Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Minisatelliten der TU Berlin bereit zum Doppelstart ins All

19.04.2013
Die Satelliten der BEESAT-Reihe wiegen nur ein Kilogramm und gehören zu den kleinsten Satelliten weltweit
Am 19. April um 12.00 Uhr Berliner Zeit werden zwei an der TU Berlin entwickelte Kleinstsatelliten, BEESAT-2 und BEESAT-3, vom russischen Raketenstartplatz Baikonur aus ins All geschossen. Das besondere bei dieser Mission ist, dass die beiden Satelliten vom Hauptsatellit BION-M1 separiert werden und nicht wie üblich von der Oberstufe der Trägerrakete.

Ein Team aus wissenschaftlichen Mitarbeitern und Studierenden der TU Berlin hat im Rahmen einer erfolgreichen einwöchigen Testkampagne in Baikonur die Integration der beiden jeweils nur ein Kilogramm leichten Satelliten BEESAT-2 und BEESAT-3 der TU Berlin auf dem russischen Muttersatelliten Bion-M1 durchgeführt und abgeschlossen. Das Team konnte für beide Satelliten grünes Licht für den Start mit der russischen Trägerrakete Sojus-2.1b geben, der um 16.00 Uhr Ortszeit erfolgen wird.

Der Hauptsatellit BION-M1 wird zunächst auf einem elliptischen Orbit von der Trägerrakete getrennt. Kurz darauf ändert BION-M1 eigenständig seine Bahn auf den kreisförmigen Zielorbit in circa 575 Kilometer Höhe. Erst zu diesem Zeitpunkt, etwa 2 Tage nach dem Start von BION-M1, werden die Satelliten der TU Berlin aus ihren Startcontainern ausgeworfen.

Weitere 90 Minuten später erwarten die Wissenschaftler im TU-Missionskontrollzentrum in Berlin mit Spannung die ersten Signale aus dem Orbit, wenn die Satelliten am Sonntag die deutsche Hauptstadt überfliegen.

BEESAT-2 wurde über einen Zeitraum von nur drei Jahren entwickelt und demonstriert weltweit erstmals die Fähigkeit, die Ausrichtung eines Satelliten dieser Größe mithilfe miniaturisierter Reaktionsräder präzise zu kontrollieren. Seine Technologie basiert auf BEESAT-1, der, für eine Lebensdauer von einem Jahr entwickelt, bereits seit mehr als dreieinhalb Jahren im Orbit seine Bahnen zieht und zuverlässig arbeitet.

In der BEESAT-3 Mission steht die praktische Ausbildung von Studierenden der TU Berlin im Vordergrund. Der Satellit wurde, aufbauend auf den Erfahrungen der Vorgängermissionen, in dreieinhalb Jahren von Studenten von Grund auf neu entworfen, entwickelt, gebaut und getestet. Die Entwicklung wurde dabei sowohl in integrierten Lehrveranstaltungen als auch im Rahmen von Abschlussarbeiten und studentischen Arbeitsgruppen vorangetrieben.

Die Satelliten der BEESAT-Reihe (Berlin Experimental and Educational Satellite) werden seit 2005 an der TU Berlin entwickelt und gehören mit nur ein Kilogramm Gesamtmasse zu den kleinsten Satelliten weltweit. Mit dem Start des neunten und zehnten Satelliten der TU Berlin und insgesamt mehr als 40 Jahre Orbiterfahrung ist die TU Berlin weltweit führend auf dem Gebiet der universitären Satellitenmissionen. BEESAT-4 befindet sich bereits in der Entwicklung. Sein Start ist für Ende 2014 geplant.
Die Projekte BEESAT-2 (Microwheels III) und BEESAT-3 werden vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages unter den Förderkennzeichen 50 RM 1006 und 50 RU 0902 gefördert.

