontrolle

Die Elektronik zukünftig über Lichtwellen kontrollieren statt Spannungssignalen: Das ist das Ziel von Physikern weltweit. Der Vorteil: Elektromagnetische Wellen des Licht schwingen mit Petahertz-Frequenz. Damit könnten zukünftige Computer eine Million Mal schneller sein als die heutige Generation. Wissenschaftler der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) sind diesem Ziel nun einen Schritt nähergekommen: Ihnen ist es gelungen, Elektronen in Graphen mit ultrakurzen Laserpulsen präzise zu steuern.

Eine Stromregelung in der Elektronik, die millionenfach schneller ist als heutzutage: Davon träumen viele. Schließlich ist die Stromregelung eine der...

Im Focus: UNH scientists help provide first-ever views of elusive energy explosion

Researchers at the University of New Hampshire have captured a difficult-to-view singular event involving "magnetic reconnection"--the process by which sparse particles and energy around Earth collide producing a quick but mighty explosion--in the Earth's magnetotail, the magnetic environment that trails behind the planet.

Magnetic reconnection has remained a bit of a mystery to scientists. They know it exists and have documented the effects that the energy explosions can...

Im Focus: Eine kalte Supererde in unserer Nachbarschaft

Der sechs Lichtjahre entfernte Barnards Stern beherbergt einen Exoplaneten

Einer internationalen Gruppe von Astronomen unter Beteiligung des Max-Planck-Instituts für Astronomie in Heidelberg ist es gelungen, beim nur sechs Lichtjahre...

Im Focus: Mit Gold Krankheiten aufspüren

Röntgenfluoreszenz könnte neue Diagnosemöglichkeiten in der Medizin eröffnen

Ein Präzisions-Röntgenverfahren soll Krebs früher erkennen sowie die Entwicklung und Kontrolle von Medikamenten verbessern können. Wie ein Forschungsteam unter...

Im Focus: Ein Chip mit echten Blutgefäßen

An der TU Wien wurden Bio-Chips entwickelt, in denen man Gewebe herstellen und untersuchen kann. Die Stoffzufuhr lässt sich dabei sehr präzise dosieren.

Menschliche Zellen in der Petrischale zu vermehren, ist heute keine große Herausforderung mehr. Künstliches Gewebe herzustellen, durchzogen von feinen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Kalikokrebse: Erste Fachtagung zu hochinvasiver Tierart

16.11.2018 | Veranstaltungen

Können Roboter im Alter Spaß machen?

14.11.2018 | Veranstaltungen

Tagung informiert über künstliche Intelligenz

13.11.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Mikroplastik in Kosmetik

16.11.2018 | Studien Analysen

Neue Materialien – Wie Polymerpelze selbstorganisiert wachsen

16.11.2018 | Materialwissenschaften

Anomale Kristalle: ein Schlüssel zu atomaren Strukturen von Schmelzen im Erdinneren

16.11.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics