Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Siemens belegt wieder einen Spitzenplatz bei europäischen Patentanmeldungen

17.05.2006


Siemens belegt mit 1.548 Patentanmeldungen bei dem Europäischen Patentamt erneut den zweiten Platz hinter Phillips (4.173). "Eine besondere Stellung nimmt unter unseren Anmeldungen die Medizintechnik mit 207 eingereichten Schlüsselpatenten ein", so Professor Winfried Büttner, Leiter Siemens Intellectual Property. Dass sich diese Investitionen auszahlen, zeigt sich an dem Dual-Source-Computertomographen "Somatom Definition", der bei einer Reduktion der Strahlendosis von bis zu 50 Prozent Bilder selbst schnell schlagender Herzen in bisher nicht gekannter Detailgenauigkeit liefert, oder dem Quicklab, das Siemens kürzlich auf dem "BDI-Tag des geistigen Eigentums" vorstellte.



Im letzten Geschäftsjahr hat die Siemens AG 5,2 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung ausgegeben. Damit ist das Unternehmen in seiner Branche weltweit führend. "Die Ergebnisse dieser Investition sind Ideen und Erfindungen, die unseren Wettbewerbsvorsprung ausbauen. Diesen Wettbewerbsvorsprung sichern wir durch Schutzrechte ab", so Professor Winfried Büttner, Leiter Intellectual Property von Siemens. "Unsere Innovationskraft führte auch in diesem Jahr zu Platz 1 in der Anmeldestatistik des Deutschen Patentamtes, auf Platz 2 beim Europäischen Patentamt und in die Top- Ten-Liste in den USA." Dabei wird im Unternehmen sehr streng aussortiert, welche Erfindungen auch zum Patent angemeldet werden. Im Vordergrund steht die Qualität der Patente. "Wir melden verstärkt Schutzrechte auf Schlüsseltechnologien an. Diese werden von uns ganz gezielt aus den Erfindungsmeldungen unserer Mitarbeiter selektiert", sagte Büttner.

Die meisten eingereichten Schlüsselpatente stammen in diesem Jahr aus dem Bereich Medizintechnik. Mit dem Dual-Source-Computertomographen (CT) "Somatom Definition" ist dem Bereich ein riesiger Technologiesprung gelungen. Seit kurzem steht das erste Gerät im Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität in München-Großhadern. Als erstes System weltweit nutzt es zwei parallel rotierende Röntgenstrahler, wodurch die Behandlungsdauer und die Strahlungsexposition für die Patienten gesenkt werden und gleichzeitig die Bildqualität und die Anzahl der Bilder pro Sekunde gesteigert werden. Experten schätzen, dass ein großer Teil der jährlich rund 600.000 Katheteruntersuchungen zu Gunsten der deutlich schnelleren und für den Patienten weniger aufwändigen Herz-CT eingespart werden könnten. Eine weitere Innovation ist das Quicklab, ein Minilabor im Format einer Scheckkarte, mit dem auch jeder Hausarzt Krankheitserreger innerhalb einer Stunde zuverlässig identifizieren kann - direkt in seiner Praxis. Der elektrische Biochip kann aus Blutproben oder anderen Körperflüssigkeiten automatisch die Erbinformationen von Viren und Bakterien sowie von Körperzellen extrahieren und analysieren. Das Auswertesystem gibt diagnostische Informationen als elektrisches Signal aus und ist damit wesentlich schneller, robuster, einfacher und billiger als optische Verfahren. Heute werden Erregertests in Großlabors mit aufwändigen Analysegeräten gemacht, was teuer ist und bisweilen mehrere Tage dauert. Siemens stellte das Quicklab auf dem "BDI-Tag des geistigen Eigentums" in Berlin vor, wo Bundesjustizministerin Brigitte Zypries ausdrücklich betonte, dass das Thema des geistigen Eigentums und des Innovationsschutzes stärker ins Bewusstsein der Menschen rücken soll.

Guido Weber | idw
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Innovative Produkte >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Die Zähmung der Lichtschraube

Wissenschaftler vom DESY und MPSD erzeugen in Festkörpern hohe-Harmonische Lichtpulse mit geregeltem Polarisationszustand, indem sie sich die Kristallsymmetrie und attosekundenschnelle Elektronendynamik zunutze machen. Die neu etablierte Technik könnte faszinierende Anwendungen in der ultraschnellen Petahertz-Elektronik und in spektroskopischen Untersuchungen neuartiger Quantenmaterialien finden.

Der nichtlineare Prozess der Erzeugung hoher Harmonischer (HHG) in Gasen ist einer der Grundsteine der Attosekundenwissenschaft (eine Attosekunde ist ein...

Im Focus: The taming of the light screw

DESY and MPSD scientists create high-order harmonics from solids with controlled polarization states, taking advantage of both crystal symmetry and attosecond electronic dynamics. The newly demonstrated technique might find intriguing applications in petahertz electronics and for spectroscopic studies of novel quantum materials.

The nonlinear process of high-order harmonic generation (HHG) in gases is one of the cornerstones of attosecond science (an attosecond is a billionth of a...

Im Focus: Magnetische Mikroboote

Nano- und Mikrotechnologie sind nicht nur für medizinische Anwendungen wie in der Wirkstofffreisetzung vielversprechende Kandidaten, sondern auch für die Entwicklung kleiner Roboter oder flexibler integrierter Sensoren. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung (MPI-P) haben mit einer neu entwickelten Methode magnetische Mikropartikel hergestellt, die den Weg für den Bau von Mikromotoren oder die Zielführung von Medikamenten im menschlichen Körper, wie z.B. zu einem Tumor, ebnen könnten. Die Herstellung solcher Strukturen sowie deren Bewegung kann einfach durch Magnetfelder gesteuert werden und findet daher Anwendung in einer Vielzahl von Bereichen.

Die magnetischen Eigenschaften eines Materials bestimmen, wie dieses Material auf das Vorhandensein eines Magnetfeldes reagiert. Eisenoxid ist der...

Im Focus: Magnetic micro-boats

Nano- and microtechnology are promising candidates not only for medical applications such as drug delivery but also for the creation of little robots or flexible integrated sensors. Scientists from the Max Planck Institute for Polymer Research (MPI-P) have created magnetic microparticles, with a newly developed method, that could pave the way for building micro-motors or guiding drugs in the human body to a target, like a tumor. The preparation of such structures as well as their remote-control can be regulated using magnetic fields and therefore can find application in an array of domains.

The magnetic properties of a material control how this material responds to the presence of a magnetic field. Iron oxide is the main component of rust but also...

Im Focus: Goldkugel im goldenen Käfig

„Goldenes Fulleren“: Liganden-geschützter Nanocluster aus 32 Goldatomen

Forschern ist es gelungen, eine winzige Struktur aus 32 Goldatomen zu synthetisieren. Dieser Nanocluster hat einen Kern aus 12 Goldatomen, der von einer Schale...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Größte nationale Tagung 2019 für Nuklearmedizin in Bremen

21.03.2019 | Veranstaltungen

6. Magdeburger Brand- und Explosionsschutztage vom 25. bis 26.3. 2019

21.03.2019 | Veranstaltungen

Teilchenphysik trifft Didaktik und künstliche Intelligenz in Aachen

20.03.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Die Zähmung der Lichtschraube

22.03.2019 | Physik Astronomie

Saarbrücker Forscher erleichtern durch Open Source-Software den Durchblick bei Massen-Sensordaten

22.03.2019 | HANNOVER MESSE

Ketten aus Stickstoff direkt erzeugt

22.03.2019 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics