Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Schnell schweben: Studierende konstruieren Transportkapsel

04.04.2017

Ein Gruppe Studierender der Universität Oldenburg und der Hochschule Emden/Leer hat die Endrunde des internationalen Wettbewerbs "Hyperloop Competition Pod II" erreicht. Ihr Pod-Konzept für den Hochgeschwindigkeitszug der Zukunft, Hyperloop, überzeugte die Gutachter. Im Sommer nimmt die Gruppe am Wettrennen auf der kalifornischen Teststrecke teil.

Der Traum ein selbst entworfenes Transportmittel zu bauen und zu präsentieren – für eine Gruppe Studierender der Universität Oldenburg und der Hochschule Emden/Leer wird er in diesem Sommer wahr. Die Gruppe aus dem Studiengang Engineering Physics hat sich beim internationalen Wettbewerb „Hyperloop Pod Competition II“ beworben – und nun den Zuschlag erhalten, als eines von 24 Teams an der Endrunde in Kalifornien teilzunehmen.


Konstruktionszeichnung Pod

Grafik: HyperPodX-Team

Ziel des Wettbewerbs ist, eine selbst konstruierte Transportkapsel, einen sogenannten Pod, möglichst schnell über die kalifornische Hyperloop-Teststrecke zu schicken. Hyperloop, eine Art Zug in einer Röhre, ist ursprünglich eine Idee des SpaceX-Gründers und Tesla-Chefs Elon Musk. Dank Schwebetechnik und geringem Luftwiderstand könnte das System künftig Passagiere mit einer Geschwindigkeit von bis zu 1.200 Kilometern pro Stunde befördern.

„Das ist ein großer Erfolg für die Studierenden“, sagt Prof. Dr. Walter Neu von der Hochschule Emden/Leer. Zusammen mit seinem Kollegen Prof. Dr. Thomas Schüning betreut er das Team. „Wir konkurrieren mit internationalen Spitzenuniversitäten wie Princeton University, der University of California oder der privaten Eliteuniversität Keio aus Japan. Aus Deutschland ist außer uns nur noch die TU München beteiligt“, ergänzt der Hochschullehrer.

„Wir freuen uns sehr, dass wir am Wettbewerb teilnehmen dürfen“, sagt Lukas Eschment, Student im 4. Semester und Teammitglied. Seiner Meinung nach hat das Team „sogar das Zeug dazu zu gewinnen“. Seit Monaten bereits hatten die 22 Studierenden aus 11 Nationen an dem Pod-Konzept gearbeitet – Konstruktionspläne entworfen, die Schwebetechnik experimentell und mit Computer-Simulationen getestet, Bauteile beschafft und erste Sponsoren gewonnen. Die Schirmherrschaft für das Projekt hat in der Zwischenzeit der Bundestagsabgeordnete Stephan Albani übernommen. Ende März hatte die Gruppe alle nötigen Unterlagen zusammen und ihr Konzept per Video-Konferenz den Gutachtern von SpaceX vorgestellt.

„Die harte Arbeit der Studierenden in den vergangenen Monaten hat sich ausgezahlt“, sagt Neu. „Doch jetzt beginnt die Arbeit erst richtig.“ Die angehenden Physiker und Ingenieure müssen den Pod-Prototyp, der im Sommer ins Rennen gehen soll, nun tatsächlich konstruieren und produzieren. Viel Zeit bleibt ihnen nicht – manche Bauteile haben eine lange Lieferzeit. Vor allem aber müssen die Studierenden noch Sponsorengelder einwerben. Auf rund 400.000 Euro schätzen sie das Budget, um den Pod und Zubehör bauen zu können.

Kontakt:

Prof. Dr. Walter Neu,
Hochschule Emden/Leer
Constantiaplatz 4
26723 Emden, Germany
Telefon: +49 4921 807-1456
E-Mail: walter.neu@hs-emden-leer.de

Lukas Eschment, E-Mail: lukas@hyperpodx.com

Weitere Informationen:

http://de.hyperpodx.com/
http://uol.de/news/art/ab-durch-die-roehre-2769/

Dr. Corinna Dahm-Brey | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Berichte zu: Bauteile Hyperloop Röhre Schwebetechnik Transportkapsel Transportmittel

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Innovative Produkte >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Eine kalte Supererde in unserer Nachbarschaft

Der sechs Lichtjahre entfernte Barnards Stern beherbergt einen Exoplaneten

Einer internationalen Gruppe von Astronomen unter Beteiligung des Max-Planck-Instituts für Astronomie in Heidelberg ist es gelungen, beim nur sechs Lichtjahre...

Im Focus: Mit Gold Krankheiten aufspüren

Röntgenfluoreszenz könnte neue Diagnosemöglichkeiten in der Medizin eröffnen

Ein Präzisions-Röntgenverfahren soll Krebs früher erkennen sowie die Entwicklung und Kontrolle von Medikamenten verbessern können. Wie ein Forschungsteam unter...

Im Focus: Ein Chip mit echten Blutgefäßen

An der TU Wien wurden Bio-Chips entwickelt, in denen man Gewebe herstellen und untersuchen kann. Die Stoffzufuhr lässt sich dabei sehr präzise dosieren.

Menschliche Zellen in der Petrischale zu vermehren, ist heute keine große Herausforderung mehr. Künstliches Gewebe herzustellen, durchzogen von feinen...

Im Focus: A Chip with Blood Vessels

Biochips have been developed at TU Wien (Vienna), on which tissue can be produced and examined. This allows supplying the tissue with different substances in a very controlled way.

Cultivating human cells in the Petri dish is not a big challenge today. Producing artificial tissue, however, permeated by fine blood vessels, is a much more...

Im Focus: Optimierung von Legierungswerkstoffen: Diffusionsvorgänge in Nanoteilchen entschlüsselt

Ein Forschungsteam der TU Graz entdeckt atomar ablaufende Prozesse, die neue Ansätze zur Verbesserung von Materialeigenschaften liefern.

Aluminiumlegierungen verfügen über einzigartige Materialeigenschaften und sind unverzichtbare Werkstoffe im Flugzeugbau sowie in der Weltraumtechnik.

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Können Roboter im Alter Spaß machen?

14.11.2018 | Veranstaltungen

Tagung informiert über künstliche Intelligenz

13.11.2018 | Veranstaltungen

Wer rechnet schneller? Algorithmen und ihre gesellschaftliche Überwachung

12.11.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Emulsionen masschneidern

15.11.2018 | Materialwissenschaften

LTE-V2X-Direktkommunikation für mehr Verkehrssicherheit

15.11.2018 | Informationstechnologie

Daten „fühlen“ mit haptischen Displays

15.11.2018 | Energie und Elektrotechnik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics