Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Verkehrssteuerung via Internet

10.04.2015

So schnell wird aus futuristischen Visionen virtuelle Realität: Mit einer innovativen webbasierten Verkehrszentrale zum Mitnehmen können die Verantwortlichen in den Kommunen ihre Verkehrstechnik jetzt auch mobil steuern und überwachen – selbst dann, wenn sie gar keinen eigenen Verkehrsrechner haben. Nach einer erfolgreichen Pilotphase in sieben europäischen Ländern sind heute bereits mehr als 1500 Lichtsignalanlagen an Sitraffic smartGuard angeschlossen. Auch in der Schweiz setzen zwei Städte diese Applikation ein.

Zugegeben: Nicht alles, was die Vorsilbe «smart» im Produktnamen trägt, weckt automatisch Begehrlichkeiten. Über den praktischen Nutzen überqualifizierter Toaster oder Waschmaschinen liesse sich sicherlich trefflich diskutieren.

In den komplexen Bereichen des professionellen Alltags kann die Technologie dagegen gar nicht intelligent und vernetzt genug sein, um den Verantwortlichen das Leben wirklich zu erleichtern. Und eben das gehört zu den wichtigsten Aufgaben von Sitraffic smartGuard, einer innovativen Software, die es möglich macht, den Verkehr ganz einfach, effizient und sicher via Internet zu steuern.

Über eine so genannte Private Cloud kann man mit jedem HTML-5-fähigen Browser per PC, Tablet oder Smartphone auf Controller, Detektoren und Parkhäuser zugreifen. Wie genau die jeweilige Stadt von der webbasierten Verkehrszentrale zum Mitnehmen profitiert, hängt in erster Linie von ihrer Grösse ab.

In kleineren Städten übernimmt Sitraffic smartGuard eine echte Hauptrolle – als virtuelle Basis-Verkehrszentrale, die die wichtigsten Grundfunktionen eines Verkehrsrechners bereitstellt. Die Hardware steht bei dieser Variante bei Siemens in München, wo sie auch permanent gewartet und regelmässig auf den allerneuesten Stand gebracht wird.

Über die Private Cloud können die Kommunen so komfortabel darauf zugreifen, als stünde der Rechner direkt neben ihnen. Da lediglich für die Nutzung bezahlt wird, bleiben ihnen Investitionen in die Hard- und Software komplett erspart. Ausserdem benötigen sie weder IT-Personal noch Betriebsräume oder Sicherheitseinrichtungen.

In grösseren Städten, deren komplexere Strassennetze mehr als die Basisfunktionen eines Verkehrsrechners erfordern, glänzt Sitraffic smartGuard in einer anderen Rolle – als Zusatzmodul zu klassischen Verkehrszentralen wie etwa Sitraffic Scala. Dabei eröffnet die innovative Software zusätzlich zu den üblichen Bedienmöglichkeiten über die Zentralen selbst den komfortablen und flexiblen Zugriff über mobile Endgeräte.

So kann man beispielsweise den verkehrstechnischen Bereitschaftsdienst zum Wochenend-Event vom heimischen Wohnzimmer aus leisten: Auf demselben Smartphone, auf dem die automatischen Fehlermeldungen per SMS eintreffen, lassen sich die Störungen dann auch gleich analysieren und die entsprechenden Massnahmen zu ihrer Beseitigung einleiten.

Ausserdem erleichtert das neue Programm das Mannschaftsspiel, weil es unter anderem den Mitarbeitenden von Tiefbauämtern oder auch der Polizei einen besonders einfachen Zugang zu den verkehrstechnischen Anlagen bietet. Was sich in den kritischen Augen der Freunde und Helfer als echte Bereicherung erweist, wie Olaf Hary vom Polizeipräsidium Karlsruhe nach ausgiebigen Praxistests konstatiert: «Sitraffic smartGuard wird von allen Einsatz-Sachbearbeitern als positiv und sinnvoll eingeschätzt. Das Programm läuft stabil, der Aufwand für die Einarbeitung ist marginal.»

Neben der intuitiven Bedienung ist es vor allem die Übersichtlichkeit der grafischen Oberfläche, die das Arbeiten mit dem virtuellen Tool so spielerisch einfach macht. Die Software setzt beim Nutzer keinerlei Expertenwissen voraus – wer mit einem Smartphone umgehen kann, der kann das auch mit Sitraffic smartGuard. Vier Darstellungsarten sorgen dafür, dass man immer optimal informiert ist:
Auf der OpenStreetMap genügen wenige Mausklicks für einen kompletten Überblick über das Gesamtsystem – in die Karte integriert sind Bubble-Darstellungen mit wichtigen Informationen über die einzelnen Objekte.

Mit der Listenfunktion lassen sich alle Objekte je nach Fragestellung sortieren und gruppieren und die Detaildaten mit einem einfachen Klick aufrufen.

Das Dashboard mit Watchlist erlaubt das Erkennen des aktuellen Status auf den ersten Blick – eventuelle Fehlermeldungen sind rot, Warnungen gelb markiert.

Und das Signalplanarchiv visualisiert die Betriebsdaten und ermöglicht das Verfolgen der Historie.

Im verkehrstechnischen Alltag hat sich das speziell für den mobilen Einsatz optimierte Visualisierungskonzept im Rahmen mehrerer Pilotprojekte bereits bestens bewährt. «Ein wirklich gelungenes Produkt», fasst beispielsweise Johannes Wetzinger vom Magistrat der Stadt Innsbruck seine Eindrücke zusammen. «Grafische Aufbereitung und Übersicht sind sehr gut.

Die Detailinformationen der Knoten sind übersichtlich und grafisch schön verpackt.» Ähnlich positiv äusserten sich die anderen Pilotpartner aus insgesamt sieben europäischen Ländern. Seine Bewährungsprobe hat Sitraffic smartGuard bereits auf breiter Ebene bestanden. Neben deutschen, finnischen, griechischen, norwegischen, polnischen und ungarischen Städten setzen auch die Schweizer Städte Fribourg und Mendrisio künftig auf Sitraffic smartGuard. Insgesamt laufen heute europaweit bereits mehr als 1500 Lichtsignalanlagen über Sitraffic smartGuard – Tendenz: rasant steigend.

https://wwwneu.siemens.ch/monitor/article/257

Benno Estermann | Siemens Research News

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Radar des Fraunhofer FHR analysiert Deorbiting-Systeme für mehr Nachhaltigkeit in der Raumfahrt
17.01.2019 | Fraunhofer-Institut für Hochfrequenzphysik und Radartechnik FHR

nachricht Mobilfunktechnik für die Industrie 4.0
10.01.2019 | Technologie-Zentrum Informatik und Informationstechnik

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ultra ultrasound to transform new tech

World first experiments on sensor that may revolutionise everything from medical devices to unmanned vehicles

The new sensor - capable of detecting vibrations of living cells - may revolutionise everything from medical devices to unmanned vehicles.

Im Focus: Fliegende optische Katzen für die Quantenkommunikation

Gleichzeitig tot und lebendig? Max-Planck-Forscher realisieren im Labor Erwin Schrödingers paradoxes Gedankenexperiment mithilfe eines verschränkten Atom-Licht-Zustands.

Bereits 1935 formulierte Erwin Schrödinger die paradoxen Eigenschaften der Quantenphysik in einem Gedankenexperiment über eine Katze, die gleichzeitig tot und...

Im Focus: Flying Optical Cats for Quantum Communication

Dead and alive at the same time? Researchers at the Max Planck Institute of Quantum Optics have implemented Erwin Schrödinger’s paradoxical gedanken experiment employing an entangled atom-light state.

In 1935 Erwin Schrödinger formulated a thought experiment designed to capture the paradoxical nature of quantum physics. The crucial element of this gedanken...

Im Focus: Implantate aus Nanozellulose: Das Ohr aus dem 3-D-Drucker

Aus Holz gewonnene Nanocellulose verfügt über erstaunliche Materialeigenschaften. Empa-Forscher bestücken den biologisch abbaubaren Rohstoff nun mit zusätzlichen Fähigkeiten, um Implantate für Knorpelerkrankungen mittels 3-D-Druck fertigen zu können.

Alles beginnt mit einem Ohr. Empa-Forscher Michael Hausmann entfernt das Objekt in Form eines menschlichen Ohrs aus dem 3-D-Drucker und erklärt: «Nanocellulose...

Im Focus: Nanocellulose for novel implants: Ears from the 3D-printer

Cellulose obtained from wood has amazing material properties. Empa researchers are now equipping the biodegradable material with additional functionalities to produce implants for cartilage diseases using 3D printing.

It all starts with an ear. Empa researcher Michael Hausmann removes the object shaped like a human ear from the 3D printer and explains:

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

16. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

17.01.2019 | Veranstaltungen

Erstmalig in Nürnberg: Tagung „HR-Trends 2019“

17.01.2019 | Veranstaltungen

Wie Daten und Künstliche Intelligenz die Produktion optimieren

16.01.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Leistungsschub für alle Omicron Laser

17.01.2019 | Messenachrichten

16. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

17.01.2019 | Veranstaltungsnachrichten

Mit Blutgefäßen aus Stammzellen gegen Volkskrankheit Diabetes

17.01.2019 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics