Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Technologie-Ausgründung der TU München: fortiss: Münchner Forschungs- und Transferinstitut für Software-intensive Systeme

16.10.2009
Software hat einen ständig steigenden Anteil an der Wertschöpfung nahezu aller Hightech-Produkte.

Um insbesondere die bayerische Wirtschaft bei der Software-Entwicklung zu unterstützen, hat die Technische Universität München (TUM) ein neues Forschungsinstitut ins Leben gerufen, das Münchner Forschungs- und Transfer-Institut für Software-intensive Systeme, fortiss.

Weitere Träger des als gemeinnützige GmbH firmierenden Instituts sind die Fraunhofer Gesellschaft und die staatliche LfA Förderbank Bayern. Das Bayerische Wirtschaftsministerium unterstützt fortiss mit insgesamt 17 Millionen Euro.

Leistungsfähige Softwaresysteme sind unverzichtbare Infrastruktur für viele Unternehmen, aber in zunehmendem Maße auch Innovationstreiber für das Geschäft. Längst ist das Thema Softwareentwicklung nicht mehr nur IT-Firmen vorbehalten. In wachsendem Maße trägt Software zur Wertschöpfung von Produkten vieler Branchen bei. Liegt dieser Anteil bei heutigen Automobilen schon über 30 Prozent, wird er in Zukunft, insbesondere bei elektrisch angetriebenen, weit höher liegen. Bei Telekommunikationssystemen liegt er heute schon bei 80 Prozent.

Gleichzeitig wird die Software immer komplexer, und die Anforderungen an Qualität und Zuverlässigkeit werden immer höher.

Als „An-Institut“ und wissenschaftliche Einrichtung der TUM nimmt die Ausgründung aus der Informatik-Fakultät der TUM heute offiziell ihre Arbeit als Kooperationsplattform zwischen Universität und Industrie auf. Erste Projekte stehen bereits in den Startlöchern. fortiss startet mit 25 Mitarbeitern und will bis Anfang 2010 auf 35 Mitarbeiter zu wachsen. Bis 2015 ist der weitere Ausbaut auf 80 Mitarbeiter geplant.

Die wissenschaftliche Leitung des Instituts teilen sich die drei TUM Professoren Manfred Broy, (Systems Engineering), Alois Knoll (Cyber- Physical Systems) und Helmut Krcmar (Wirtschaftsinformatik).

Insbesondere die Software für verteilte Systeme steht im Vordergrund.
Während früher jeder Computer für sich arbeitete, ist beispielsweise für die optimale Verteilung von Ressourcen wie Energie oder Wasser die Zusammenarbeit zwischen vielen, teilweise sehr unterschiedlichen, Systemen nötig. Die optimale Steuerung und Abstimmung der Systeme untereinander wird Energie sparen und situationsgerechte Information des Fahrers Pannen oder gar Unfälle zu verhindern helfen.

„Für bayerische Softwareunternehmen ist der schnelle Zugang zu den neuesten Forschungsergebnissen der Informatik und Informationstechnik mit einem beachtlichen Wettbewerbsvorteil verbunden. Das neue Institut sorgt deshalb dafür, dass der Technologiestandort Bayern weiter ausgebaut und gesichert wird,“ erklärt Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten komme es darauf an, in Zukunftstechnologien sowie Forschung, Entwicklung und Bildung zu investieren und nicht an der falschen Stelle zu sparen.

TUM-Präsident Professor Wolfgang A. Herrmann stellt die Kompetenz der TU München heraus: „Unsere Informatik ist eine Ingenieur-Fakultät, die in stattlicher Größe und mit einer Spitzenstellung in Europa die komplette Wertschöpfungskette von der theoretisch fundierten Grundlagenforschung bis zum fertigen Hightech-Produkt umfasst. Die künftige Verschränkung mit der Fraunhofer Gesellschaft lässt eine erhebliche Dynamik für unsere Wirtschaft erwarten.“

„Die vereinfachte Formel »Forschung macht aus Geld Wissen - Innovation macht aus Wissen Geld« beschreibt eindrücklich, dass der Innovationsprozess rückgekoppelt abläuft. Das neue Institut für Software-intensive Systeme, fortiss, ist der Katalysator für den zweiten Schritt,“ erläutert Fraunhofer-Präsident Professor Hans-Jörg Bullinger das Engagement seiner Gesellschaft. Die Unternehmen bräuchten jetzt schnell marktfähige Lösungen, so Bullinger weiter, denn sie wüssten, im nächsten Konjunkturzyklus, wenn die Wirtschaft wieder anzieht, werden die Unternehmen besonders erfolgreich sein, die sich jetzt vorbereiten.

Kontakt:
Dr. Harald Rueß
fortiss GmbH
Guerickestr. 25
80805 München
Deutschland
Die Technische Universität München (TUM) ist mit rund 420 Professorinnen und Professoren, 6.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (einschließlich Klinikum rechts der Isar) und 23.000 Studierenden eine der führenden technischen Universitäten Europas. Ihre Schwerpunktfelder sind die Ingenieurwissenschaften, Naturwissenschaften, Lebenswissenschaften, Medizin und Wirtschaftswissenschaften. Nach zahlreichen Auszeichnungen wurde sie 2006 vom Wissenschaftsrat und der Deutschen Forschungsgemeinschaft zur Exzellenzuniversität gewählt. Das weltweite Netzwerk der TUM umfasst auch eine Dependance in Singapur. Die TUM ist dem Leitbild einer unternehmerischen Universität verpflichtet.

Ursula Eschbach | Technische Universität München
Weitere Informationen:
http://www.in.tum.de
http://www.fortiss.org

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht IT-Sicherheit beim autonomen Fahren
22.06.2018 | Fachhochschule St. Pölten

nachricht Schneller und sicherer Fliegen
21.06.2018 | Fachhochschule St. Pölten

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: IT-Sicherheit beim autonomen Fahren

FH St. Pölten entwickelt neue Methode für sicheren Informationsaustausch zwischen Fahrzeugen mittels Funkdaten

Neue technische Errungenschaften wie das Internet der Dinge oder die direkte drahtlose Kommunikation zwischen Objekten erhöhen den Bedarf an effizienter...

Im Focus: Innovative Handprothesensteuerung besteht Alltagstest

Selbstlernende Steuerung für Handprothesen entwickelt. Neues Verfahren lässt Patienten natürlichere Bewegungen gleichzeitig in zwei Achsen durchführen. Forscher der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) veröffentlichen Studie im Wissenschaftsmagazin „Science Robotics“ vom 20. Juni 2018.

Motorisierte Handprothesen sind mittlerweile Stand der Technik bei der Versorgung von Amputationen an der oberen Extremität. Bislang erlauben sie allerdings...

Im Focus: Temperaturgesteuerte Faser-Lichtquelle mit flüssigem Kern

Die moderne medizinische Bildgebung und neue spektroskopische Verfahren benötigen faserbasierte Lichtquellen, die breitbandiges Laserlicht im nahen und mittleren Infrarotbereich erzeugen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien Jena (Leibniz-IPHT) zeigen in einer aktuellen Veröffentlichung im renommierten Fachblatt Optica, dass sie die optischen Eigenschaften flüssigkeitsgefüllter Fasern und damit die Bandbreite des Laserlichts gezielt über die Umgebungstemperatur steuern können.

Das Besondere an den untersuchten Fasern ist ihr Kern. Er ist mit Kohlenstoffdisulfid gefüllt - einer flüssigen chemischen Verbindung mit hoher optischer...

Im Focus: Temperature-controlled fiber-optic light source with liquid core

In a recent publication in the renowned journal Optica, scientists of Leibniz-Institute of Photonic Technology (Leibniz IPHT) in Jena showed that they can accurately control the optical properties of liquid-core fiber lasers and therefore their spectral band width by temperature and pressure tuning.

Already last year, the researchers provided experimental proof of a new dynamic of hybrid solitons– temporally and spectrally stationary light waves resulting...

Im Focus: Revolution der Rohre

Forscher*innen des Instituts für Sensor- und Aktortechnik (ISAT) der Hochschule Coburg lassen Rohrleitungen, Schläuchen oder Behältern in Zukunft regelrecht Ohren wachsen. Sie entwickelten ein innovatives akustisches Messverfahren, um Ablagerungen in Rohren frühzeitig zu erkennen.

Rückstände in Abflussleitungen führen meist zu unerfreulichen Folgen. Ein besonderes Gefährdungspotential birgt der Biofilm – eine Schleimschicht, in der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Leben im Plastikzeitalter: Wie ist ein nachhaltiger Umgang mit Plastik möglich?

21.06.2018 | Veranstaltungen

Kongress BIO-raffiniert X – Neue Wege in der Nutzung biogener Rohstoffe?

21.06.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen im August 2018

20.06.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neue Phänomene im magnetischen Nanokosmos

22.06.2018 | Physik Astronomie

Roboter zeichnet Skizzen von Messebesuchern

22.06.2018 | Messenachrichten

Wärmestrahlung bei kleinsten Teilchen

22.06.2018 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics