Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Perfekt zugeschnitten

26.02.2019

Die neue Version der Software AutoPanelSizer optimiert Pläne für den Zuschnitt rechteckiger Teile jetzt noch schneller. Die Nutzer profitieren von einer höheren Materialausbeute, einer schnelleren Produktion sowie den damit verbundenen Kosteneinsparungen.

Bei der Möbelherstellung, in der Holzindustrie, oder beim Metall- und Glaszuschnitt: Überall lassen Sägepläne einen Teil des Materials ungenutzt. Durch eine intelligente Zuschnittoptimierung lässt sich der Abfall jedoch auf ein Minimum reduzieren.


AutoPanelSizer nutzt in diesem Schnittplan optionale Teile (dunkelblau), einen Kopfschnitt (orange) und Teile mit Nachschnitt

© Fraunhofer SCAI


In 0,3 Sekunden berechnet AutoPanelSizer diese Instanz, kennzeichnet Teile farblich, die zusammen abgestapelt werden müssen, und berücksichtigt, dass nur drei Abstapelplätze zur Verfügung stehen

© Fraunhofer SCAI

Das Fraunhofer-Institut für Algorithmen und Wissenschaftliches Rechnen SCAI hat mit der Software AutoPanelSizer eine entsprechende Lösung speziell für rechteckige Teile entwickelt. Die jetzt erhältliche Version 2.0 erzielt mit ihren leistungsstarken Optimierungsalgorithmen deutlich bessere Ergebnisse als etablierte Produkte.

»In der Regel kann AutoPanelSizer die Effizienz der Schnittpläne selbst dann noch steigern, wenn bereits eine Optimierungssoftware im Einsatz ist. Die Zeit- und Kostenersparnisse sind erheblich«, erklärt Dr. Onno Garms, stellvertretender Leiter der Abteilung Optimierung bei SCAI.

Die mit AutoPanelSizer erzeugten Schnittpläne für Plattenaufteilsägen erreichen eine sehr hohe Materialausbeute und sind dennoch einfach, das heißt mit nur zwei Schnittebenen, zu fertigen. Durch Nachschnitte, Kopfschnitte und die Berücksichtigung von optionalen Teilen kann die Effizienz der Lösungen sogar noch gesteigert werden.

Nicht nur der optimierte Materialverbrauch, sondern auch die geringen Fertigungskosten gehören zu den Qualitätsmerkmalen der Schnittpläne. »Um mit AutoPanelSizer noch mehr Einsatzszenarien abdecken zu können, haben wir die Eingabe von Produktionskosten grundlegend überarbeitet«, sagt Garms.

Die Software erlaubt es, Kosten für Paket- und Kopfschnitte einzugeben und somit zwischen optimaler Materialausnutzung und Produktionsaufwand abzuwägen. Die neue Version 2.0 berücksichtigt auch die Produktionszeiten einzelner Bearbeitungsschritte, zum Beispiel Beschickungs- und Ausrichtungszeiten.

Die Wissenschaftler am Fraunhofer-Institut SCAI sichten stets aktuelle Forschungsergebnisse und machen sie für die Anwendung nutzbar. Durch diese kontinuierliche Weiterentwicklung ist AutoPanelSizer inzwischen doppelt so schnell wie noch vor einem Jahr. Die Nutzer profitieren von der Zeitersparnis oder erzielen bessere Lösungen in gleicher Zeit.

»Die Anforderungen unserer Kunden fließen in die Entwicklung ein und dies führt zu neuen Funktionen«, erklärt Garms. »So lassen sich jetzt die Schnittfugenbreiten separat für horizontale und vertikale Schnitte eingeben und für jede Platte eine individuelle Maserung festlegen.«

Da jede Säge und jede Fertigungsstraße andere Eigenschaften aufweist, können in AutoPanelSizer verschiedene Maschineneigenschaften individuell eingestellt werden. Vordefinierte Fertigungsreihenfolgen oder auch eine begrenzte Zahl von Abstapelplätzen beachtet die Software bei der Optimierung ebenfalls. Dennoch lässt sich Verschnitt nicht immer vermeiden.

Durch eine geschickte Steuerung der Resterzeugung entstehen jedoch Reste, die eingelagert und beim nächsten Auftrag weiterverwendet werden können. Um sicherzustellen, dass das Restelager nicht vollläuft, kann die Software beim Erstellen der Schnittpläne die Verwendung vorhandener Restplatten bevorzugen.

AutoPanelSizer 2.0 wird als reiner Rechenkern vertrieben und richtet sich daher an Sägenhersteller oder Software-Anbieter, die ihr Angebot an Sägen oder Systemen für das Enterprise Resource Planning (ERP) durch eine Verschnittoptimierung ergänzen wollen und an größere Fertigungsbetriebe mit einer guten IT-Infrastruktur.

Fraunhofer SCAI bietet seit rund 20 Jahren Lösungen für Packungs- und Zuschnittprobleme in unterschiedlichen Anwendungsfeldern an. Die Software AutoPanelSizer gibt es seit fünf Jahren. Daneben gehören unter anderem die Programme AutoNester und PackAssistant zur Produktpalette. AutoNester ist im Textil- und Lederbereich eine der führenden Zuschnittoptimierungen weltweit und wird zur Verschachtelung komplexer Teile genutzt. PackAssistant, eine Software zur automatischen 3D-Packungsplanung, ist rund um den Globus im Einsatz. Bei der Weiterentwicklung und Anpassung seiner Software-Lösungen kann das Institut auf ein langjähriges und breites algorithmisches Wissen im Bereich Optimierung zurückgreifen.

Wissenschaftliche Ansprechpartner:

Dr. Jens Diewald
Telefon +49 2241 14-2335
E-Mail autopanelsizer@scai.fraunhofer.de

Weitere Informationen:

http://www.scai.fraunhofer.de/autopanelsizer
http://s.fhg.de/pi-autopanelsizer2

Dipl.-Journalist (TU Dortmund) Michael Krapp | Fraunhofer-Institut für Algorithmen und Wissenschaftliches Rechnen SCAI

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Ein superschneller «Lichtschalter» für künftige Autos und Computer
18.11.2019 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

nachricht Rostocker Forscher machen das Netz schlauer
18.11.2019 | Universität Rostock

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neu entwickeltes Glas ist biegsam

Eine internationale Forschungsgruppe mit Beteiligung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften hat ein Glasmaterial entwickelt, das sich bei Raumtemperatur bruchfrei verformen lässt. Das berichtet das Team aktuell in "Science". Das extrem harte und zugleich leichte Material verspricht ein großes Anwendungspotential – von Smartphone-Displays bis hin zum Maschinenbau.

Gläser sind ein wesentlicher Bestandteil der modernen Welt. Dabei handelt es sich im Alltag meist um sauerstoffhaltige Gläser, wie sie etwa für Fenster und...

Im Focus: Images from NJIT's big bear solar observatory peel away layers of a stellar mystery

An international team of scientists, including three researchers from New Jersey Institute of Technology (NJIT), has shed new light on one of the central mysteries of solar physics: how energy from the Sun is transferred to the star's upper atmosphere, heating it to 1 million degrees Fahrenheit and higher in some regions, temperatures that are vastly hotter than the Sun's surface.

With new images from NJIT's Big Bear Solar Observatory (BBSO), the researchers have revealed in groundbreaking, granular detail what appears to be a likely...

Im Focus: Veränderungen der Chiralität von Molekülen in Echtzeit beobachten

Chirale Moleküle – Verbindungen, die als Bild und Spiegelbild vorkommen – spielen eine wichtige Rolle in biologischen Prozessen und in der chemischen Synthese. Chemikern der ETH Zürich ist es nun erstmals gelungen, mit Hilfe von Ultrakurzzeit-Laserpulsen Änderungen der Chiralität während einer chemischen Reaktion in Echtzeit zu beobachten.

Manche Moleküle können in zwei spiegelbildlichen Formen existieren, ähnlich wie unsere Hände. Obwohl solche sogenannten Enantiomere fast identische...

Im Focus: Durchbruch in der Malariaforschung

Eine internationale Forschungsgruppe um den Zellbiologen Volker Heussler von der Universität Bern hat hunderte genetische Schwachstellen des Malaria-Parasiten Plasmodium identifiziert. Diese sind in der Medikamenten- und Impfstoffentwicklung dringend erforderlich, um die Krankheit dereinst ausrotten zu können.

Trotz grosser Anstrengungen in Medizin und Wissenschaft, sterben weltweit immer noch mehr als 400'000 Menschen an Malaria. Die Infektionskrankheit wird durch...

Im Focus: Bauplan eines bakteriellen Kraftwerks entschlüsselt

Wissenschaftler der Universität Würzburg und der Universität Freiburg gelang es die komplexe molekulare Struktur des bakteriellen Enzyms Cytochrom-bd-Oxidase zu entschlüsseln. Da Menschen diesen Typ der Oxidase nicht besitzen, könnte dieses Enzym ein interessantes Ziel für neuartige Antibiotika sein.

Sowohl Menschen als auch viele andere Lebewesen brauchen Sauerstoff zum Überleben. Bei der Umsetzung von Nährstoffen in Energie wird der Sauerstoff zu Wasser...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Chemnitzer Linux-Tage 2020: „Mach es einfach!“

18.11.2019 | Veranstaltungen

Humanoide Roboter in Aktion erleben

18.11.2019 | Veranstaltungen

1. Internationale Konferenz zu Agrophotovoltaik im August 2020

15.11.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Antibiotika aus dem Meer

18.11.2019 | Biowissenschaften Chemie

Lebende Brücken: Mit alten indischen Bautechniken moderne Städte klimafreundlich gestalten

18.11.2019 | Architektur Bauwesen

„Moonwalk“ für die Wissenschaft zeigt Verzerrungen im räumlichen Gedächtnis

18.11.2019 | Studien Analysen

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics