Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

SmartMMI: Datenfenster der Zukunft

22.12.2017

Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft entwickelt mit fünf Projektpartnern transparente Display- und innovative Mobiltechnologien für den ÖPNV

Im Öffentlichen Personenverkehr gelangen jeden Tag viele Fahrgäste an unterschiedlichste Ziele – sowohl im städtischen als auch im ländlichen Raum. Um den Öffentlichen Verkehr (ÖV) hin zu mehr „Mobility Experience“ zu entwickeln, steht im Projekt SmartMMI (Modell- und kontextbasierte Mobilitätsinformation auf Smart Public Displays und Mobilgeräten im Öffentlichen Verkehr) die Verbesserung der Informationsversorgung der Fahrgäste entlang ihrer Mobilitätskette im Vordergrund.


Datenfenster der Zukunft

Arash Torabi


Projektlogo

Arash Torabi

Die Fahrgäste sollen entlang der Strecke situationsgerecht informiert werden: zu Störungsfällen, zu Planänderungen, aber auch zu vorbeiziehenden Attraktionen, wie etwa historischen Gebäuden oder Museen.

„Aktuelle und hochrelevante Informationen finden so direkt den Weg zum Nutzer und machen den ÖPNV mit digitalen Technologien attraktiver“, sagt Professor Schlegel, der als Leiter des Instituts für Ubiquitäre Mobilitätssysteme (IUMS) der Hochschule Karlsruhe auch das Gesamtprojekt koordiniert. „Dabei setzt das Projekt auf die Erforschung und Erprobung der kontextsensitiven Datenbereitstellung von Mobilitätsdaten auf speziell entwickelten intelligenten transparenten Display-Scheiben, die in Fahrzeugen des ÖV und an Haltestellen eingebaut werden können, in Verbindung mit mobilen Endgeräten der Fahrgäste", so Professor Schlegel weiter.

Mit dem Initialtreffen am 15. und 16. November 2017 sowie einem Workshop zur Nutzeranalyse am 12. Dezember 2017 in den Räumen der Hochschule Karlsruhe fiel der Startschuss für das Forschungsvorhaben, das vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) und der Forschungsinitiative mFund gefördert wird.

Im Rahmen von SmartMMI entwickeln die Projektpartner neue Technologien für die Erfassung und Integration von Daten aus unterschiedlichsten Quellen. Als weitere Partner sind die ANNAX GmbH, die AVG mbh, die MENTZ GmbH und die USU AG mit an Bord. Dabei setzt das Konsortium auf den Einsatz von Big Data und Smart-Data-Technologien und die Integration von spezifischen ÖV-Daten auf Basis der neuesten Standards mit Open Data und Daten von Drittanbietern.

Die Daten werden semantisch aufgewertet, um eine intelligente Integration und vor allem Selektion der relevanten Daten zu ermöglichen. Hierzu dienen auch Kontextinformationen, die die aktuelle Situation der Fahrgäste beschreiben und dadurch das System befähigen, auf die Situation zugeschnittene Daten auszuwählen und diese nutzer- und situationsgerecht aufzubereiten.

So werden sensitive Daten zum Beispiel in geeigneter Form auf dem Smartphone des Nutzers angezeigt, während allgemeine und ergänzende Informationen auf dem transparenten Smart Window des Fahrzeugs dargestellt werden, das aufgrund seiner größeren Fläche mehr Details darbieten kann. Diskret gewählte Farbkonzepte können dann beispielsweise dazu genutzt werden, für einen Fahrgast die Verbindung zwischen der persönlichen Route und den allgemeineren Informationen zur Strecke herzustellen.

Im Projekt werden semantische Konnektoren entwickelt, die die ÖV-Daten mit weiteren relevanten Daten der Reisekette optimal verknüpfen. Es werden Prototypen eines intelligenten Reiseinformationssystems erforscht und entwickelt, sodass Fahrgäste während ihrer Reise im ÖV in jeder Situation bestmöglich unterstützt werden und so die Attraktivität des ÖV als ökologische, zeitsparende und sinnvolle Alternative zum Automobilverkehr deutlich gesteigert werden kann.

Das Projekt SmartMMI wird bis zum Jahr 2020 in mehreren Stufen Lösungen entwickeln und mit Nutzern testen. Interessierte können sich hierfür bereits jetzt beim IUMS melden.

Weitere Informationen:

http://www.smartmmi.de

Holger Gust M. A. | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Projekt AUTOASSERT: DFKI-Forschende arbeiten an Softwaretool zur Unterstützung deutscher Elektronik-Unternehmen
07.07.2020 | Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH, DFKI

nachricht Gencode für die Herzreparatur mit Stammzellen mit Hilfe Künstlicher Intelligenz entschlüsselt
06.07.2020 | Universität Rostock

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neue Methode führt zehnmal schneller zum Corona-Testergebnis

Forschende der Universität Bielefeld stellen beschleunigtes Verfahren vor

Einen Test auf SARS-CoV-2 durchzuführen und auszuwerten dauert aktuell mehr als zwei Stunden – und so kann ein Labor pro Tag nur eine sehr begrenzte Zahl von...

Im Focus: Robuste Materialien in Schwingung versetzt

Kieler Physikteam beobachtet in Echtzeit extrem schnelle elektronische Änderungen in besonderer Materialklasse

In der Physik werden sie zurzeit intensiv erforscht, in der Elektronik könnten sie ganz neue Funktionen ermöglichen: Sogenannte topologische Materialien...

Im Focus: Excitation of robust materials

Kiel physics team observed extremely fast electronic changes in real time in a special material class

In physics, they are currently the subject of intensive research; in electronics, they could enable completely new functions. So-called topological materials...

Im Focus: Neues Verständnis der Defektbildung an Silizium-Elektroden

Theoretisch lässt sich das Speichervermögen von handelsüblichen Lithiumionen-Batterien noch vervielfachen – mit einer Elektrode, die auf Silizium anstatt auf Graphit basiert. Doch in der Praxis machen solche Akkus mit Silizium-Anoden nach wenigen Lade-Entlade-Zyklen schlapp. Ein internationales Team um Forscher des Jülicher Instituts für Energie- und Klimaforschung hat jetzt in einzigartiger Detailgenauigkeit beobachtet, wie sich die Defekte in der Anode ausbilden. Dabei entdeckten sie bislang unbekannte strukturelle Inhomogenitäten in der Grenzschicht zwischen Anode und Elektrolyt. Die Erkenntnisse sind in der Fachzeitschrift „Nature Communications“ erschienen.

Silizium-basierte Anoden können in Lithium-Ionen-Akkus prinzipiell neunmal so viel Ladung speichern wie der üblicherweise verwendete Graphit, bei gleichem...

Im Focus: Ein neuer Weg zur superschnellen Bewegung von Flussschläuchen in Supraleitern entdeckt

Ein internationales Team von Wissenschaftern aus Österreich, Deutschland und der Ukraine hat ein neues supraleitendes System gefunden, in dem sich magnetische Flussquanten mit Geschwindigkeiten von 10-15 km/s bewegen können. Dies erschließt Untersuchungen der reichen Physik nichtlinearer kollektiver Systeme und macht einen Nb-C-Supraleiter zu einem idealen Materialkandidaten für Einzelphotonen-Detektoren. Die Ergebnisse sind in Nature Communications veröffentlicht.

Supraleitung ist ein physikalisches Phänomen, das bei niedrigen Temperaturen in vielen Materialien auftritt und das sich durch einen verschwindenden...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Größte nationale Tagung für Nuklearmedizin

07.07.2020 | Veranstaltungen

Corona-Apps gegen COVID-19: Nationalakademie Leopoldina veranstaltet internationales virtuelles Podiumsgespräch

07.07.2020 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz QuApps zeigt Status Quo der Quantentechnologie

02.07.2020 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Social Learning in der Firma und virtuelle Seminarräume für Mitarbeiter

07.07.2020 | Seminare Workshops

„Maschinen-EKG“ soll Umwelt schonen

07.07.2020 | Maschinenbau

Erneuter Weltrekord für speedCIGS

07.07.2020 | Energie und Elektrotechnik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics