Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

TU-Forscher entwickeln Prototypen zur Produkt-Authentifizierung

10.05.2011
Steirisches Kürbiskernöl oder billige Kopie? Wer sich für ein Produkt entscheidet, wünscht sich die Qualität, für die sie oder er bezahlt. Wie aber lässt sich prüfen, ob drinnen ist, was drauf steht?

Die Zukunft der Qualitätssicherung gehört elektronischen Bauteilen, so genannten RFID-Tags: Über Mobiltelefone sollen Konsumenten künftig die Echtheit eines Produkts prüfen können. Dazu müssen alle Daten elektronisch gecheckt werden. Im Rahmen des vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) getragenen Projekts „Crypta“ haben Wissenschafter der TU Graz nun einen Prototypen entwickelt, der Objekte nach neuen Standards sichert.

Ob zur Herkunftskontrolle für Lebensmittel oder als Echtheitsnachweis für Medikamente: Um sicher zu gehen, dass die Qualität stimmt, sollen künftig vermehrt elektronische Assistenten zum Einsatz kommen. RFID (Radio Frequency Identification)-Technologie ermöglicht die drahtlose Identifikation von Objekten: „Dazu benötigt man ein Lesegerät und ein RFID-Tag, die miteinander kommunizieren“, erklärt Projektleiter Jörn-Marc Schmidt vom Institut für Angewandte Informationsverarbeitung und Kommunikationstechnologie der TU Graz. Unterschieden wird zwischen aktiven und passiven Tags: erstere sind an eine Stromquelle angeschlossen, zweitere beziehen die benötigte Energie direkt aus dem Feld der Leseeinheit und eignen sich damit etwa für Anwendungen im Supermarkt.

Private Schlüssel

Für diese energieeffizienten passiven Tags und ihre Lesegeräte waren bislang dieselben elektronischen Schlüssel im Einsatz – Experten sprechen von symmetrischen Verfahren. „Bei assymmetrischen Verfahren besitzen Sender und Empfänger unterschiedliche Schlüssel. Dadurch sind sichere digitale Unterschriften möglich“, so Schmidt. Gemeinsam mit dem Halbleiterhersteller austriamicrosystems und RF-iT Solutions GmbH, einem RFID-Software- und -Dienstleistungsanbieter aus Graz, haben die Forscher nun einen Prototypen entwickelt, der erstmals ein standardisiertes Verfahren für passive Tags verwendet. „Dabei gibt es für jedes Tag einen öffentlichen Schlüssel und einen privaten, der geheim bleibt“, erläutert Schmidt – eine Entwicklung, die künftig überall dort zum Einsatz kommen könnte, wo ein Echtheitsnachweis wichtig ist. Das Forschungsergebnis ist das erfreuliche Resultat des Forschungsprojekts „Crypta“ der FIT-IT-Förderlinie des BMVIT, die insbesondere anwendungsorientierte Forschung in der Informationstechnologie stützt.

Über austriamicrosystems

austriamicrosystems ist führend in der Entwicklung und Herstellung von Hochleistungs-Analog-ICs (integrierten Schaltkreisen) und kombiniert beinahe 30 Jahre System-Know-how und Erfahrung im Analog-Design mit eigenen hochmodernen Produktions- und Testeinrichtungen. austriamicrosystems' umfassende Expertise bei niedrigem Stromverbrauch und hoher Genauigkeit zeigt sich in branchenführenden kundenspezifischen und Standard-Analog-ICs. austriamicrosystems konzentriert sich auf die Bereiche Power Management, Sensoren und Sensorschnittstellen und Mobile Infotainment in den Märkten Consumer & Communications, Industry & Medical und Automotive. austriamicrosystems ist mit mehr als 1.100 Mitarbeitern weltweit tätig. http://www.austriamicrosystems.com

Über RF-iT Solutions GmbH

Die RF-iT Solutions GmbH ist ein stark partnerorientierter RFID-Lösungsanbieter. Das Angebot umfasst herausragende und markterprobte Lösungsmodule bestehend aus Hardware und Software unter dem Markennamen detego® SUITE. Das Konzept hat sich in zahlreichen Installationen bei namhaften Kunden bewährt. Vor allem im Marktsegment Fashion konnte eine führende Marktposition erreicht werden. Zusätzlich zum Modulkatalog bietet das Unternehmen seinen Partnern Vertriebsunterstützung, Technologieberatung und Entwicklung-saktivitäten in Form von Dienstleistungen an. Mit detego® You-R OPEN steht erfahrenen Partnern auch eine Entwicklungsumgebung für Eigenentwicklungen zu Verfügung. Weitere aktuelle Informationen zum Unternehmen und den Lösungsmodulen von detego® finden Sie unter:

http://www.rf-it-solutions.com

Rückfragen:
Dipl.-Inf. Dr.techn. Jörn-Marc Schmidt
Institut für Angewandte Informationsverarbeitung und Kommunikationstechnologie
Email: joern-marc.schmidt@iaik.tugraz.at
Tel: +43 (0) 316 873 5518

Alice Senarclens de Grancy | idw
Weitere Informationen:
http://www.tugraz.at

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Maschinelles Lernen: Neue Methode ermöglicht genaue Extrapolation
13.07.2018 | Institute of Science and Technology Austria

nachricht Gegen das Verblassen historischer Dokumente
11.07.2018 | Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Im Focus: Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

„Wir haben jetzt ein klares Bild davon, wie das heiße Atomgitter und die kalten magnetischen Spins eines ferrimagnetischen Nichtleiters miteinander ins Gleichgewicht gelangen“, sagt Ilie Radu, Wissenschaftler am Max-Born-Institut in Berlin. Das internationale Forscherteam fand heraus, dass eine Energieübertragung sehr schnell stattfindet und zu einem neuartigen Zustand der Materie führt, in dem die Spins zwar heiß sind, aber noch nicht ihr gesamtes magnetisches Moment verringert haben. Dieser „Spinüberdruck“ wird durch wesentlich langsamere Prozesse abgebaut, die eine Abgabe von Drehimpuls an das Gitter ermöglichen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt in "Science Advances" erschienen.

Magnete faszinieren die Menschheit bereits seit mehreren tausend Jahren und sind im Zeitalter der digitalen Datenspeicherung von großer praktischer Bedeutung....

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

Interdisziplinäre Konferenz: Diabetesforscher und Bioingenieure diskutieren Forschungskonzepte

13.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

18.07.2018 | Physik Astronomie

Schonend, schnell und präzise: Innovative Herz-Bildgebung in Freiburg

18.07.2018 | Medizintechnik

Chemische Waffe durch laterale Gen-Übertragung schützt Wollkäfer gegen schädliche Pilze

18.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics