Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mehr Sicherheit auf Großveranstaltungen

06.09.2011
Das große SWR4 Fest in Heidenheim wird vom Fraunhofer IOSB mit Sicherheitssystem AMFIS ünterstützt: Sie feiern und wir passen auf Sie auf

Am 18. September veranstaltet der SWR4 als Höhepunkt der Festsaison sein SWR-Fest in Heidenheim. Das Fraunhofer IOSB nahm die Einladung des SWR gerne an, auf dem Festival das Sicherheitssystem AMFIS einzusetzen und zu präsentieren.


Der heliumgefüllte Ballon trägt in einem Köcher eine hochauflösende Videokamera
Fraunhofer IOSB


Quadrocopter können einzeln oder im Schwarm agieren und ein Gebiet überfliegen
Fraunhofer IOSB

Ein Heliumballon wird über dem Brenzpark schweben und von oben ein Luftbild-Video der Veranstaltung erstellen. Ziel ist es, eventuell entstehende Gefahrensituationen, wie z. B. Staus in den Besucherströmen, schneller entdecken zu können. Uns allen stehen noch die tragischen Bilder der Massenpanik auf der Loveparade in Duisburg vor Augen. Bis heute ist das Geschehen nicht abschließend geklärt. So etwas darf nie wieder passieren, aber trotzdem möchten wir auch weiterhin bei Großevents gemeinsam feiern können und uns dabei sicher fühlen.

Intelligente Videoüberwachung für Veranstaltungen und im Katastrophenmanagement

Wissenschaftler des Fraunhofer IOSB in Karlsruhe haben ein System entwickelt, mit dessen Hilfe sich die Sicherheit der Besucher und Teilnehmer zukünftig erhöhen lässt. Ein speziell angefertigter Helium-Ballon trägt in einer Gondel eine HD-Videokamera, die kontinuierlich ein übersichtliches Luftbild der Veranstaltung aufnimmt. Das Video wird unmittelbar an eine Bodenstation, dies ist ein normaler PC oder ein Laptop, übertragen. Von der Bodenstation aus kann die Kamera gesteuert werden, um z. B. den Blick auf einen bestimmten Bereich zu lenken oder per Zoomfunktion eine kritische Situation genauer zu betrachten. Das Bild wird bei Bedarf sofort zu den anwesenden Rettungskräften weitergeleitet. Sollte es zu kritischen Stauungen - z. B. an den Eingängen – kommen, können die Sicherheitskräfte umgehend Gegenmaßnahmen einleiten.

Als weiteres Modul des Systems ist es möglich, einen oder mehrere Mini-Hubschrauber - sogenannte Quadrocopter - für besondere Missionen loszuschicken. Diese Fluggeräte tragen ebenfalls Kameras oder andere Sensoren bei sich und können Detailinformationen zu dem entdeckten Gefahrenbereich liefern. Der Vorteil: Neben Videokameras können die kleinen Hubschrauber auch Infrarotkameras oder chemische Spürnasen an Bord nehmen. Schickt man mehrere Quadrocopter im Schwarm los, erhält man mit einem Schlag umfassende Informationen zu der Situation. So wissen die Rettungskräfte genau, wie sie ihr weiteres Vorgehen planen und umsetzen müssen. Gesteuert werden die Hubschrauber entweder über GPS-Navigation, vom PC der Bodenstation aus, eine Wegpunktvorgabe oder direkt manuell per Fernsteuerung.

Auch für die spätere Dokumentation lässt sich das aufgezeichnete Material hervorragend nutzen. Ein weiteres Feature ist die automatische Personenzählung. Eine Software erkennt im Bild automatisch die Köpfe und kann deren Anzahl genau erfassen. So wissen Veranstalter und Sicherheitskräfte genau, ob das Gelände dem Besucheransturm standhält und hat für zukünftige Events gesicherte Zahlen über die zu erwartende Anzahl an Personen. Eine Identifikation der Personen findet dabei nicht statt, da ja nur von oben auf die Besucher geschaut wird. In Heidenheim wird das System zu Testzwecken zum Einsatz kommen. Somit ist die Frage nach dem »unbekannten Flugobjekt« über dem Brenzpark geklärt. Die Wissenschaftler stehen vor Ort für Fragen zur Verfügung.

Sibylle Wirth | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.iosb.fraunhofer.de/servlet/is/9568/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht IT-Sicherheit beim autonomen Fahren
22.06.2018 | Fachhochschule St. Pölten

nachricht Schneller und sicherer Fliegen
21.06.2018 | Fachhochschule St. Pölten

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Leichter abheben: Fraunhofer LBF entwickelt Flugzeugrad aus Faser-Kunststoff-Verbund

Noch mehr Reichweite oder noch mehr Nutzlast - das wünschen sich Fluggesellschaften für ihre Flugzeuge. Wegen ihrer hohen spezifischen Steifigkeiten und Festigkeiten kommen daher zunehmend leichte Faser-Kunststoff-Verbunde zum Einsatz. Bei Rümpfen oder Tragflächen sind permanent Innovationen in diese Richtung zu beobachten. Um dieses Innovationsfeld auch für Flugzeugräder zu erschließen, hat das Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF jetzt ein neues EU-Forschungsvorhaben gestartet. Ziel ist die Entwicklung eines ersten CFK-Bugrads für einen Airbus A320. Dabei wollen die Forscher ein Leichtbaupotential von bis zu 40 Prozent aufzeigen.

Faser-Kunststoff-Verbunde sind in der Luftfahrt bei zahlreichen Bauteilen bereits das Material der Wahl. So liegt beim Airbus A380 der Anteil an...

Im Focus: IT-Sicherheit beim autonomen Fahren

FH St. Pölten entwickelt neue Methode für sicheren Informationsaustausch zwischen Fahrzeugen mittels Funkdaten

Neue technische Errungenschaften wie das Internet der Dinge oder die direkte drahtlose Kommunikation zwischen Objekten erhöhen den Bedarf an effizienter...

Im Focus: Innovative Handprothesensteuerung besteht Alltagstest

Selbstlernende Steuerung für Handprothesen entwickelt. Neues Verfahren lässt Patienten natürlichere Bewegungen gleichzeitig in zwei Achsen durchführen. Forscher der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) veröffentlichen Studie im Wissenschaftsmagazin „Science Robotics“ vom 20. Juni 2018.

Motorisierte Handprothesen sind mittlerweile Stand der Technik bei der Versorgung von Amputationen an der oberen Extremität. Bislang erlauben sie allerdings...

Im Focus: Temperaturgesteuerte Faser-Lichtquelle mit flüssigem Kern

Die moderne medizinische Bildgebung und neue spektroskopische Verfahren benötigen faserbasierte Lichtquellen, die breitbandiges Laserlicht im nahen und mittleren Infrarotbereich erzeugen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien Jena (Leibniz-IPHT) zeigen in einer aktuellen Veröffentlichung im renommierten Fachblatt Optica, dass sie die optischen Eigenschaften flüssigkeitsgefüllter Fasern und damit die Bandbreite des Laserlichts gezielt über die Umgebungstemperatur steuern können.

Das Besondere an den untersuchten Fasern ist ihr Kern. Er ist mit Kohlenstoffdisulfid gefüllt - einer flüssigen chemischen Verbindung mit hoher optischer...

Im Focus: Temperature-controlled fiber-optic light source with liquid core

In a recent publication in the renowned journal Optica, scientists of Leibniz-Institute of Photonic Technology (Leibniz IPHT) in Jena showed that they can accurately control the optical properties of liquid-core fiber lasers and therefore their spectral band width by temperature and pressure tuning.

Already last year, the researchers provided experimental proof of a new dynamic of hybrid solitons– temporally and spectrally stationary light waves resulting...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Leben im Plastikzeitalter: Wie ist ein nachhaltiger Umgang mit Plastik möglich?

21.06.2018 | Veranstaltungen

Kongress BIO-raffiniert X – Neue Wege in der Nutzung biogener Rohstoffe?

21.06.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen im August 2018

20.06.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Leichter abheben: Fraunhofer LBF entwickelt Flugzeugrad aus Faser-Kunststoff-Verbund

22.06.2018 | Materialwissenschaften

Lernen und gleichzeitig Gutes tun? Baufritz macht‘s möglich!

22.06.2018 | Unternehmensmeldung

GFOS und skip Institut entwickeln gemeinsam Prototyp für Augmented Reality App für die Produktion

22.06.2018 | Unternehmensmeldung

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics