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Ferngesteuerter Helikopter rettet Everest-Bergsteiger

14.02.2007
Erste Tests erfolgen im April

Um künftig Mount Everest Expeditionen den Aufstieg auf den höchsten Berg der Welt noch sicherer zu gestalten, hat ein neuseeländisches Unternehmen einen unbemannten ferngesteuerten Helikopter entwickelt. Die "Alpine Wasp" aus dem Hause TGR Helicorp wird im April 2007 in den neuseeländischen Alpen getestet, ehe der erste Einsatz im Januar 2008 im Himalaya erfolgen soll.

Das neue Hightech-Gerät kann mehr als herkömmliche Helikopter, denn die Voraussetzungen für einen Einsatz in solcher Höhe sind schwer. Die meisten Helikopter versagen ab einer Höhe von 4.300 Metern aufgrund der dünnen Luft. Dem konnten die Techniker insofern entgegenwirken, in dem sie die Rotorblätter der "Alpinen Wespe" einfach verlängerten. Der Helikopter ist mit einem Dieselmotor ausgestattet und schafft locker eine Höhe von 9.000 Metern. Gesteuert wird das Gefährt von einem Techniker, der Bildinformationen über insgesamt 16 Kameras, zehn in der Nase und sechs am Rumpf, erhält. "Der Pilot sitzt in einem virtuellen Cockpit und hat einen umfassenden Blick über das gesamte Geschehen", so Trevor Rogers, Präsident von TGR-Helicorp.

Im Mai 2007 plant der Everest Rescue Trust die Errichtung eines Basislagers in Namche Bazar, dem Hauptort des Sagarmatha National Parks, der den halben Mount Everest umfasst. Hier wird auch eine Klinik, die auf Verletzungen von Bergsteigern spezialisiert ist, errichtet. Insgesamt sollen zwei der unbemannten Rettungshubschrauber hier stationiert werden.

Doch nicht nur das Aufspüren eines in Not geratenen Bergsteigers stellt an die Technik große Anforderungen, sondern auch die Rettung aus der misslichen Situation. Dafür gibt es einen auf 8,5 Meter ausfahrbaren "Rüssel" mit einer Kamera und einem Mikrofon. "Der Rüssel wird ausgefahren und mittels Lautsprecher gibt der Kapitän Anweisungen, wie die Kunstfaserschlaufe, die am Arm befestigt ist, über den Kopf und unter die Arme gestülpt werden muss", erklärt Rogers. Das Unfallopfer wird dann in das Innere des unbemannten Helikopters gezogen, wo er in einer Art Laderaum, der beheizt ist, bis zur Landung verharren muss.

"Der Einsatz in solchen Höhen ist inzwischen nichts Besonderes", meint der Luft-und Raumfahrtexperte Klaus Wolf, Leiter des Lehrstuhls für Luftfahrzeugtechnik an der TU-Dreden im pressetext-Gespräch. Erst im Vorjahr sei ein Eurocopter am Everest gelandet. "Erforderlich in solchen Höhen sind größere Rotorflächen, die für genügend Auftrieb sorgen." Unklar sei dem Experten, warum die Helikopter unbemannt sind. "Bei dieser großen Menge an Kameras und Sensoren besteht immer die Möglichkeit eines Ausfalls", so der Experte.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.tgrhelicorp.com
http://www.rescueoneverest.org
http://web.tu-dresden.de/lft/lft.html

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