Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Qualitäts-Software für jeden Kunden

24.03.2011
Fraunhofer FOKUS erschließt eine neue Dimension der Kundenorientierung: Mit der ‚ModelBus‘-Technologie lassen sich Testverfahren für komplexe Software-Systeme optimieren.

Denn moderne, zuverlässige und vor allem nahtlos ineinandergreifende Software-Lösungen bilden die Basis für reibungslos funktionierende Verkaufsmanagement-Systeme. Die Forscher von Fraunhofer FOKUS stellen jetzt mit dem Software-Instrument FOKUS!MBT eine Lösung zur Automatisierung von Testprozessen für Software-Systeme vor.

Berlin, 24. März 2011 – Kommt ein Kaufvertrag zustande, erwarten Unternehmen und Kunden auf beiden Seiten eine zügige und reibungslose Abwicklung aller Vorgänge. Basis dafür sind moderne, zuverlässige und vor allem nahtlos ineinandergreifende Software-Lösungen. Bislang verzögern jedoch aufwändige und langwierige Testprozesse die Entwicklungszeiten und die Marktreife neuer Software-Systeme. Die Forscher von Fraunhofer FOKUS, dem Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme, haben mithilfe ihrer flexiblen ‚ModelBus‘-Technologie die Lösung FOKUS!MBT zur Automatisierung von Testprozessen für Software entwickelt.

Unternehmen profitieren durch die automatisierten Tests von hoher Software-Qualität und geringeren Entwicklungskosten. Der Aufwand für das Testen lässt sich um bis zu 45 Prozent reduzieren und das Risiko von Qualitätsproblemen in einer späten Entwicklungsphase wird minimiert. FOKUS!MBT ist dank der Universalität von ModelBus in jeder Branche einsetzbar – von Verkehrsinfrastruktursystemen über den Automobilbereich bis hin zum Anschlussmanagement in der Telekommunikation.

Kunde als Experte
Für eine hochwertige Unternehmenssoftware müssen die Anforderungen und Bedürfnisse der Kunden berücksichtigt werden. Ihre Vorstellungen müssen bereits frühzeitig in den Entwicklungsprozess einfließen. „Die traditionell enge Zusammenarbeit zwischen SAP und Kunde bei der Entwicklung von Software hat sich in Vergangenheit als überaus positiv erwiesen. Auch in Zukunft soll ein intensiverer Kundenfokus für frühe Qualitätssicherung sorgen, die Markteinführung beschleunigen und so zu höherer Kundenzufriedenheit führen“, sagt Bernd Leukert, Executive Vice President of Application Continuous Innovation bei SAP. Zum Thema Kundenorientierung wird er auf der hochkarätig besetzten Konferenz ICST 2011 „IEEE International Conference on Software Testing, Verification and Validation“ sprechen. Vom 21. bis 25. März stehen im Berliner Hotel Esplanade die ModelBus-Technologien sowie die modell-basierte Testlösung FOKUS!MBT auf der Agenda. Den Vorsitz der Veranstaltung hält Prof. Dr. Ina Schieferdecker von Fraunhofer FOKUS.
Höchste Flexibilität
„Unsere ModelBus-basierte Testlösung FOKUS!MBT eignet sich in besonderem Maße für den Einsatz zur Entwicklung komplexer Software-Systeme“, erklärt Schieferdecker. „Wir können damit unter anderem die Interoperabilität unterschiedlicher Systeme und ihrer Komponenten sicherstellen.“ Mithilfe des ModelBus lassen sich die notwendigen Tests automatisch ableiten und mit deutlich geringerem Aufwand im Vergleich zu existierenden Testverfahren durchführen. Am Beispiel eines kommerziellen Verkaufsmanagement-Systems konnten die Experten um Schieferdecker den Einsatz ihrer modell-basierten Lösung FOKUS!MBT zur Testautomatisierung bereits erproben.
Prüfung bestanden
Ein Verkaufsmanagement-System besteht aus einer Vielzahl von Service-Komponenten. Je nach Anwendungsfall und Kundenorientierung lassen sie sich flexibel kombinieren, so dass Kunden- und Kontaktdaten sowie Bestellungen und Einkaufsvorgänge in Unternehmen effizient bearbeitet werden können. Die dem System zugrunde liegende Software wird in Form verschiedener Architektur-, Entwurfs- und Verhaltensmodelle beschrieben. Auf Basis dieser Modelle definierten die Forscher von Fraunhofer FOKUS verschiedene Teststrategien, um die Funktionalität der Software sicherzustellen – etwa bei der Abwicklung eines Kaufvertrags. Von der Bestellung, der Prüfung des Warenbestands über die Bestätigungsnachricht bis hin zur Auslieferung an den Kunden bestand die Herausforderung in der Automatisierung dieser Tests sowie der Konfiguration der einzelnen Funktionen. Alle Testläufe konnten erfolgreich abgeschlossen werden: Das Ergebnis ist eine fehlerfreie und alltagstaugliche Software, die sich dank der neuen FOKUS!MBT-Technologie innerhalb kürzester Zeit bereitstellen lässt.
Professionelles Arbeiten
Durch den ModelBus von Fraunhofer FOKUS wird die Teilautomatisierung in der Software-Entwicklung möglich. Auf Basis dieser neuen Technologie konnten die Experten die intelligente Entwicklungsumgebung FOKUS!MBT aufbauen. Sie kann insbesondere für die Ableitung von Testfällen und die Durchführung der Tests eingesetzt werden. Zunächst wird die vorliegende Software analysiert und die relevanten Testvorgänge werden unter Beachtung möglicher Fehlerquellen ausgewählt. In einer definierten Anzahl von Durchläufen prüft FOKUS!MBT schließlich, ob alle Anwendungsfälle erfüllt werden. Da die ModelBus-Technologie äußerst flexibel, transparent und vor allem offen funktioniert, können die Entwickler ihre Arbeit überdies effizienter koordinieren und synchronisieren.

Eva Sittig | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.modelplex.org
http://www.fokus.fraunhofer.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Maschinelles Lernen: Neue Methode ermöglicht genaue Extrapolation
13.07.2018 | Institute of Science and Technology Austria

nachricht Gegen das Verblassen historischer Dokumente
11.07.2018 | Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

„Wir haben jetzt ein klares Bild davon, wie das heiße Atomgitter und die kalten magnetischen Spins eines ferrimagnetischen Nichtleiters miteinander ins Gleichgewicht gelangen“, sagt Ilie Radu, Wissenschaftler am Max-Born-Institut in Berlin. Das internationale Forscherteam fand heraus, dass eine Energieübertragung sehr schnell stattfindet und zu einem neuartigen Zustand der Materie führt, in dem die Spins zwar heiß sind, aber noch nicht ihr gesamtes magnetisches Moment verringert haben. Dieser „Spinüberdruck“ wird durch wesentlich langsamere Prozesse abgebaut, die eine Abgabe von Drehimpuls an das Gitter ermöglichen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt in "Science Advances" erschienen.

Magnete faszinieren die Menschheit bereits seit mehreren tausend Jahren und sind im Zeitalter der digitalen Datenspeicherung von großer praktischer Bedeutung....

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Im Focus: First evidence on the source of extragalactic particles

For the first time ever, scientists have determined the cosmic origin of highest-energy neutrinos. A research group led by IceCube scientist Elisa Resconi, spokesperson of the Collaborative Research Center SFB1258 at the Technical University of Munich (TUM), provides an important piece of evidence that the particles detected by the IceCube neutrino telescope at the South Pole originate from a galaxy four billion light-years away from Earth.

To rule out other origins with certainty, the team led by neutrino physicist Elisa Resconi from the Technical University of Munich and multi-wavelength...

Im Focus: Magnetische Wirbel: Erstmals zwei magnetische Skyrmionenphasen in einem Material entdeckt

Erstmals entdeckte ein Forscherteam in einem Material zwei unabhängige Phasen mit magnetischen Wirbeln, sogenannten Skyrmionen. Die Physiker der Technischen Universitäten München und Dresden sowie von der Universität zu Köln können damit die Eigenschaften dieser für Grundlagenforschung und Anwendungen gleichermaßen interessanten Magnetstrukturen noch eingehender erforschen.

Strudel kennt jeder aus der Badewanne: Wenn das Wasser abgelassen wird, bilden sie sich kreisförmig um den Abfluss. Solche Wirbel sind im Allgemeinen sehr...

Im Focus: Neue Steuerung der Zellteilung entdeckt

Wenn eine Zelle sich teilt, werden sämtliche ihrer Bestandteile gleichmässig auf die Tochterzellen verteilt. UZH-Forschende haben nun ein Enzym identifiziert, das sicherstellt, dass auch Zellbestandteile ohne Membran korrekt aufgeteilt werden. Ihre Entdeckung eröffnet neue Möglichkeiten für die Behandlung von Krebs, neurodegenerative Krankheiten, Alterungsprozessen und Virusinfektionen.

Man kennt es aus der Küche: Werden Aceto balsamico und Olivenöl miteinander vermischt, trennen sich die beiden Flüssigkeiten. Runde Essigtropfen formen sich,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Interdisziplinäre Konferenz: Diabetesforscher und Bioingenieure diskutieren Forschungskonzepte

13.07.2018 | Veranstaltungen

Conference on Laser Polishing – LaP: Feintuning für Oberflächen

12.07.2018 | Veranstaltungen

Materialien für eine Nachhaltige Wasserwirtschaft – MachWas-Konferenz in Frankfurt am Main

11.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vertikales Begrünungssystem Biolit Vertical Green<sup>®</sup> auf Landesgartenschau Würzburg

16.07.2018 | Architektur Bauwesen

Feinstaub macht Bäume anfälliger gegen Trockenheit

16.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Wie Krebszellen Winterschlaf halten

16.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics