Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Schreibtelefonieren mit dem Handy - Neue iPhone-App für Gehörlose

02.03.2010
Endlich ist es auch für Gehörlose möglich, von unterwegs mit einer hörenden Person zu telefonieren und erreichbar zu sein, wie es für Hörende schon lange selbstverständlich ist. Dank der innovativen Software-App "gehörlosenzentrale.ch" wird jetzt das iPhone für Gehörlose in der Schweiz auch zu einem mobilen Schreibtelefon.

Die Stiftung Alexander Graham Bell ermöglicht in der Deutschschweiz seit über 20 Jahren durch einen Vermittlungsdienst die telefonische Kommunikation zwischen Gehörlosen und Hörenden. Seit 1989 via Schreibtelefon, wurde 2007 die Erreichbarkeit und das Angebot aktuell erweitert durch eine chatbasierte Onlinelösung via Internet.

Dabei wird in der Gehörlosenzentrale durch einen Operator oder eine Operatorin das Gespräch zwischen dem hörenden und dem gehörlosen Teilnehmer vermittelt und simultan "übersetzt". So können Gehörlose dringende Fragen im telefonischen Dialog rasch klären und viele Alltagsprobleme unkompliziert und selbständig lösen.

Doch bis anhin blieb Gehörlosen wegen ihrer Behinderung das mobile Telefonieren mit dem Handy versagt. In dringenden Situationen unterwegs waren Gehörlose lediglich in der Lage, eine SMS-Nachricht oder kurze E-Mail zu senden.

Weil heutzutage gehörlose Menschen von der mobilen Kommunikation nicht mehr ausgeschlossen sein sollten, wurde intensiv nach einer zeitgemässen Lösung gesucht. In Zusammenarbeit mit dem Softwarehaus Visisoft in Rostock wurde ein Partnerprojekt für ein mobiles Schreibtelefonieren entwickelt. Als Resultat der mehrmonatigen Projektarbeit ist die iPhone-App "gehörlosenzentrale.ch" entstanden, die nun exklusiv für Schweizer Gehörlose gratis erhältlich ist. Mit der App wird das iPhone quasi zum mobilen Schreibtelefon, mit dem Gehörlose von unterwegs telefonisch mit Hörenden kommunizieren können, wobei das Gespräch von der Gehörlosenzentrale simultan gedolmetscht wird.

Diese innovative Telefon-Lösung ist eine enorm praktische Hilfe für eine grössere Unabhängigkeit und Selbständigkeit von Gehörlosen in der Schweiz. Gleichzeitig handelt es sich bei dieser iPhone-App um eine Weltpremiere im Zeitalter der mobilen Kommunikation, denn erstmals können Gehörlose das Handy auch effektiv zum Telefonieren benützen.

Thomas Schmid | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.gehoerlosenzentrale.ch

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Supercomputer „Hawk“ eingeweiht: Höchstleistungsrechenzentrum der Universität Stuttgart erhält neuen Supercomputer
19.02.2020 | Universität Stuttgart

nachricht Fraunhofer IOSB-AST und DRK Wasserrettungsdienst entwickeln den weltweit ersten Wasserrettungsroboter
19.02.2020 | Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ultraschnelles Schalten eines optischen Bits: Gewinn für die Informationsverarbeitung

Wissenschaftler der Universität Paderborn und der TU Dortmund veröffentlichen Ergebnisse in Nature Communications

Computer speichern Informationen in Form eines Binärcodes, einer Reihe aus Einsen und Nullen – sogenannten Bits. In der Praxis werden dafür komplexe...

Im Focus: Fraunhofer IOSB-AST und DRK Wasserrettungsdienst entwickeln den weltweit ersten Wasserrettungsroboter

Künstliche Intelligenz und autonome Mobilität sollen dem Strukturwandel in Thüringen und Sachsen-Anhalt neue Impulse verleihen. Mit diesem Ziel fördert das Bundeswirtschaftsministerium ab sofort ein innovatives Projekt in Halle (Saale) und Ilmenau.

Der Wasserrettungsdienst Halle (Saale) und das Fraunhofer Institut für Optronik,
Systemtechnik und Bildauswertung, Institutsteil Angewandte Systemtechnik...

Im Focus: A step towards controlling spin-dependent petahertz electronics by material defects

The operational speed of semiconductors in various electronic and optoelectronic devices is limited to several gigahertz (a billion oscillations per second). This constrains the upper limit of the operational speed of computing. Now researchers from the Max Planck Institute for the Structure and Dynamics of Matter in Hamburg, Germany, and the Indian Institute of Technology in Bombay have explained how these processes can be sped up through the use of light waves and defected solid materials.

Light waves perform several hundred trillion oscillations per second. Hence, it is natural to envision employing light oscillations to drive the electronic...

Im Focus: Haben ein Auge für Farben: druckbare Lichtsensoren

Kameras, Lichtschranken und Bewegungsmelder verbindet eines: Sie arbeiten mit Lichtsensoren, die schon jetzt bei vielen Anwendungen nicht mehr wegzudenken sind. Zukünftig könnten diese Sensoren auch bei der Telekommunikation eine wichtige Rolle spielen, indem sie die Datenübertragung mittels Licht ermöglichen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) am InnovationLab in Heidelberg ist hier ein entscheidender Entwicklungsschritt gelungen: druckbare Lichtsensoren, die Farben sehen können. Die Ergebnisse veröffentlichten sie jetzt in der Zeitschrift Advanced Materials (DOI: 10.1002/adma.201908258).

Neue Technologien werden die Nachfrage nach optischen Sensoren für eine Vielzahl von Anwendungen erhöhen, darunter auch die Kommunikation mithilfe von...

Im Focus: Einblicke in die Rolle von Materialdefekten bei der spin-abhängigen Petahertzelektronik

Die Betriebsgeschwindigkeit von Halbleitern in elektronischen und optoelektronischen Geräten ist auf mehrere Gigahertz (eine Milliarde Oszillationen pro Sekunde) beschränkt. Die Rechengeschwindigkeit von modernen Computern trifft dadurch auf eine Grenze. Forscher am MPSD und dem Indian Institute of Technology in Bombay (IIT) haben nun untersucht, wie diese Grenze mithilfe von Lichtwellen und Festkörperstrukturen mit Defekten erhöht werden könnte, um noch größere Rechenleistungen zu erreichen.

Lichtwellen schwingen mehrere hundert Trillionen Mal pro Sekunde und haben das Potential, die Bewegung von Elektronen zu steuern. Im Gegensatz zu...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Leopoldina-Symposium: „Mission – Innovation“ 2020

21.02.2020 | Veranstaltungen

Gemeinsam auf kleinem Raum - Mikrowohnen

19.02.2020 | Veranstaltungen

Chemnitzer Linux-Tage am 14. und 15. März 2020: „Mach es einfach!“

12.02.2020 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Globale Datenbank für Karstquellenabflüsse

21.02.2020 | Geowissenschaften

Leopoldina-Symposium: „Mission – Innovation“ 2020

21.02.2020 | Veranstaltungsnachrichten

Langlebige Fachwerkbrücken aus Stahl einfacher bemessen

21.02.2020 | Architektur Bauwesen

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics