Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mit künstlicher Intelligenz komfortabel online bestellen

04.02.2015

Der Forschungsbereich Cyber-Physical Systems des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz GmbH (DFKI) entwickelt zusammen mit der Bremer ePhilos AG eine den Prinzipien der Künstlichen Intelligenz folgende Suchmaschine für elektronische Beschaffungssysteme. Das Forschungsprojekt wird durch die Wirtschaftsförderung Bremen (WFB) gefördert.

Der Online-Einkauf erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Er gilt als schnell, einfach und bequem – allerdings kann sich die Suche nach dem gewünschten Produkt mitunter als recht mühsam erweisen: Warengruppen sind oft nicht eindeutig oder Suchanfragen liefern hunderte Treffer, die sich nur schrittweise und umständlich eingrenzen lassen.

Auch Unternehmen wickeln ihre Einkaufsprozesse zunehmend über elektronische Kataloge oder auch angebundene Online-Shops ab. Dafür nutzen sie so genannte eProcurementsysteme, die operative Bestellprozesse etwa durch die Nutzung von Einkaufsvorteilen, Automatisierung und Prozesszeitreduzierung optimieren.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bestellen das gewünschte Material intern, der Einkauf oder der automatisierte Systemworkflow gibt die Bestellung anschließend an die vorher festgelegten Zulieferer weiter.

Wie klassische Online-Shops stoßen auch eProcurementsysteme bei der Produktsuche an ihre Grenzen. Gerade in Spezialgebieten kennen die Nutzerinnen und Nutzer häufig nicht die genaue oder nur die umgangssprachliche Bezeichnung des gewünschten Artikels: die Suchanfrage für Post-It’s kann zum Beispiel „Gelbe Klebezettel“ lauten, die für den Tacker „Klammeraffe“; der „rote Stift“ hat entweder eine rote Hülle oder schreibt mit roter Farbe, der „breite und stabile Ordner“ kann 4 cm oder 7 cm Rückenbreite mit extra reißfester Rückenverstärkung haben – mit derlei gängigen, aber unpräzisen Suchanfragen sind herkömmliche Systeme meist überfordert. Das hat zur Folge, dass die Systemnutzer unzufrieden sind und zudem Zeit verschwenden, die im Sinne des Unternehmens wertschöpfend genutzt werden könnte.

Der Forschungsbereich Cyber-Physical Systems arbeitet zusammen mit der ePhilos AG – einer der führenden Anbieter von eProcurementsystemen – in einem von der WFB geförderten Projekt an innovativen Verfahren, durch die auch unpräzise oder originelle Suchanfragen eindeutig auf das gewünschte Produkt abgebildet werden können.

Dabei setzen die Projektpartner sowohl auf Techniken der natürlichen Sprachverarbeitung als auch auf Lernverfahren und Wissensdatenbanken. Zudem sollen Interaktionen, zum Beispiel durch Rückfragen, die Auswahl der Produktergebnisse weiter eingrenzen.

Perspektivisch entsteht damit ein System, mit dessen Hilfe Nutzerinnen und Nutzer unter anderem durch kurze Dialoge schnell und einfach das gewünschte Produkt finden; und zwar ohne sich dafür mühsam durch einen Katalog oder lange Ergebnislisten durcharbeiten zu müssen. Somit ist eProcurement genau das, was es kennzeichnet: effektive Prozesskosteneinsparungen durch nachhaltigen Nutzen bei allen Prozessbeteiligten.

Ansprechpartner
Dr. Robert Wille
DFKI GmbH
Cyber-Physical Systems
E-Mail: robert.wille@dfki.de
Tel.: 0421 218 63947

Pressekontakt
DFKI Bremen
Team Unternehmenskommunikation
E-Mail: uk-hb@dfki.de
Tel.: 0421 178 45 4180

Andrea Fink | idw - Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen:
http://www.dfki.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Rostocker Forscher entwickeln autonom fahrende Kräne
20.07.2018 | Universität Rostock

nachricht Maschinelles Lernen: Neue Methode ermöglicht genaue Extrapolation
13.07.2018 | Institute of Science and Technology Austria

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Future electronic components to be printed like newspapers

A new manufacturing technique uses a process similar to newspaper printing to form smoother and more flexible metals for making ultrafast electronic devices.

The low-cost process, developed by Purdue University researchers, combines tools already used in industry for manufacturing metals on a large scale, but uses...

Im Focus: Rostocker Forscher entwickeln autonom fahrende Kräne

Industriepartner kommen aus sechs Ländern

Autonom fahrende, intelligente Kräne und Hebezeuge – dieser Ingenieurs-Traum könnte in den nächsten drei Jahren zur Wirklichkeit werden. Forscher aus dem...

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neue Anwendungen für Mikrolaser in der Quanten-Nanophotonik

20.07.2018 | Physik Astronomie

Need for speed: Warum Malaria-Parasiten schneller sind als die menschlichen Abwehrzellen

20.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Die Gene sind nicht schuld

20.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics