Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

EcoSphere: Das Astronauten-Aquarium

22.03.2005



Haustiere machen Arbeit. Das weiss jedes Kind. Selbst bei einem Aquarium muss der Halter an das tägliche Futter denken. Er muss den Filter säubern, die Scheiben reinigen und die Pflanzen zurückschneiden. Ganz anders sieht das bei der EcoSphere aus. Im hermetisch abgeschlossenen Glas liegt ein völlig autarkes Ökosystem vor - ein spannendes Lehrstück für Jung und Alt.

Die amerikanische Weltraumbehörde NASA plant schon lange den Generationenflug: Wie ist es möglich, Menschen an Bord eines Raumschiffes mit Lebensmitteln zu versorgen, wenn es keine Möglichkeit gibt, neue Rohstoffe von aussen einzubringen? Die Lösung kann es nur sein, ein geschlossenes Ökosystem zu etablieren, das die Reisenden auch für längere Zeit mit Nahrung, Sauerstoff und Wasser versorgen kann. Die NASA ist bei ihren Forschungen schon weit gekommen. Das beweist die EcoSphere, das wohl einzige aus einem Technologie-Transfer mit der NASA entstandene Aquarium. Die EcoSphere basiert direkt auf der Forschungsarbeit der beiden Wissenschaftler Dr. Joe Hanson und Dr. Clair Folsome vom Jet Propulsion Laboratory der NASA.

Die ganze Welt in einer Glaskugel: Nach diesem Motto erhält der Käufer der EcoSphere eine kreisrunde Kugel oder einen hohen Kegel, der hermetisch abgeschlossen ist und demnach keine einzige Öffnung bietet. Nichts kann herein, nichts kann heraus - vom lebensnotwendigen Licht als Energiequelle einmal abgesehen. Das Gefäss ist zu drei Vierteln mit gefiltertem Meerwasser gefüllt. Ein paar Steinchen und eine dekorative Wurzel sorgen für einen optischen Hingucker. Bei den Bewohnern des ungewöhnlichen Aquariums handelt es sich um kleine rote Garnelen, die bis zu 15 Millimeter lang werden. Unermüdlich sausen sie im Aquarium umher, um nach Nahrung zu suchen. Sie bekämpfen sich nicht gegenseitig und wurden deswegen für das Projekt "Ökosystem im Glas" ausgewählt.



Doch woher kommt die Nahrung für die kleinen Tierchen? Wer genau hinsieht, entdeckt im Aquarium die kleinen, kaum sichtbaren grünen Fäden einer Alge. Die Alge nutzt das Licht und das Kohlendioxyd im Wasser, um langsam, aber stetig zu wachsen. So bieten die Algen eine schier unerschöpfliche Nahrungsquelle für die Garnelen an. Zugleich produziert die Alge auch den Sauerstoff, den die Garnelen zum Atmen brauchen. Das Ökosystem funktioniert tatsächlich, da beide Arten direkt aufeinander angewiesen sind. Die Garnelen erzeugen Kohlendioxyd - und mit ihrem Kot auch die Nährstoffe für die Bakterien und Algen im Ökosystem.

Nicht umsonst bietet EcoSphere Schweiz eine Garantie für den Bestand des Ökosystems an. Selbst wenn die grünen Algenfäden verschwinden, so sind noch immer ausreichend Einzeller-Algen vorhanden, um die Garnelen zu ernähren. Wichtig ist nur, dass die EcoSpheren nie im direkten Sonnenlicht bzw. in einem zu hellem Raum oder auf einer Wärmequelle stehen: Zu viel Wärme macht auch der fittesten Garnele schnell den Garaus. Zwei bis drei Jahre werden die kleineren EcoSpheren alt, die grösseren sogar über fünf Jahre. Es gibt aber auch schon Ökosysteme, die bis zu zehn Jahren überlebt haben. René Hagspiel, Geschäftsführer von EcoSphere Schweiz: "Die EcoSphere zeigt uns im Kleinen, wie fragil ein funktionierendes Ökosystem ist. Es würde ausreichen, nur eine Stellgrösse zu ändern - und das ganze System stirbt. Kinder und Erwachsene lernen anhand der Kugel etwas über unseren ganzen Planeten. Denn noch ist auch der ein autarkes Ökosystem, das alle Lebewesen am Leben erhält."

Der Hersteller der EcoSpheren heisst EcoSphere Associates, Inc. Er produziert die Glaskugeln seit über 20 Jahren in den USA. Hierzulande kümmert sich EcoSphere Europe in Lizenz um den europäischen Markt. Der offizielle Direktimporteur für die Schweiz ist EcoSphere Schweiz, vertreten durch die Firma VDI René Hagspiel.

Die EcoSpheren sind das perfekte Geschenk für Jung und Alt. Sie müssen bei guter Standortwahl nicht gepflegt werden, sehen äusserst dekorativ aus und sind zugleich auch noch ein Lehrstück aus der angewandten Biologie. René Hagspiel: "Haben Sie mitunter Probleme dabei, ein passendes Geschenk für den Partner, einen Verwandten oder einen lieben Bekannten zu finden? Mit der EcoSphere liegen Sie nie falsch. In der Regel sind die Beschenkten positiv verblüfft, weil sie von einem solchen selbsterhaltenen System noch nie etwas gehört haben."

Alle EcoSpheren sind mit einer eigenen Seriennummer versehen, über die sich das Alter der Kugel berechnen lässt. Ein gedrucktes Handbuch in mehreren Sprachen verrät alles Wissenswerte über das ungewöhnliche Ökosystem. Die kleine Kugel mit zehn Zentimeter Durchmesser ist für 139 Schweizer Franken zu haben. Es gibt die EcoSpheren aber auch noch in anderen Grössen und Formen. Wer sich - etwa für das Entree der eigenen Firma - eine Megakugel mit 35 Zentimeter Durchmesser und 20 Liter Inhalt zulegen möchte, ist mit 1790 Schweizer Franken dabei. Als Sonderanfertigung lassen sich auch noch grössere Kugeln anfertigen - mit anderthalb Meter Durchmesser, in der dann über 5.000 Garnelen um eine Vulkanstein-Skulptur herumschwimmen.

VDI René Hagspiel | pts - Presseinformation (CH)
Weitere Informationen:
http://www.ecosphere.ch

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Innovative Produkte:

nachricht Geschäftsmodell Upcycling: Aus Airbag wird Rucksack
14.06.2019 | Telekom GK

nachricht Skihelm mit neuartigem Luftpolstersystem und Augmented Reality: „Air Ride“ auf Hannover Messe
29.03.2019 | Hochschule Darmstadt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Innovative Produkte >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: MPSD-Team entdeckt lichtinduzierte Ferroelektrizität in Strontiumtitanat

Mit Licht lassen sich Materialeigenschaften nicht nur messen, sondern auch verändern. Besonders interessant sind dabei Fälle, in denen eine fundamentale Eigenschaft eines Materials verändert werden kann, wie z.B. die Fähigkeit, Strom zu leiten oder Informationen in einem magnetischen Zustand zu speichern. Ein Team um Andrea Cavalleri vom Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie in Hamburg, hat nun Lichtimpulse aus dem Terahertz-Frequenzspektrum benutzt, um ein nicht-ferroelektrisches Material in ein ferroelektrisches umzuwandeln.

Ferroelektrizität ist ein Zustand, in dem die Atome im Kristallgitter eine bestimmte Richtung "aufzeigen" und dadurch eine makroskopische elektrische...

Im Focus: MPSD team discovers light-induced ferroelectricity in strontium titanate

Light can be used not only to measure materials’ properties, but also to change them. Especially interesting are those cases in which the function of a material can be modified, such as its ability to conduct electricity or to store information in its magnetic state. A team led by Andrea Cavalleri from the Max Planck Institute for the Structure and Dynamics of Matter in Hamburg used terahertz frequency light pulses to transform a non-ferroelectric material into a ferroelectric one.

Ferroelectricity is a state in which the constituent lattice “looks” in one specific direction, forming a macroscopic electrical polarisation. The ability to...

Im Focus: Konzert der magnetischen Momente

Forscher aus Deutschland, den Niederlanden und Südkorea haben in einer internationalen Zusammenarbeit einen neuartigen Weg entdeckt, wie die Elektronenspins in einem Material miteinander agieren. In ihrer Publikation in der Fachzeitschrift Nature Materials berichten die Forscher über eine bisher unbekannte, chirale Kopplung, die über vergleichsweise lange Distanzen aktiv ist. Damit können sich die Spins in zwei unterschiedlichen magnetischen Lagen, die durch nicht-magnetische Materialien voneinander getrennt sind, gegenseitig beeinflussen, selbst wenn sie nicht unmittelbar benachbart sind.

Magnetische Festkörper sind die Grundlage der modernen Informationstechnologie. Beispielsweise sind diese Materialien allgegenwärtig in Speichermedien wie...

Im Focus: Schwerefeldbestimmung der Erde so genau wie noch nie

Forschende der TU Graz berechneten aus 1,16 Milliarden Satellitendaten das bislang genaueste Schwerefeldmodell der Erde. Es liefert wertvolles Wissen für die Klimaforschung.

Die Erdanziehungskraft schwankt von Ort zu Ort. Dieses Phänomen nutzen Geodäsie-Fachleute, um geodynamische und klimatologische Prozesse zu beobachten....

Im Focus: Determining the Earth’s gravity field more accurately than ever before

Researchers at TU Graz calculate the most accurate gravity field determination of the Earth using 1.16 billion satellite measurements. This yields valuable knowledge for climate research.

The Earth’s gravity fluctuates from place to place. Geodesists use this phenomenon to observe geodynamic and climatological processes. Using...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Doc Data – warum Daten Leben retten können

14.06.2019 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - August 2019

13.06.2019 | Veranstaltungen

Künstliche Intelligenz in der Materialmikroskopie

13.06.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Industrie 4.0 im Fräsprozess: Geringere Schwingungen durch aktive Dämpfung und angepasste Drehzahlen

17.06.2019 | Informationstechnologie

Mit dem Milbentaxi zum Nachbarwirt: Honigbienen-Parasit Varroa-Milbe wird auch Wildbienen gefährlich

17.06.2019 | Biowissenschaften Chemie

Trennmittelfrei: ReleasePLAS®-Technologie ersetzt Silikonbeschichtung beim Wachsspritzguss

17.06.2019 | Messenachrichten

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics