Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Vernetzt gegen Krisenfälle - Sicherheit bei Großveranstaltungen

24.03.2010
Fußballspiele, Kirchentage und andere Großveranstaltungen ziehen sehr viele Menschen an.

Darum ist es wichtig, dass die Planungen rund um die Veranstaltungen gut organisiert sind, dass für die Sicherheit der Besucher gesorgt ist und auch im Notfall jeder weiß, was zu tun ist.

Im Rahmen des Verbundforschungsprojekts VeRSiert entwickeln Wissenschaftler des Instituts für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement der Universität Stuttgart (IAT) und vom Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) ein Informations- und Kooperationsportal und das Angebot von mobilen Diensten, um damit die Planungen und die Sicherheit von Großveranstaltungen zu optimieren.

An der Ausrichtung von Großveranstaltungen sind neben dem Veranstalter verschiedene Akteure beteiligt: Verkehrsbetriebe, die Polizei, die Stadt, Behörden, Ehrenamtliche, Einsatzkräfte, Besucher und viele andere. Aufgabe des neuen Informations- und Kooperationsportal ist es, alle Akteure zu vernetzen, den Austausch zu fördern und Abstimmungen zu erleichtern. Durch Transparenz im normalen Planungs- und Durchführungsprozess, so das Leitmotiv des Projekts, ist man auch für Krisenfälle wie Unwetter oder Bombendrohungen besser gerüstet. Ziel ist es insbesondere, die Sicherheit im Öffentlichen Nahverkehr bei Großveranstaltungen zu erhöhen.

Daneben soll das Portal Dokumentationstrukturen bieten, so dass auf die Erfahrungen bei ähnlichen Veranstaltungen der letzten Jahre zurückgriffen werden kann. Auch alle Absprachen während der Planungsphase müssen so hinterlegt sein, dass sie bei der Veranstaltung von allen beteiligten Institutionen einsehbar sind.

Zudem erproben die Wissenschaftler mobile Dienste zur Ortung und Kommunikation (etwa Chat oder Twitter) als Mehrwertdienste für Veranstaltungsteilnehmer und Hilfsinstrumente für Einsatzkräfte. Die Lösungen umfassen zum Beispiel einen "Friend-Finder", Nachrichten an Bezugsgruppen, Fotomeldungen oder Routenvorschläge. Diese Dienste sollten im "Veranstaltungsalltag" eingebunden sein, damit alle Beteiligten auch im Notfall mit dem Umgang vertraut sind.

Die Forscher haben anhand des jährlich stattfindenden Großfeuerwerks "Kölner Lichter" mit den beteiligten Akteuren analysiert, welche Funktionalitäten das Informations- und Kooperationsportal haben muss. Daraus ist ein Demonstrator entstanden, der nun im weiteren Planungsprozess verbessert wird und bei der Veranstaltung erprobt wird. Auf dessen Basis bieten die Forschungspartner Städten, Verkehrsbetrieben und Veranstaltern kompetente Beratung zur optimalen Vorbereitung und Durchführung von Veranstaltungen an und geben Tipps, wie man auf ungeplante Ereignisse besser reagieren kann.

Das Projekt VeRSiert (Vernetzung von Nahverkehrsgesellschaften, Einsatzkräften, Veranstaltern und Fahrgästen für Sicherheit im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) bei Großveranstaltungen) wird im Rahmen des Forschungsprogramms "Zivile Sicherheit" vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Neben den Stuttgarter Forschern sind die Universität Wuppertal, die Kölner Verkehrsbetriebe und der Nahverkehr Rheinland, die Stadt Köln sowie die Softwareunternehmen ARC und Vitracom beteiligt.

Ansprechpartner: Dr. Wolf Engelbach, Institut für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement, Tel. 0711/970-2128,

e-mail: wolf.engelbach@iao.fraunhofer.de

Ursula Zitzler | idw
Weitere Informationen:
http://www.versiert.info
http://www.iao.fraunhofer.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Kleinstsatellit UWE-4 auf dem Weg in den Orbit
18.12.2018 | Julius-Maximilians-Universität Würzburg

nachricht Clevere, digitale Unterstützung bei Liebherr
18.12.2018 | Optimum datamanagement solutions GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wie Bakterien ein Antibiotikum ausschalten

Forscher des HZI und HIPS haben entdeckt, dass resistente Bakterien den Wirkstoff Albicidin mithilfe eines massenhaft gebildeten Proteins einfangen und inaktivieren

Gegen die immer häufiger auftauchenden multiresistenten Keime verlieren gängige Antibiotika zunehmend ihre Wirkung. Viele Bakterien haben natürlicherweise...

Im Focus: How bacteria turn off an antibiotic

Researchers from the HZI and the HIPS discovered that resistant bacteria scavenge and inactivate the agent albicidin using a protein, which they produce in large amounts

Many common antibiotics are increasingly losing their effectiveness against multi-resistant pathogens, which are becoming ever more prevalent. Bacteria use...

Im Focus: Wenn sich Atome zu nahe kommen

„Dass ich erkenne, was die Welt im Innersten zusammenhält“ - dieses Faust’sche Streben ist durch die Rasterkraftmikroskopie möglich geworden. Bei dieser Mikroskopiemethode wird eine Oberfläche durch mechanisches Abtasten abgebildet. Der Abtastsensor besteht aus einem Federbalken mit einer atomar scharfen Spitze. Der Federbalken wird in eine Schwingung mit konstanter Amplitude versetzt und Frequenzänderungen der Schwingung erlauben es, kleinste Kräfte im Piko-Newtonbereich zu messen. Ein Newton beträgt zum Beispiel die Gewichtskraft einer Tafel Schokolade, und ein Piko-Newton ist ein Millionstel eines Millionstels eines Newtons.

Da die Kräfte nicht direkt gemessen werden können, sondern durch die sogenannte Kraftspektroskopie über den Umweg einer Frequenzverschiebung bestimmt werden,...

Im Focus: Datenspeicherung mit einzelnen Molekülen

Forschende der Universität Basel berichten von einer neuen Methode, bei der sich der Aggregatzustand weniger Atome oder Moleküle innerhalb eines Netzwerks gezielt steuern lässt. Sie basiert auf der spontanen Selbstorganisation von Molekülen zu ausgedehnten Netzwerken mit Poren von etwa einem Nanometer Grösse. Im Wissenschaftsmagazin «small» berichten die Physikerinnen und Physiker von den Untersuchungen, die für die Entwicklung neuer Speichermedien von besonderer Bedeutung sein können.

Weltweit laufen Bestrebungen, Datenspeicher immer weiter zu verkleinern, um so auf kleinstem Raum eine möglichst hohe Speicherkapazität zu erreichen. Bei fast...

Im Focus: Data storage using individual molecules

Researchers from the University of Basel have reported a new method that allows the physical state of just a few atoms or molecules within a network to be controlled. It is based on the spontaneous self-organization of molecules into extensive networks with pores about one nanometer in size. In the journal ‘small’, the physicists reported on their investigations, which could be of particular importance for the development of new storage devices.

Around the world, researchers are attempting to shrink data storage devices to achieve as large a storage capacity in as small a space as possible. In almost...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Tagung 2019 in Essen: LED Produktentwicklung – Leuchten mit aktuellem Wissen

14.12.2018 | Veranstaltungen

Pro und Contra in der urologischen Onkologie

14.12.2018 | Veranstaltungen

Konferenz zu Usability und künstlicher Intelligenz an der Universität Mannheim

13.12.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Ulmer Forscher beobachten Genomaktivierung "live" im Fischembryo

18.12.2018 | Biowissenschaften Chemie

Notsignal im Zellkern – neuartiger Mechanismus der Zellzykluskontrolle

18.12.2018 | Biowissenschaften Chemie

Neue Methode für sichere Brücken

18.12.2018 | Architektur Bauwesen

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics