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Oldenburger erhalten kostenloses Katastrophenwarnsystem per E-Mail und SMS

27.09.2012
Ein Stück mehr Sicherheit für Oldenburg: Nachdem die Stadt Oldenburg gestern das Katastrophen-Warnsystem KATWARN gestartet hat, erhalten alle angemeldeten Bürgerinnen und Bürger in Gefahrensituationen detaillierte Warnungen per SMS oder E-Mail. Die Anmeldung an dem vom Berliner Fraunhofer-Institut FOKUS entwickelten System ist freiwillig und kostenlos.

In Gefahrensituationen wie Entschärfungen von Blindgängern, Großbränden oder Industrieunfällen erhalten Oldenburgerinnen und Oldenburger in Zukunft ein Stück mehr Sicherheit.

Der Grund: Das Katastrophenwarnsystem KATWARN versorgt die Stadt ab sofort per SMS oder E-Mail mit postleitzahlengenauen Warnungen und Verhaltenshinweisen. Die Anmeldung an dem von den Öffentlichen Versicherungen Oldenburg in Zusammenarbeit mit dem Verband der öffentlichen Versicherer betriebenen System ist kostenlos und freiwillig.

„Auch wenn schwere Gefahrenlagen selten sind, wollen wir vorbereitet sein“, sagt Oberbürgermeister Gerd Schwandner. „KATWARN bietet hierfür eine wichtige Ergänzung zu den bestehenden Warnungen durch Behörden, Polizei oder Einsatzkräfte.“ Das KATWARN-System bietet Feuerwehr- und Rettungsleitstellen die Möglichkeit, sich schnell und gezielt mit Kurzinformationen zu bevorstehenden Gefahrensituationen an die Bürgerinnen und Bürger zu wenden.
Zum Beispiel: „Wirbelsturm – Warnung der Feuerwehr, gültig ab sofort, für PLZ 26xxx, öffentliche Plätze verlassen, Fenster geschlossen halten“. Während Lautsprecherwagen der Polizei und Feuerwehr nur Personen erreichen, die sich gerade in der Nähe aufhalten, kann KATWARN die Bevölkerung flächendeckend informieren. So wird vermieden, dass Warnungen fehlinterpretiert werden oder sogar zu panischen Reaktionen führen. Auch sorgen die zielgerichteten Warnungen an betroffene Personen dafür, dass sich keine Schaulustigen einfinden, die die Arbeit des Bevölkerungsschutzes behindern.

Das System KATWARN wurde von den Forschern des Fraunhofer FOKUS entwickelt und ist bereits an verschiedenen Orten in Deutschland, wie zum Beispiel Berlin und Hamburg, im Einsatz. „KATWARN ist ein sehr schönes Beispiel dafür, wie Fraunhofer FOKUS Forschung gezielt in die Praxis überführt und damit den Menschen einen spürbaren Nutzen bringt“, so Ortwin Neuschwander von Fraunhofer. „Außerdem ist es ein Beispiel für Technologien, die wir für die Städte der Zukunft umsetzen wollen.“

Die Kosten für die Einführung und den Betrieb sowie für das Versenden der Kurznachrichten trägt die Stadt Oldenburg. Die technische Plattform stellen die Öffentlichen Versicherungen Oldenburg in Zusammenarbeit mit dem Verband der öffentlichen Versicherer der Stadt kostenlos zur Verfügung. „Mit der Einführung von KATWARN wollen wir für dazu beitragen, die Schäden in Oldenburg zu verringern“, so Franz Thole, Vorstandsvorsitzender der Öffentlichen Versicherungen Oldenburg. „Als eng mit der Stadt verbundenes Unternehmen liegt uns die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger am Herzen.“

Und so kann man sich bei KATWARN anmelden:
Wer zukünftig den Warndienst nutzen möchte, meldet sich per SMS über die Servicenummer 0163-755 88 42 mit dem Stichwort „KATWARN“ und der Postleitzahl des Gebietes an, für das Warnungen ausgegebenen werden sollen. Dabei ist zu beachten, dass nur Postleitzahlen innerhalb der Stadt Oldenburg berücksichtigt werden und nur eine Postleitzahl pro Handy angegeben werden kann. Die Angabe einer E-Mail-Adresse ist optional.

Angemeldete Nutzer erhalten automatisch Warnmeldungen, sobald sich eine Gefahrenlage für das angegebene Gebiet ergibt. Außer den üblichen SMS-Gebühren des Mobilfunkanbieters für die einmalige SMS-Anmeldung bei KATWARN – und gegebenenfalls für die Um- beziehungsweise Abmeldung – ist der Warndienst kostenfrei.

Bei einer Teilnahme ist zu beachten, dass KATWARN nicht die lokalen Anweisungen von Behörden, Polizei oder Einsatzkräften ersetzt, sondern diese ergänzt. Den Anweisungen ist auch weiterhin unbedingt Folge zu leisten.

Niklas Reinhardt | idw
Weitere Informationen:
http://www.katwarn.de/
http://www.fokus.fraunhofer.de/

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