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern: Prof. Dr.-Ing. Klaus Brieß, Institut für Luft- und Raumfahrt, Fachgebiet Raumfahrttechnik, Tel.: 030/314-21339/-21305, Fax: 030/314-21306, klaus.briess@ilr.tu-berlin.de

Stefanie Terp | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-berlin.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Künstliche Intelligenz für die Wissensarbeit
20.11.2018 | FOKUS - Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme

nachricht Mit maschinellen Lernverfahren Anomalien frühzeitig erkennen und Schäden vermeiden
19.11.2018 | Fraunhofer-Institut für Algorithmen und Wissenschaftliches Rechnen SCAI

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Nonstop-Transport von Frachten in Nanomaschinen

Max-Planck-Forscher entdecken die Nanostruktur von molekularen Zügen und den Grund für reibungslosen Transport in den „Antennen der Zelle“

Eine Zelle bewegt sich ständig umher, tastet ihre Umgebung ab und sendet Signale an andere Zellen. Das ist wichtig, damit eine Zelle richtig funktionieren kann.

Im Focus: Nonstop Tranport of Cargo in Nanomachines

Max Planck researchers revel the nano-structure of molecular trains and the reason for smooth transport in cellular antennas.

Moving around, sensing the extracellular environment, and signaling to other cells are important for a cell to function properly. Responsible for those tasks...

Im Focus: InSight: Touchdown auf dem Mars

Am 26. November landet die NASA-Sonde InSight auf dem Mars. Erstmals wird sie die Stärke und Häufigkeit von Marsbeben messen.

Monatelanger Flug durchs All, flammender Abstieg durch die Reibungshitze der Atmosphäre und sanftes Aufsetzen auf der Oberfläche – siebenmal ist das Kunststück...

Im Focus: Weltweit erstmals Entstehung von chemischen Bindungen in Echtzeit beobachtet und simuliert

Einem Team von Physikern unter der Leitung von Prof. Dr. Wolf Gero Schmidt, Universität Paderborn, und Prof. Dr. Martin Wolf, Fritz-Haber-Institut Berlin, ist ein entscheidender Durchbruch gelungen: Sie haben weltweit zum ersten Mal und „in Echtzeit“ die Änderung der Elektronenstruktur während einer chemischen Reaktion beobachtet. Mithilfe umfangreicher Computersimulationen haben die Wissenschaftler die Ursachen und Mechanismen der Elektronenumverteilung aufgeklärt und visualisiert. Ihre Ergebnisse wurden nun in der renommierten, interdisziplinären Fachzeitschrift „Science“ veröffentlicht.

„Chemische Reaktionen sind durch die Bildung bzw. den Bruch chemischer Bindungen zwischen Atomen und den damit verbundenen Änderungen atomarer Abstände...

Im Focus: Rasende Elektronen unter Kontrolle

Die Elektronik zukünftig über Lichtwellen kontrollieren statt Spannungssignalen: Das ist das Ziel von Physikern weltweit. Der Vorteil: Elektromagnetische Wellen des Licht schwingen mit Petahertz-Frequenz. Damit könnten zukünftige Computer eine Million Mal schneller sein als die heutige Generation. Wissenschaftler der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) sind diesem Ziel nun einen Schritt nähergekommen: Ihnen ist es gelungen, Elektronen in Graphen mit ultrakurzen Laserpulsen präzise zu steuern.

Eine Stromregelung in der Elektronik, die millionenfach schneller ist als heutzutage: Davon träumen viele. Schließlich ist die Stromregelung eine der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Personalisierte Implantologie – 32. Kongress der DGI

19.11.2018 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz diskutiert digitale Innovationen für die öffentliche Verwaltung

19.11.2018 | Veranstaltungen

Naturkonstanten als Hauptdarsteller

19.11.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Für eine neue Generation organischer Leuchtdioden: Uni Bayreuth koordiniert EU-Forschungsnetzwerk

20.11.2018 | Förderungen Preise

Nonstop-Transport von Frachten in Nanomaschinen

20.11.2018 | Biowissenschaften Chemie

Wie sich ein Kristall in Wasser löst

20.11.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics