Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Chaos - Schlüssel zur Sicherheit?

16.09.2003


Tschechische Forscher haben die komplexe Chaostheorie erfolgreich genutzt, um auf dem Gebiet der Imformationsverschlüsselung neue Maßstäbe zu setzen. Die Ergebnisse können zu mehr Sicherheit beitragen, beispielsweise bei Online-Transaktionen mit Kreditkarten.

Der Sicherheit kommt im Informationszeitalter besondere Bedeutung zu. Der Schutz sensibler Informationen gegen unerwünschte, illegale Zugriffe ist von größter Wichtigkeit. Zu den sensiblen Informationen gehören unterschiedlichste Daten, beispielsweise Namen, Adressen, Telefonnummern, Kreditkartennummern, medizinische Dossiers oder private E-Mail-Mitteilungen, um nur einige zu nennen. Der illegale Zugriff auf solche Informationen, der nicht selten mit Hacker-Attacken einhergeht, ist auf dem Vormarsch.

Die Verschlüsselung von Informationen wurde erstmals im Krieg eingesetzt. Dabei kann ein Kommunikationspartner mit einer Chiffre oder einem Algorithmus Informationen zugriffsgesichert einem anderen Kommunikationspartner übermitteln. Ein Abfangen der verschlüsselten Daten ist zwecklos, solange man nicht im Besitz der Chiffre oder geeigneter Computerressourcen ist, die das Entschlüsseln oder "Knacken" der Chiffre gestatten. Je komplexer die Chiffre ist, desto schwieriger ist ihre Entschlüsselung. Allerdings ist man naturgemäß gezwungen, zwischen Komplexität und Kosten Kompromisse zu schließen, und zwar sowohl hinsichtlich des Zeit- als auch des Kostenaufwandes.



Wissenschaftler des Instituts für Informationstheorie und Automation der Tschechischen Republik haben jetzt ein neues Verschlüsselungsverfahren entwickelt, das auf der Chaostheorie basiert. Die Chaostheorie beschäftigt sich mit physikalischen Systemen, deren Verhalten nicht vorhersagbar ist. Eben diese Unberechenbarkeit wird von der Neuentwicklung zur Erzeugung nicht entschlüsselbarer Chiffren genutzt. Die Innovation liegt im Erreichen einer Reproduzierbarkeit, indem eine Vielzahl von chaotischen Oszillatoren geschickt miteinander synchronisiert werden. Das Ergebnis ist eine neue Kategorie von chaotischen Systemen, die eine außerordentlich sichere Verschlüsselung von Daten gestatten.

Eine Software, die auf dem neuen Verschlüsselungsverfahren basiert, wurde bereits erfolgreich getestet. Damit lassen sich sehr effizient neue Verschlüsselungsalgorithmen erzeugen und zugleich die traditionellen Kompromisse zwischen Komplexität und Kosten beseitigen. Das Institute ist auf der Suche nach Partnern, die über Erfahrungen auf diesem Gebiet verfügen und dabei mitwirken möchten, aus den Forschungsergebnissen ein marktfähiges Produkt zu machen.

Kontakt:

Technology Centre AS CR
Klara Cerna
Rozvojova 135, 165 02 Prague 6
Czech Republic
Tel: +420-2-203-90-722
Fax: +420-2-209-22-698
Email: cerna@tc.cas.cz

Klara Cerna | ctm
Weitere Informationen:
http://www.tc.cas.cz

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Innovative Produkte:

nachricht Textilien 4.0: Smarte Kleidung und Wearables als Innovation
17.07.2018 | Eierund GmbH / HoseOnline.de

nachricht Innovative Handprothesensteuerung besteht Alltagstest
21.06.2018 | Universitätsmedizin Göttingen - Georg-August-Universität

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Innovative Produkte >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Die Mischung macht‘s: Jülicher Forscher entwickeln schnellladefähige Festkörperbatterie

Mit Festkörperbatterien sind aktuell große Hoffnungen verbunden. Sie enthalten keine flüssigen Teile, die auslaufen oder in Brand geraten könnten. Aus diesem Grund sind sie unempfindlich gegenüber Hitze und gelten als noch deutlich sicherer, zuverlässiger und langlebiger als herkömmliche Lithium-Ionen-Batterien. Jülicher Wissenschaftler haben nun ein neues Konzept vorgestellt, das zehnmal größere Ströme beim Laden und Entladen erlaubt als in der Fachliteratur bislang beschrieben. Die Verbesserung erzielten sie durch eine „clevere“ Materialwahl. Alle Komponenten wurden aus Phosphatverbindungen gefertigt, die chemisch und mechanisch sehr gut zusammenpassen.

Die geringe Stromstärke gilt als einer der Knackpunkte bei der Entwicklung von Festkörperbatterien. Sie führt dazu, dass die Batterien relativ viel Zeit zum...

Im Focus: It’s All in the Mix: Jülich Researchers are Developing Fast-Charging Solid-State Batteries

There are currently great hopes for solid-state batteries. They contain no liquid parts that could leak or catch fire. For this reason, they do not require cooling and are considered to be much safer, more reliable, and longer lasting than traditional lithium-ion batteries. Jülich scientists have now introduced a new concept that allows currents up to ten times greater during charging and discharging than previously described in the literature. The improvement was achieved by a “clever” choice of materials with a focus on consistently good compatibility. All components were made from phosphate compounds, which are well matched both chemically and mechanically.

The low current is considered one of the biggest hurdles in the development of solid-state batteries. It is the reason why the batteries take a relatively long...

Im Focus: Farbeffekte durch transparente Nanostrukturen aus dem 3D-Drucker

Neues Design-Tool erstellt automatisch 3D-Druckvorlagen für Nanostrukturen zur Erzeugung benutzerdefinierter Farben | Wissenschaftler präsentieren ihre Ergebnisse diese Woche auf der angesehenen SIGGRAPH-Konferenz

Die meisten Objekte im Alltag sind mit Hilfe von Pigmenten gefärbt, doch dies hat einige Nachteile: Die Farben können verblassen, künstliche Pigmente sind oft...

Im Focus: Color effects from transparent 3D-printed nanostructures

New design tool automatically creates nanostructure 3D-print templates for user-given colors
Scientists present work at prestigious SIGGRAPH conference

Most of the objects we see are colored by pigments, but using pigments has disadvantages: such colors can fade, industrial pigments are often toxic, and...

Im Focus: Eisen und Titan in der Atmosphäre eines Exoplaneten entdeckt

Forschende der Universitäten Bern und Genf haben erstmals in der Atmosphäre eines Exoplaneten Eisen und Titan nachgewiesen. Die Existenz dieser Elemente in Gasform wurde von einem Team um den Berner Astronomen Kevin Heng theoretisch vorausgesagt und konnte nun von Genfern Astronominnen und Astronomen bestätigt werden.

Planeten in anderen Sonnensystemen, sogenannte Exoplaneten, können sehr nah um ihren Stern kreisen. Wenn dieser Stern viel heisser ist als unsere Sonne, dann...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

LaserForum 2018 thematisiert die 3D-Fertigung von Komponenten

17.08.2018 | Veranstaltungen

Aktuelles aus der Magnetischen Resonanzspektroskopie

16.08.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Oktober 2018

16.08.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Quantenverschränkung erstmals mit Licht von Quasaren bestätigt

20.08.2018 | Physik Astronomie

1,6 Millionen Euro für den Aufbau einer Forschungsgruppe zu Quantentechnologien

20.08.2018 | Förderungen Preise

IHP-Technologie darf in den Weltraum fliegen

20.08.2018 | Energie und Elektrotechnik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics