Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

OpenRouteService.org überschreitet Europas Grenzen

09.02.2009
Der auf Basis offener Standards und der freien Geodaten von OpenStreetMap realiserte Routenplaner OpenRouteService.org deckt nun ein Gebiet ab, das ganz Europa beinhaltet und teilweise sogar Randgebiete angrenzender Staaten berücksichtigt.

Dies gilt für alle von OpenRouteService.org angebotenen OpenLS-Dienste, d.h. Routing für Autofahrer, und insbesondere auch Radfahrer und Fußgänger inklusive von Sprachanweisungen in verschiedenen Sprachen, der Unterstützung von Zwischenpunkten (ViaPoints) und zu vermeidenden Gebieten (AvoidAreas) über die POI-Umgebungssuche (OpenLS Directory Service), den Web Map Service (WMS), den Geocoder und Reverse Geocoder des OpenLS Utility Service bis hin zu dem Erreichbarkeits-Analyse-Dienst (AAS).

OpenRouteService.org wird am Lehrstuhl Kartographie (Prof. Zipf) des Geographischen Instituts der Universität Bonn vor allem von Pascal Neis mit Unterstützung weiterer Mitarbeiter entwickelt.

Eine Reihe von Anwendungen aus der Wissenschaft nutzen die von OpenRouteService bereitgestellten OpenGIS Location Services: so wurden diese jüngst von Studenten der Uni Münster in NASA WorldWind eingebunden und die GDI-3D.de nutzt u.a. einen erweiterten 3D Route Service. Weitere Kooperationen betreffen beispielsweise Projekte im Tourismus (EU-IST), im Bereich Car2Car-Kommunikation, im Katastrophenmanagement, Behindertenrouting, in der universitären Lehre oder bei mehreren externen Diplomarbeiten. Außerdem verwendet das erste Navigationssystem "AndNav2" für das seit Anfang Februar in Deutschland und weiteren europäischen Staaten verfügbare Google Smartphone G1 mit dem neuen Android-Betriebssystem ebenfalls sämtliche der von ORS verfügbaren Webdienste.

Kontakt bei Interesse an Kooperationen zur Nutzung der OpenLS-Dienste:
zipf@geographie.uni-bonn.de
http://www.geographie.uni-bonn.de/karto
http://www.openrouteservice.org/
Die nun zuätzlich vob ORS neu abgedeckten Staaten umfassen: Niederlande, Belgien, Portugal, Griechenland, Türkei, Schweden, Finland, Norwegen, Polen, Ungarn, Tschechien, Luxemburg, Zypern, Slovenien. Slowakai, Kroatien, Rumänien, Bulgarien, Bosnien-Herzegovina, Estland, Litauen, Lettland, Ukraine, Weißrussland, Mazedonien, Moldawien, Montenegro, Malta, Island, die Zwergstaaten und sogar den westlichen Teil Russlands einschließlich Moskau. Da ein Rechteck mit den maximalen Koordinaten der betroffenen Staaten gewählt wurde (mit Ausnahme von abgelegeneren Gebieten wie z.B. den Kanarischen Inseln), werden auch gewisse Bereiche in Staaten wie Syrien oder gar im Nordirak bis nach Mosul oder Tripoli im Libanon berücksichtigt - soweit dort Straßen in OpenStreetMap verfügbar sind. In vielen Gebieten außerhalb der mitteleuropäischen Ballungszentren ist die Datenlage allerdings noch heterogen und dünner als in Mitteleuropa. Allerdings hält das rasante Wachstum der Datenmenge unvermindert an und bietet OSM gerade in Innenstädten oft schon mehr Details als die kommerziellen Alternativen.

Alexander Zipf | Uni Bonn
Weitere Informationen:
http://www.uni-bonn.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Erster Test für neues Roboter-Umweltmonitoring-System der TU Bergakademie Freiberg
10.07.2020 | Technische Universität Bergakademie Freiberg

nachricht Robuste Hochleistungs-Datenspeicher durch magnetische Anisotropie
10.07.2020 | Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektrische Spannung aus Elektronenspin – Batterie der Zukunft?

Forschern der Technischen Universität Ilmenau ist es gelungen, sich den Eigendrehimpuls von Elektronen – den sogenannten Elektronenspin, kurz: Spin – zunutze zu machen, um elektrische Spannung zu erzeugen. Noch sind die gemessenen Spannungen winzig klein, doch hoffen die Wissenschaftler, auf der Basis ihrer Arbeiten hochleistungsfähige Batterien der Zukunft möglich zu machen. Die Forschungsarbeiten des Teams um Prof. Christian Cierpka und Prof. Jörg Schumacher vom Institut für Thermo- und Fluiddynamik wurden soeben im renommierten Journal Physical Review Applied veröffentlicht.

Laptop- und Handyspeicher der neuesten Generation nutzen Erkenntnisse eines der jüngsten Forschungsgebiete der Nanoelektronik: der Spintronik. Die heutige...

Im Focus: Neue Erkenntnisse über Flüssigkeiten, die ohne Widerstand fließen

Verlustfreie Stromleitung bei Raumtemperatur? Ein Material, das diese Eigenschaft aufweist, also bei Raumtemperatur supraleitend ist, könnte die Energieversorgung revolutionieren. Wissenschaftlern vom Exzellenzcluster „CUI: Advanced Imaging of Matter“ an der Universität Hamburg ist es nun erstmals gelungen, starke Hinweise auf Suprafluidität in einer zweidimensionalen Gaswolke zu beobachten. Sie berichten im renommierten Magazin „Science“ über ihre Experimente, in denen zentrale Aspekte der Supraleitung in einem Modellsystem untersucht werden können.

Es gibt Dinge, die eigentlich nicht passieren sollten. So kann z. B. Wasser nicht durch die Glaswand von einem Glas in ein anderes fließen. Erstaunlicherweise...

Im Focus: The spin state story: Observation of the quantum spin liquid state in novel material

New insight into the spin behavior in an exotic state of matter puts us closer to next-generation spintronic devices

Aside from the deep understanding of the natural world that quantum physics theory offers, scientists worldwide are working tirelessly to bring forth a...

Im Focus: Im Takt der Atome: Göttinger Physiker nutzen Schwingungen von Atomen zur Kontrolle eines Phasenübergangs

Chemische Reaktionen mit kurzen Lichtblitzen filmen und steuern – dieses Ziel liegt dem Forschungsfeld der „Femtochemie“ zugrunde. Mit Hilfe mehrerer aufeinanderfolgender Laserpulse sollen dabei atomare Bindungen punktgenau angeregt und nach Wunsch aufgespalten werden. Bisher konnte dies für ausgewählte Moleküle realisiert werden. Forschern der Universität Göttingen und des Max-Planck-Instituts für biophysikalische Chemie in Göttingen ist es nun gelungen, dieses Prinzip auf einen Festkörper zu übertragen und dessen Kristallstruktur an der Oberfläche zu kontrollieren. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Nature erschienen.

Das Team um Jan Gerrit Horstmann und Prof. Dr. Claus Ropers bedampfte hierfür einen Silizium-Kristall mit einer hauchdünnen Lage Indium und kühlte den Kristall...

Im Focus: Neue Methode führt zehnmal schneller zum Corona-Testergebnis

Forschende der Universität Bielefeld stellen beschleunigtes Verfahren vor

Einen Test auf SARS-CoV-2 durchzuführen und auszuwerten dauert aktuell mehr als zwei Stunden – und so kann ein Labor pro Tag nur eine sehr begrenzte Zahl von...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Intensiv- und Notfallmedizin: „Virtueller DIVI-Kongress ist ein Novum für 6.000 Teilnehmer“

08.07.2020 | Veranstaltungen

Größte nationale Tagung für Nuklearmedizin

07.07.2020 | Veranstaltungen

Corona-Apps gegen COVID-19: Nationalakademie Leopoldina veranstaltet internationales virtuelles Podiumsgespräch

07.07.2020 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Erster Test für neues Roboter-Umweltmonitoring-System der TU Bergakademie Freiberg

10.07.2020 | Informationstechnologie

Binnenschifffahrt soll revolutioniert werden: Erst ferngesteuert, dann selbstfahrend

10.07.2020 | Verkehr Logistik

Robuste Hochleistungs-Datenspeicher durch magnetische Anisotropie

10.07.2020 | Informationstechnologie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics